Keine Nebel

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Otto Lenk

Mitglied
Die Krähen sind mit den Nebeln gezogen
El Cielo begleitet mich auf Wegen
die das Ungewisse hinter sich gelassen haben
Unversehens berühren mich Erinnerungen
an verlorene Tage

Du sagtest
Dein Name sei Nova
Super Nova
Geboren
Um kurzzeitig
Hell aufzuleuchten
Und zu vergehen

Wie recht du doch hattest

Meine Gedanken winden sich weidenhoch
Woher, wohin
Ich wandle, wandle
zwischen philosophischen Gedankengängen

Es ging nie ums Leben
immer und immer nur ums Sterben

Die brownsche Bewegung
sanft aneinander vorbeischwebender Moleküle
holt mich in die Realität zurück

Keine Nebel...nirgendswo
 

HerbertH

Mitglied
...

Es ging nie ums Leben
immer und immer nur ums Sterben

...

Keine Nebel...nirgendswo
Wenn selbst die Nebel fehlen ...

Ein sehr düsterer Gedanke, lieber Otto

Ein Punkt, der mich ins Grübeln bringt, ist die Frage: WEM ging es nie ums Leben, doch immer nur ums Sterben?

Interessanterweise könnten übrigens die Nebel hier die Galaxien sein, und wenn die fehlen, wo sind wir dann gerade?

Wer ist denn dann "wir"?
Wer schrieb dann dieses Gedicht?
Und Brownsche Bewegung jenseits aller Galaxien, ist die möglich?

Herzliche Grüße

Herbert
 

Otto Lenk

Mitglied
Das Gedicht ist meiner ersten Frau gewidmet.
Wir lebten in den 80iger Jahren in einem Lucy in the Sky with Diamonds Kosmoversum.
In dieser Zeit sprach sie öfters davon eine Super Nova zu sein.

Am 03.12.90 starb Elvira in meinen Armen.

Herzliche Grüße Otto


P.S.: In der Unendlichkeit ist alles möglich
 

Otto Lenk

Mitglied
Ja
Die Bank steht noch
Und immer noch sitzt du
In Gedanken gemeißelt
Dort
Darauf wartend
Dass ich dich gehen lasse

Es ist Zeit, es ist Zeit
Murmurmeln die Nebel
Nicht wissend
Dass du der Rahmen bist
In dem ich ruhe

Ja
Die Bank steht noch
Eines Tages werden wir beide
Dort Platz nehmen
Über das 'was wäre gewesen'
Lachen weinen
Um dann für immer zu gehen
 

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