Lagerfeuer und Bier

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FumeHood

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Umgeben von Beckstein’s Maisfeldern, lag die Hütte drei Meilen abseits vom Highway 117 in einer leichten Senke. Zusammengestutzte Waldstücke markierten seine Grundstücksgrenze. Dahinter kam nur noch braches Land, sporadisch bewaldet, bis irgendwann Kanada anfing. In einigem Abstand ragten zwei Hochstände an der Kammlinie empor. Und das war auch der eigentliche Grund, aus dem Neil Muller den Becksteins die schmale Pacht entrichtete. Er kam oft zum Jagen, mit seinem Sohn oder viel lieber allein, wenn zu Hause mal wieder der Haussegen schiefhing. Josephine Muller war launenhaft und manchmal schlichtweg unerträglich. Eine Neiderin, der es gefiel, Gerüchte zu streuen, mit allem und jedem unglücklich. Dennoch war sie weit davon entfernt, ihr Leben in die Hand zu nehmen und zum Besseren zu wenden. Vielmehr liebte sie es, sich in ihrem Missmut zu suhlen. Eine Frau, der man besser auswich, anstatt sie zu fragen, wie es ihr heute ging.
Neil Muller konnte man als das glatte Gegenteil bezeichnen. Ein milder Charakter, der von jedem gemocht wurde, gelassen, großzügig und unpolitisch. Er sah das Gute im Menschen und war mit der halben Stadt befreundet. Allerdings hatte er auch das Bedürfnis an Dingen festzuhalten und scheute den Wandel, wie seine Frau. Nie würde er fortziehen, oder das väterliche Gut aufgeben, geschweige denn den Fortbestand seiner Ehe infrage stellen. Und vielleicht fand er ja auch etwas an den nie endenden Streitereien.
Heute waren sie nicht zum Jagen gekommen. Stattdessen hatte Neil die halbe Truppe eingeladen und jede Menge Bier gestiftet. Als sie im Dämmerlicht ankamen, war die Tageshitze bereits merklich zurückgegangen. Am besten eigneten sich Quads für die holprige Sandpiste zwischen Beckstein’s Feldern und so waren sie auch gekommen. Sie luden Plastiktüten mit Sixpacks ab, während Aiden und Junior an der Feuerstelle einen Kegel aus dünnen Holzscheiten errichteten. Entfacht durch einen benzingetränkten Lappen, loderte das Feuer auf. Während die ersten Dosen zischten, fingen allmählich die gröberen Äste Feuer. Sie rösteten Fleischspieße, später Marshmallows.
Neil gab Junior ein Bier, was Buzz mit einer dreckigen Lache quittierte.
„Hab auch schon früh gewusst, was richtig ist!“, kicherte er und spuckte aus. Seitdem Stern’s Autoyard, wo er vormalig beschäftigt war, dichtgemacht hatte, sah man ihn viel zu häufig mit einer Kühlbox auf der Veranda dahinvegetieren. Er hatte genug vom Kautabak und zog ein Zippo aus der Hemdtasche.
„Versuchs bei den Bohrstellen. Exxon soll seit neustem den Premium-Tarif zahlen mit dem ganzen Vorsorge-Quatsch“, meinte Aiden.
-„Die Ölarbeiter, die sind mir nichts… Bin doch ein sensibles Kerlchen. Mir sind jedes Mal die Tränen gekommen, wenn ich amerikanische Wertarbeit in die Presse gefahren hab.“
„Mehr Mitleid mit Autos als Menschen, oder wie?“
-„Ach, der alte Stern war immer fair und die Stimmung war gut. Hat seine Kinder eben an die Stadt verloren und dann keinen Nachfolger gefunden. Und was die da jetzt studieren, er hat’s gar nicht verstanden. Psychologie, aber nicht für Psychodocs, sondern Wirtschaft. Dann sitzen sie irgendwann vor ihrem Mac-Book im Organic Coffee Franchise und winken während der Tel-Ko mit San Francisco für Fairtrade- Sojaschaum-Top-Ups. Das ist aus ehrlicher Arbeit geworden.“
„Solange du mir nicht nach Kalifornien ziehst!“ Neil klopfte seinem Sohn auf die Schulter.
„Dann schon eher Detroit“, warf Aiden ein. „Ist gerade der letzte Schrei.“
„Ich weiß nicht, ob du da was verwechselst.“
-„Der ganze Leerstand, verrottete Industrieruinen. Das zieht die Hipster doch magnetisch an. Für Underground-Raves und was nicht noch.“
„Wenn sie auf Drogen zum Presslufthammer tanzen“, schmückte es Dean aus.
