Kirschblüte / Rubai

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wiesner

Mitglied
von den Rubai-anmachern keine Reaktionen

na ja - von diesem mondnein erhält man ohnehin nur Hasswertungen
vom anderen gar keine W. oder Kom.
 

Anders Tell

Mitglied
Hallo Wiesner,
sorry wollte längst geantwortet haben. Der Rubai ist gut gelungen. Ich frage mich nur, wer "sie" ist? Dann könnte ich die Metaphorik zuordnen.
Mit Gruß
Anders
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo Wiesner,

Es ist ein schönes klangvolles und gediegenes Werk. Es stellt zugleich wichtige Gedanken zum Schutz unserer Natur und ansprechende Bilder auf.
Dazu trägt auch die rhythmische Versform bei.


Manchmal schweigen die Rubai‑Freunde länger, als einem lieb ist. Vielleicht braucht diese Form einfach ihre eigene Zeit. Das Gedicht jedenfalls spricht für sich – sowohl sprachlich als auch thematisch.

PS: Bitte bleib beim Text und formuliere Kritik respektvoll. Persönliche Kommentare über andere Nutzer helfen nicht weiter.
 

wiesner

Mitglied
@Bernd

vielen Dank für die Stellungnahme; Gediegenheit war allerdings weniger intendiert.
Was mondnein betrifft, wurmt mich immer noch sein entschiedener Beitrag zum Abgang von Klaus Kuckuck, dessen Gedichte wunderbar in die Leselupe passten und sicherlich auch von anderen vermisst werden. Ich habe im letzten Jahr längere Male pausiert und in Sachen mondnein nachgeforscht ... was der sich als 'Redakteur' für Unverschämtheiten geleistet hat, möchte ich nicht wiederholen! Und über das Wunder, dass er dafür nicht rausgeschmissen wurde, sind Worte erst zu finden ...

Gruß
Béla


@Anders Tell

sie - natürlich die wilde Kirsche

vielen Dank für Deinen Besuch

Gruß
Béla
 

Anders Tell

Mitglied
Lieber Bela,
darauf hätte ich kaum kommen können, denn Kirschen blühen nicht im Sommer. Sie sind eher von späten Frösten bedroht.
Anders
 

Ubertas

Mitglied
Lieber Béla,
unvergessen. Wie an anderer Stelle "kalendarisch" bereits benannt, dafür danke ich dir sehr und freue mich :) .
Ich denke, manchmal ist die Wüste groß und die aufgeworfenen Dünen sprechen nicht von Trost oder Zeit, sondern werfen sich auf, immer wieder, weil sie nur eines beherrschen: flüchtig zu sein. Je flüchtiger sie sind, umso mehr genießen sie es, zu treiben, zu vertreiben. Doch es wird alles wiederkehren. Daran glaube ich.
Und jetzt möchte ich noch unbedingt etwas zu deinem wundervollen Gedicht sagen. Es sind nur meine Gedanken dazu.
Wenn der wilden Kirsche Blut zum Himmel hoch verregnet,
Mir gefällt es sehr, wie die wilde Kirsche sich hoch verregnet, denn in ihr ist Liebe, trotz Vergänglichkeit. Sie will hoch hinaus in ihrem Blut, in ihrer Bestimmung, die sie für sich sieht. Was sie verregnen wird, ist es Wasser, das sie wachsen lässt oder ist es Abkehr von ihr, das bleibt hier offen. Das ist Zeile eins - wundervoll!
weiß sie sich - den schwarzen Vogelscharen nah - gesegnet,
Der wilden Kirsche ist bewusst, dass sich ihr Vogelscharen nähern. Werden sie ihr die Lebendigkeit nehmen? Das bleibt ebenfalls offen. Nährt ihr Tod, das Gefressen werden, andere? Sie ist gesegnet, in ihrer Hingabe, diese wilde Kirsche. Sie hat Früchte bereit gestellt.
denn ihr Wurzeln fruchtbar locker hält in fester Erde!
Hier sehe ich wiederum Liebe, die fruchtbar bleibt, trotz aller "gefiederten" Gefahr. Für mich ist es auch das Leben, das sich zwar locker, doch in feste Erde begeben will. Denn aus ihr gründet jede Wurzel darüber.
Ach, wer hilft, wenn saurer Sommerregen ihr begegnet?
Die abschließende, wenn so zu bezeichnende Frage, gefällt mir sehr. Die will ich gar nicht in meinen Gedanken auflösen, da will ich nur in dein Gedicht hineinhören und lauschen.
Das reicht und es ist wunderbar.

Liebe Grüße,
ubertas
 
G

Gelöschtes Mitglied 24453

Gast
Es ist ein schönes klangvolles und gediegenes Werk
Wenn der wilden Kirsche Blut zum Himmel hoch verregnet,
Genetiv-Inversion; sehr kühnes Bild, etwas komisch
weiß sie sich - den schwarzen Vogelscharen nah - gesegnet,
gut, daß sie selbst es wenigstens weiß, und - "gesegnet" ? ...
denn ihr Wurzeln fruchtbar locker hält in fester Erde!
sehr kühner Satzbau, fast schon komisch;
was hält wen "fruchtbar locker"?
ihr "Wurzeln" ? "hält" ist wahrscheinlich intransitiv konstruiert
Ach, wer hilft, wenn saurer Sommerregen ihr begegnet?
...​
 
G

Gelöschtes Mitglied 24453

Gast
Was mondnein betrifft, wurmt mich immer noch sein entschiedener Beitrag zum Abgang von Klaus Kuckuck
das ist doch derjenige, der alle meine Gedichte mit einem einzigen einsamen Stern bewertet hat.
Warum ich mit dem verwechselt werde ("Haßwertung") ist mir ein Rätsel.

Ich werde dieses Ding hier natürlich nicht bewerten.
Ich halte es allerdings für gekünstelt und verkrampft.
Nun ja, Übung macht den Meister. Manchmal. Also, wie sagt man dann? "Weiter so!"
 

wiesner

Mitglied
die in Blau gehaltene Hassverblödung bedarf keiner weiteren Beurteilung

Warum ich mit dem verwechselt werde ("Haßwertung") ist mir ein Rätsel.
nun schlüpft er auch noch in die Rolle eines Dichterkollegen ... irgendwann sieht er sich als Jesus, bei religiös verkommenen Eiferern soll das schon mal vorkommen
die Gedichte anderer Autoren als 'Ding' zu diffamieren beweist ebenfalls besondere Qualität, zumal deutlich wird, dass der Eiferer die Verbindung konservativer Formen mit modernen Themen völlig überfordert


@Ubertas

Vielen Dank, liebe Ubertas, für Deinen weit ausholenden Kommentar ... ich habe ihn mit großer Freude gelesen!

Gruß und Dank auch an Rachel und John Goodman!
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Ich sehe keine andere Lösung für den Streit, als eine Pause.

Deshalb schließe ich diese Diskussion vorerst. Ich bitte sehr darum, gegenseitige Beschimpfungen zu unterlassen und beim Thema zu bleiben.
Dabei unterscheide ich sehr woh Werkkritik, selbst harte, von persönlichen Beschimpfungen.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.



 
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