König Bär (Gedicht für Kinder)

molly

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König Bär
Dem Schwarzbär fällt es plötzlich ein:
Er will der König der Tiere sein
und er brummt aus tiefer Kehle,
den Untertanen die Befehle.

Die Füchse sollen die Höhle ausfegen,
die Hasen frisches Moos hinein legen.
Die Bienen dürfen ihm Honig bringen,
die Vögel ihm ein Nachtlied singen,

die Schmetterlinge sammeln Beeren ein,
die Wölfe machen daraus Beerenwein,
die Elche sollen ihm Fische fangen.
Das kann er als König wohl verlangen.

Er legt sich auf seine Bärenhaut,
den Tieren ist dieser Anblick vertraut.
Dem Bär gehorchen? Sie denken nicht dran,
kein Tier fühlt sich als sein Untertan. ©
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Es ist ein schönes Beispiel dafür, dass der Wunsch der Vater des Gedanken ist.

Formal hat jeder Vers 4 Hebungen (Betonungen). Die Zahl der unbetonten Silben ist unterschiedlich, wie es traditionell in vielen deutschen Gedichten üblich ist. Hierdurch ergibt sich eine gewisse Dynamik und im speziellen Fall werden die Tiergruppen charakterisiert.

Der Schwarzbär ist behäbig und langsam, das wird durch einen schwereren Rhythmus ausgedrückt. Die anderen Tiere sind wendiger, beweglicher, sie haben eine leichtere Rhythmik im Gedicht.
 

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