„Ich glaub nicht, dass Junior ein Hipster ist“, war sich Neil sicher.
„Nein“, sagte der schnell und leise.
-„Nicht, dass mir das etwas ausmachen würde.“
„Wie würden wir’s andernfalls erkennen?“
„Na, ist doch klar. Pinke Haare, zerrissene Hosen, eng und Hochwasser, dazu diese gelben Sonnenbrillen, diese runden, kennt ihr den Mist?“
„Und, und“, trumpfte Dean auf, „eine Weste, so eine Jeansweste, ohne was drunter, mit Stickern drauf.“ Er klopfte sich auf die Brust, mehrfach dorthin, wo das Herz lag. „Hier, genau hier. Ne AR-15, fett und rot durchgestrichen. No fucking assault rifles!
„Ich jedenfalls hätte Schiss, wenn bei dir ne AR-15 über dem Kamin hängen würde“, entgegnete Buzz.
„Dann zieh doch nach fucking Mexiko!“, schoss Dean zurück.
Aiden warf ihm einen zweifelnden Blick zu: „War’n wohl schon ein paar Feierabendbier heute?“
-„Und wenn schon!“
„Ich mein’s ernst, Bruder!“, sagte Aiden. „Lass dich mitnehmen und fahr nicht selbst! Dein zweiter DUI-Strike bringt dich in den Knast!“ Trotz seiner Bewährung wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss, ließ Dean seinen Pick-up nicht freiwillig stehen. Und trank er mal wieder mehr als gewöhnlich, ließ das auf Zoff mit seiner neuen Freundin schließen. Niemand hätte sich gewundert, wenn der Waffenfetischist seinen Pro-NRA-Anfall mit Schüssen in die Luft untermalt hätte. Auf Instagram posierte er gern mit seiner .500 Smith&Wesson Magnum, einem wuchtigen wie unhandlichen Revolver mit verchromtem Lauf. „Der Rückstoß kann dir glatt das Handgelenk brechen, also nichts für weiche Knochen!“, pflegte er zu sagen, bevor er jemanden damit hantieren ließ, und nannte die Waffe dabei ein „rassiges Biest.“ Im Gespräch mit Aiden milderte sich seine Gemütslage wieder ab. Die beiden waren zusammen in Afghanistan und vertrauten einander. Vielleicht war Aiden der einzige, dem sich Dean anvertraute.
„Wie ist das Bier?“, fragte Buzz Junior, der nun zutraulicher trank.
Junior nickte eifrig. Eigentlich sagte er selten ein Wort, sodass flüchtige Bekannte schon die Vermutung anstellten, er sei stumm. Er tat sich im sozialen Umfeld seiner High School schwer und knüpfte kaum Kontakte. Deshalb sorgte sich Neil um ihn, konnte ihm jedoch kaum helfen. Soziale Anerkennung, Freundschaften, das alles kam bei ihm damals von selbst, ohne dass er ein Rezept dafür entwickelt hätte. Junior tat ihm leid. Er glaubte, dass er sich einsam fühlte und befürchtete, dass sie ihn in der Schule drangsalierten, demütigten oder was auch immer. Wann immer es ging nahm Neil seinen Sohn mit und verbrachte viel Zeit mit ihm, während Josephine die Prinzessin hütete. Neil nannte seine Tochter gelegentlich so, weil sie verwöhnt war. Doch um kein tieferes Zerwürfnis mit seiner Frau zu riskieren, hielt er sich damit zurück. Lilly war Josephines ein und alles, vermutlich der einzige Mensch auf Erden, der ihre Miene aufzuhellen vermochte.
„Bekomm ich ne Kippe, Buzz?“, fragte Neil.
„Klar!“ Buzz reichte ihm erst das Päckchen, dann das Zippo. Mit dem charakteristischem Klicken erglomm die Zigarette vor ihm. Dann reichte er beides an Hank weiter.
„Du, das Bier und die Zigaretten, das bleibt doch unter uns.“ Er zwinkerte Junior zu.
„Mein Gott, wann hat Amerika aufgehört, zu rauchen?“

Für einen Moment übertönten die Frösche das Knistern des Feuers. Ein Tümpel, zu klein darin zu angeln, lag unterhalb der Rasenfläche in einer sanften Vertiefung. Mittlerweile war die Nacht hereingebrochen, doch ohne eine Wolke am Himmel zeichneten sich die Konturen der beiden Hochsitze sowie der Baumreihen im Mondschein deutlich ab. Neil genoss es, den Lauten der Natur zu lauschen, wenn er allein war. Dann saß er mit ein paar kühlen Getränken am Feuer, hörte nur zu und ließ die Hirsche gewähren. Eigentlich jagte er hauptsächlich mit Junior und hoffte, dass der dadurch in der Schule etwas zu erzählen habe. Dabei schätzte er eher die Abgeschiedenheit und Ruhe dieses Ortes anstatt des satten Wildbestandes. Beides brauchte er für sich und seine Gedanken.
Allmählich war das Feuer kräftig genug, die großen Holzstücke als Ganzes zu verzehren. Aiden besorgte Nachschub vom Holzstapel und warf die Scheite in die Flammen.
Dass sich Dean die Windräder jenseits des Highways auf dem zweiten Teil von Beckstein’s Grund vorknöpfte, war zu erwarten gewesen: „...Die verschandeln die ganze Landschaft und säbeln den Falken die Köpfe ab.“
„Beckstein wird sich dadurch ne üppige Rente gesichert haben. Wenn sie mich fragen würden, wär ich der erste, der sich so ein Teil zwischen die Kohlköpfe stellen würde. Den Rest pflanz ich dann drum herum“, entgegnete Buzz.
„Irgendwann werden sie sich ins Landschaftsbild eingefügt haben. Wie Silos… und Hochspannungsmaste.“
Dean machte eine wegwerfende Handbewegung. „Wisst ihr was? Die Dinger werden doch künstlich am Laufen gehalten. Da wird Strom reingeleitet, damit die sich drehen, wenn mal wieder Flaute ist. Könnte glatt einen Generator danebenstellen und bringt ein paar Kanister mit, die Teile sind durstig! Ist nämlich Rost im Getriebe, der die Dinger erledigt!“
„Genau, Rost ist Gift!“, bestätigte Hank wie so häufig. Dabei erhoffte er sich Anerkennung von Dean, die ihm selten zu Teil wurde. Hank hatte die Chevron-Tanke seiner Eltern geerbt und galt gemeinhin nicht als der hellste. Das traf ebenfalls auf seine Söhne und seine Frau, die dicke Mildred, zu. Er litt unter einem leichten Sprachfehler und verschluckte Silben, womit ihn Dean regelmäßig aufzog.
„Da versenken sie unsere Steuergelder!“, wütete er.
„Wann hast du wohl zuletzt Steuern bezahlt?“
-„Da vernichten die unser Geld! Teuer und ineffizient. Blasen die Dollars rein, wie in die fucking Bundesgefängnisse! Lebenslang freie Logis und drei Gänge am Tag!“
„Die sollten ernsthaft mal die Bewährung canceln. Meinetwegen testweise. Dann siehst du, das ist Gastgewerbe ohne Sterne und Kundenorientierung!“ Aiden hatte Jahre im Strafvollzug gearbeitet, bevor er zu der Feuerwehr gestoßen war.
„Heute Nacht schlaf ich jedenfalls daheim!“, provozierte Dean.
-„Vorher kipp ich dir Bier in den Tank!“
„Viel Geschrei um Windkraft.“
„Aber am Ende kommt da doch Strom raus?“, glaubte Hank etwas verstanden zu haben, doch allein der Blick zu Dean verunsicherte ihn.
„Strom für die fucking Glühbirne in meiner Garage!“
„An Wind hat’s hier jedenfalls noch nie gemangelt“, schloss Neil und gab Buzz Feuer. Schon von weitem kündigte sich neuerlicher Besuch an. Motorengeräusche wurden lauter, bevor der Lichtkegel die Begrenzung aus Maispflanzen ausleuchtete. Pralle Kolben warteten auf ihre Ernte.
Mittig auf der Auffahrt kam das Quad zum Stehen und der Besitzer sprang ab, womit der Motor jäh erstarb. Lester Morris kam für gewöhnlich spät, kompensierte seine Unzuverlässigkeit jedoch durch etwaige Mitbringsel, wie auch zu diesem Anlass.
Mit einer Weintragetasche, im kitschigen wie zusammenhangslosem Saftige-Wiesen-Milchkuh-Design, kam er zu ihnen rüber und nahm die Kappe ab.
„Hab was mitgebracht, Ladies! Mit freundlichen Grüßen von Chris Dayton.“ Wein war es nicht, sondern Bourbon, den es als Gastgeschenk bei Dayton’s 60. Geburtstag gab. Eine riesige Fete, die mit einem Großeinsatz zu Ende gegangen war. Neil war selbst unter den Gästen gewesen, aber früh gegangen, während Aiden erst spät in der Nacht dazugekommen war, als die Scheune schon in Flammen aufgegangen war.
Sie fielen sich gegenseitig in die Arme, Aiden und Dean waren die ersten bei ihm. Dann setzte er sich auf den mitgebrachten Campingstuhl dazwischen und steckte die Smiley-Plastikbecher auf die nächstgelegene Whiskeyflasche. Seine Frau stand auf den Kitsch und bestellte, das gemeinsame Haus bereits Knotenpunkt hiesiger Paketdienstrouten.
Lester schloss schnell auf und trank zwei schnelle Biere, bevor er Whiskey in die Runde reichte. Auf Kosten von Chris Dayton. Letzteres bereitete Dean diebisches Vergnügen, nachdem es zwischen ihm und dem Landmaschinenvertreiber zum handfesten Zerwürfnis gekommen war.
„Bist wohl unter den Plünderern gewesen“, schmunzelte Neil, als er einen Becher entgegennahm.
Lester zuckte mit den Schultern. „Ist nur stehengeblieben, als sich alle für das Spektakel um die Scheune versammelt haben. Aus den Augen, aus dem Sinn. Und wäre doch schade drum!“
Darauf ein Cheers.
„So säuft der Dayton wenigstens nicht so viel.“
„Allen Grund dazu hat er jedenfalls.“ Lester tat geheimnisvoll. Er wusste immer von allem und war nie zu betrunken, noch etwas aufzuschnappen. „Mein Gott, war das ein Gelage! Eins muss man dem Dayton lassen, knauserig ist der nicht. Hat einen Haufen Kellner engagiert, schick eingekleidet mit Fliege und so, und die angewiesen, beim Ausschenken nicht zu geizen. Los ging’s schon direkt nach dem Büffet.“ Er adressierte Neil. „Du weißt, was ich meine?“ Der lehnte sich amüsiert zurück.
„Rutscht der eine beim Abbau des Büffets also mit seinen Lackschühchen aus, landet seitwärts auf der Kante und rollt mit dem restlichen Gulasch in den Swimmingpool!“
Gelächter macht sich breit.
„Was eine Sauerei!“
„Aber der Filter macht’s doch raus?“ Hank hatte selbst einen Pool, wenn auch einen freistehenden.
„Viellicht die Stückchen…“, kicherte Dean.
„Hättet ihr sehen sollen: Da geht so ne braune Wolke hinter dem Schwimmer auf wie Durchfall.“
„Und das holt dir kein Filter mehr raus. Den Geschmack… den Geruch nach dem Baden! Ne feine Gulasch-Note, die von Tag zu Tag ranziger wird!“
„Kenn auch Leute, die den Pool auslöffeln würden“, sagte Dean mit gehässigem Unterton. Es war klar, gegen wen sich die Stichelei richtete.
„Es geht also munter weiter“, nahm Lester die Erzählung auf. „Die Sinne langsam benebelt, die Leute vom Gag noch immer belustigt und der triefende Anzugträger mit der Poolangel an der fernen Seite vom Pool am Angeln, als es durch die Terrassentür scheppert, gefolgt von gellendem Geschrei.“ Mit einem breiten Lächeln pausierte er und zerdrückte die Dose in seiner Linken. „Wisst ihr, der Sohn hat im Sommer die High-School hinter sich gebracht und durfte ein paar Kollegen einladen, von denen einer übers Geländer steigt und am Kronleuchter schwingt. Nur reißt’s das Teil dabei aus der Verankerung und der Junge bricht sich den Arsch!“
Dean verschluckte sich, die anderen schrien.
„Aber sind da Knochen, am Arsch?“, fragte Hank unvorteilhaft.
Dean wollte das nicht unkommentiert lassen, doch durch den Hustenreiz war er verhindert.
„Ich weiß ja nicht, wie’s bei dir aussieht, aber…“
„Er meint den Steiß“, sagte Neil.
„Definitiv was ernsteres!“, insistierte Lester. „Bei dem Geschrei und der Krankenwagen war auch da. Ich bin kein Orthopäde, aber wenn’s sowas wie ne Arschwirbelsäule gibt, war’s genau das!“
„Dr. House ermittelt“, kicherte Buzz.
„Glaube, danach bin ich gegangen“, erklärte sich Neil. „Mussten ja am nächsten Tag nach Milwaukee.“
„Dayton hat jedenfalls weitergesoffen. Er hat sogar noch gesoffen, als die Feuerwehr schon unterwegs war.“
-„So einen Abend lässt der sich nicht nehmen.“
„Dabei stand sein vollgetankter Mustang mittendrin“, warf Aiden ein.
„Autsch!“
„Der Typ ist ein guter Verlierer“, sagte Buzz.
„Und ob. Ist einfach ins Bett gegangen, als wir noch am Löschen waren.“
„Allein!“, ergänzte Lester. „Camilla Dayton ist abgehauen! Hat die Vertriebschefin von Minnesota, seine direkte Vorgesetzte, aus den ehelichen Gemächern stiefeln sehen, in Begleitung.“
„Mit Chris?!“
„Nein, nein. Mit dem Star aus Dayton’s Firma. Wie heißt der noch… Jedenfalls noch auf der guten Seite der Zwanziger. Sie, ein klassischer Cougar, dazu die reinste Maske. Benutzt Tonnen von Make-up, die Zeichen der Zeit zu kaschieren. Darauf hab ich noch nie gestanden! Und Camilla Dayton hat ihr auf der Terrasse erstmal eine gelangt, aber was bringt’s? Die Chefin wird ihn mit halbgaren Entschuldigungen abgekanzelt haben. Aber Chris, der Bourbon ist mir einfach zu Kopf gestiegen‘", imitierte Lester. „Wie kann ich das nur wieder gut machen? Natürlich sehe ich in diesem Fall davon ab, Anzeige zu erstatten.‘
„An Dayton’s Stelle würd ich zumindest ihn hochkant rauswerfen.“
„Was für’n Miststück!“, raunte Dean.
Lester nickte: „Kämpft mit allen Bandagen. Da kann man sich schon vorstellen, wie die Karriere gemacht hat.“
-„Karriere hat Frauen sowieso noch nie gestanden!“
„Der Kleinen von Kanal 6 schon“, entgegnete Hank. Dean ließ ihn gewähren, äffte ihn nicht mal nach. Was er nicht schon alles gesagt hatte: Obelix und die Bleifarbe. Du und Mildred, ob das in Nebraska noch legal wäre? Dabei spielte er auf den peripheren Verwandtschaftsgrad zwischen den beiden an, konnte es sich einfach nicht verkneifen. Diesmal nickte Dean sogar, für Hank war es das größte Geschenk.
Die betreffende Investigativjournalistin von Kanal 6 hatte sich mit aufsehenerregenden Enthüllungen in der Region einen Namen gemacht, sodass ihr unlängst das eigene Format zur besten Sendezeit eingeräumt worden war. Dabei thematisierte sie etwa die Ausbeutung von Saisonarbeitern oder Hygieneskandale in der Gastronomie. Vermutlich war es eine Frage der Zeit, bis sie zu größeren Aufgaben nach Chicago oder an die Ostküste abberufen wurde.
„Kamala Harris!“, konterte Dean nach einigem Überlegen. Daraufhin ging ein Grölen durch die Runde, gefolgt von manch unflätiger Bemerkung.
„Ivanka Trump!“, hielt Aiden dagegen.
-„Zählt nicht!“
„Aber Karriere hat die auch gemacht“, erwiderte Buzz.
„Wer hätte das nicht mit Daddy’s Kohle?“
„Geht’s hier um Karriere oder Eigeninitiative?“
Dean hielt sich zurück. Die Präsidententochter hatte ihn offenbar in einen Interessenkonflikt gestürzt. Vorbehalte gegen sie hatte er, doch das Umfeld seines Idols wollte er nicht antasten.
„Dayton’s Ashleys sind schon eher dein Kaliber, was?“ Fachwissen im Bereich der Landmaschinen gehörte jedenfalls nicht zu Chris Dayton’s Einstellungskriterien für Empfangsdamen. Mindestens eine davon hatte Ashley geheißen und auch alle, die nachher kamen, ähnelten sich in beträchtlichem Maße.
„Schön dumm und blond“, fasste es Buzz zusammen, doch sein kollegiales Gekicher klang aufgesetzt und Dean verstand es als Affront, wie es auch gemeint war. Schlagfertig war er nie gewesen, eher schlug er zu, wie er es schon bei Dayton gemacht hatte. Im Streit über eine Rechnung hatte er dem Händler einen Kopfstoß verpasst und nachgetreten, als er schon am Boden lag.
Aiden bemerkte, wie es in Dean brodelte. Fieberhaft bemühte er sich, ihn auf andere Gedanken zu bringen. Erst, als Lester sich einschaltete, gelang es:
„Gerade jedenfalls hat Dayton niemanden mehr am Empfang sitzen. Mit der letzten Ashley soll er sich außergerichtlich geeinigt haben.“
„Sexuelle Belästigung“, brachte es Aiden auf den Punkt und nickte Lester unmerklich zu. Erst die Schadenfreude besänftigte Dean, obwohl er sich glücklich schätzen konnte, dass Dayton damals dank Aidens Einwirken auf eine Anzeige verzichtet hatte. Wieder einmal hatte ihm sein Veteranenstatus die Haut gerettet.
„Deshalb ist Camilla auch abgehauen, obwohl er für die Sache mit der Vertriebschefin nichts konnte. Hat das Fass nur zum Überlaufen gebracht. Wer weiß, was nicht schon mit den anderen Ashleys gelaufen ist?“

Eine leere Whiskeyflasche verformte sich über der Weißglut des Feuers. Unten am Tümpel versuchte Buzz, Holz zu spalten, doch er schlug meistens daneben. Eigentlich war noch genug Holz an den Außenwänden der Hütte gestapelt, doch er bezweckte, Dean eine Weile aus dem Weg zu gehen. Nur noch Hank, Junior und Neil saßen am Feuer, alle drei recht schweigsam. Vorsichtig fragte Neil seinen Sohn, ob er sich für den Tanzkurs entschieden habe. Doch erwartungsgemäß schüttelte der den Kopf. Den Abschlussball würde er am liebsten ausfallen lassen. Ohnehin habe er die Leute an seiner High-School satt.
Schwermütig fiel Neil daraufhin in seinen Stuhl zurück und griff abermals zu den Zigaretten. Plötzlich war ihm alle Zuversicht abhandengekommen. Ängste überkamen ihn, als sei er in einen See aus Schwärze eingetaucht.
„Mildred hab ich beim Tanzen kennengelernt“, brach Hank neuerliches Schweigen. Der Gedanke an Hank beim Tanzen verschaffte etwas Ablenkung. Doch dann erinnerte sich Neil daran, dass auch Hank einmal deutlich schmaler gewesen war. Vielleicht lag es an Mildreds Essen, der Fritteuse. Josephine dagegen war eher auf die Bio-Schiene aufgesprungen.
„Mildred ist weg. Bei ihrer Schwester in Minneapolis. Da hat sie wen online gefunden.“ Stoisch, wie immer, trug Hank die Neuigkeiten vor, doch dann bröckelte die Fassade. Sein Gesicht verzerrte sich und begann zu schluchzen. Neil war schockiert, beinahe perplex. Zeuge einer Gefühlsregung seitens Hank war er selten geworden. Unbemerkt hatte etwas seine Grundfeste unterspült. Nun war alles in Begriff einzustürzen.
Ohne den Blick für das Wesentliche kam Buzz zurück. Er war froh, dass Dean irgendwo anders war.
„Ich mach besser morgen weiter, sonst hack ich mir noch nen Fuß ab!“, kicherte er und ließ sich auf dem freien Campingstuhl nieder.
Junior kannte die Beschwichtigungsversuche seines Vaters. Ohne hinzuhören, erahnte er, was er in diesem Moment zu Hank sagte. Einen Haufen Floskeln: „Alles wird gut!“ „Es gibt genug andere Frauen!“ Dumpfe Durchhalteparolen garniert mit fundamentalen Fehlinterpretationen. „Sie kommt schon zurück.“ „Bist doch ein klasse Typ.“ Krampfhaft klammerte er sich an seine heile Welt. Doch wann hatten Sprüche je dabei geholfen, jemanden aus einer existenziellen Krise zu führen? Oder Bibelphrasen? Opium für das Volk, hatte schon Marx gesagt. Mit dem Zitat konnte man Josephine in Rage versetzen, doch eigentlich war das keine Kunst.
Seinen Vater hingegen konnte Junior gut leiden, dennoch waren sie sich fern. Manchmal wünschte er sich, dass er nur zuhörte und ihn in den Arm nahm.
Buzz reichte ihm ein Bier und er nahm es bereitwillig entgegen.
„Bist froh, wenn das Jahr vorbei ist?“
Die Antwort kannte Buzz bereits.
„Ist nicht jedermanns Zeit, die Schulzeit“, fuhr er fort. „Aber die Zeiten ändern sich, wenn du etwas veränderst. Zieh weg aus dem Loch und geh studieren. Hier bleiben die Leute immer dieselben. Du kannst Farmer werden, Verkäufer bei Dayton, Verkäufer von Versicherungen für Dayton‘s Drescher. Oder Hank macht einen richtigen Tankwart aus dir“, er schmunzelte. „15 Gallonen bitte, hier hast’n Dime, Junge. Kauf dir’n Lolli.“
Junior lachte und Buzz freute sich, ihn zum Lachen gebracht zu haben.
„Und hast du schon Pläne?“, fragte er nach einer Weile.
„Kanada vielleicht“, sagte Junior versonnen.
„Kanada also? Warum nicht Montréal, du kannst doch Französisch.“
-„Ach, naja.“
„Klar und wenn’s wo harkt… Mach dich nicht klein. Du bist doch ein kluger Typ, das hab ich immer gewusst. Studier meinetwegen Wirtschaftspsychologie, wenn du was darin siehst. Schon klar, vorhin hab ich mich darüber ausgelassen. Weil uns die Zeit entgleitet, mir, deinem Vater… Wir die Entwicklungen nicht mehr verstehen. Und vielleicht auch ganz tief drin bereuen, den Schritt nach vorne nie gegangen zu sein. Es ist immer einfacher, am Lagerfeuer über alles Fremde herzuziehen. Keine Ambitionen zu haben, an denen man scheitern kann. Nimm mich: Ich kann Autos zerlegen und wieder zusammenschrauben. Das hab ich immer gekonnt und ab dem Zeitpunkt, an dem ich es zum Beruf gemacht hab, war alles vorherbestimmt. Ich habe die erste Frau geheiratet, die mir über den Weg gelaufen ist. Keine neuen Leute kennengelernt, keine neuen Orte und überhaupt nichts mehr dazugelernt, wie es mich derzeit einholt… Jetzt fang ich aber an zu labern, was?“
-„Ich hör gern zu.“
„Man wird redselig, wenn man trinkt. Manchmal melancholisch…“
-„Oder aggressiv.“
„Ich werd schwer vom Bier und aufgekratzt vom Whiskey. Und du?“
-„Ich seh all die Unsicherheit vergehen. Aber zum Whiskey kann ich nichts sagen.“
Buzz lachte: „Bleibst ein Denker, jetzt bist du vielleicht ein bisschen angetaut. Aber die stehen drauf, die…“
-„Wer?“
„Frauen“, entgegnete Buzz tonlos, sein Blick flog umher. Wonach er suchte, musste er noch ausmachen. Vorwand Zigaretten: Er fand sie unter Neils Stuhl.
„Trainierst wohl fleißig für den neuen Marlboro-Mann?“
„Ohne Marlboros, aber Josephine würd’s gefallen.“ Allmählich hatte Neil zum Humor zurückgefunden.
Dean kam zurück.
Mit Bogen und Köchel sah er aus wie eine schlechte Robin-Hood-Karikatur: die Redneck-Variante. Bestiehlt die Armen. Erleichtert die Trailer-Park-Community um Food Stamps und Oxycontin-Lutschtabletten, die er bei laufendem Motor auf dem Armaturenbrett mit dem Griff seiner .45 ACP zerbröselt. Wohltuend für die Nasenschleimhäute und alles andere, denkt er sich mit dem eingerollten Abraham Lincoln zwischen den Fingern, vor zielloser Fahrt in die Nacht.
Er spießte ein Marshmallow auf und hielt es in die Glut. Doch auf den ersten Metern der Flugbahn erlosch der Brandpfeil. Mit dem Klappmesser trennte er einen Henkel von der Weintragetasche ab und verschwand kurz im Schatten. Erst noch triefend von Benzin, entflammte der präparierte Pfeil. Deans Arm zitterte an der gespannten Sehne, während die Hitze ihm entgegenschlug. Er zielte durch die offene Tür ins Innere der Hütte.
Hank war bereits aufgesprungen und griff instinktiv nach dem brennenden Pfeil, als Dean abrupt kehrt machte und schoss. Er traf die lackierte Zielscheibe, die Neil mit seinem Sohn gebaut hatte.
„Spinnst du?!“
Mit der versenkten Hand traf ihn Hank. Ein Mittelding zwischen Schubser und Schlag auf die Brust. Etwas ungelenk, doch darauf hatte Dean gewartet. Er tänzelte um ihn, bevor er zuschlug. Erst noch taumelnd, ging Hank zu Boden, Dean bereits über ihm, als Aiden ihn umriss.
Die ausgestreckte Hand wehrte Dean ab. Aus eigener Kraft richtete er sich auf und streifte Aiden im Vorbeigehen. Noch blitzte es in seinen Augen, als er hasserfüllt auf Hank nieder sah. Doch er fand zur Beherrschung, ehe es endgültig zu spät war. Aiden übernahm, wie er es immer getan hatte. Als stehe er selbst in der Verantwortung, ließ er nichts unversucht, die Situation zu bereinigen. Doch Neil zeigte sich dafür nicht länger empfänglich. Er hörte gar nicht hin, während er wütend auf und ab schritt.
„Heute beinahe die Bude abgefackelt und Hank die Lichter ausgeknipst. Irgendwann reicht’s!“ Den offenen Benzinkanister präsentierte er wie das entscheidende Beweisstück vor Gericht.
„Ach was, bloß ne billige Rangelei, was Hank?“, versuchte sich Dean rauszureden, doch die erhoffte Reaktion blieb auf. Mit einiger Anstrengung verhalfen sie derweil Hank auf die Beine. Im Fokus vorwurfsvoller Blicke breitete Dean die Arme aus und lachte auf.
„Und das war’n verdammter Treffer!“, blaffte er und wies auf den verkümmerten Pfeil am Bullseye. „Ein Mann weiß, wie man mit der Waffe umgeht!“, keifte er und meinte Neil. „Ich weiß doch, wie ihr über mich redet! Hab vielleicht ne harte Hand bei meinen Söhnen bewiesen, aber seht doch, was aus denen geworden ist: Air Force der eine, zersiebt dem IS da draußen den Arsch für uns. Fucking Command of Special Forces der andere, an der Frontlinie in unseren Städten! Und ihr? An einem Mann liegt es, alles daran zu setzen, sich keine verdammte Tunte heranzuziehen!“
So hatte Buzz also ausgeplaudert, wovon er ihm im Vertrauen erzählt hatte. Neil spürte eine Taubheit in sich aufsteigen. „Hat nie Interesse durchblicken lassen.“ „Kann ich mir schon vorstellen.“ Seine eigenen Wortfetzen schwirrten um ihn. Nichts weiter als vage Vermutungen. Zu alledem hatte Buzz nur verständnisvoll genickt, als sie sich über Junior unterhalten hatten. Danach hatte das Thema geruht, bis Buzz ihn verraten hatte.
Neil hatte viele Bekannte, ihm wurde nicht langweilig. Doch gegenüber wie vielen davon konnte er sich wirklich öffnen? Nicht gegenüber seiner Frau, da gab es viele heiße Eisen. Das Leben windet sich wie ein verlustreicher Pfad, dessen Ende man nur allein findet.
„Du bist besoffen Dean“, sagte er mit belegter Stimme und deutete auf das Zelt. „Bleib meinetwegen hier, lauf nach Hause, oder fahr… Fahr dich einfach tot! Morgen bist du verschwunden, dann will ich dich nicht wiedersehen!“
Unbetroffen und ohne die heftige Reaktion seines Vaters verstanden zu haben, saß Junior da wie zuvor. Neil zog ihn hoch: „Genug für heute. Komm, wir gehen rein!“ Er legte einen Arm um seine Schulter, ehe sie in der Hütte verschwanden.
Schuldbewusst riss Buzz am Nagel seines linken Daumens herum. Biss sich auf die Unterlippe.
„Ganz ehrlich, Dean, hättest du dir einfach ne Professionelle besorgt, dann wär das Finanzielle wenigstens im Voraus geklärt gewesen!“, giftete er. Natürlich hatte er das Wesentliche aufgeschnappt, als sich Aiden und Dean neben ihm unterhalten hatten. Deans Freundin war nicht mehr nur seine Freundin, sondern seine Frau, seitdem sie auf irgendeiner Sauftour geheiratet hatten. Nun hatte Deans Angetraute nach dem letzten Krach die Bude ausgeräumt, viel Geld abgehoben und dazu noch das Kreditkartenlimit gesprengt, bevor sie sich in den Süden aufgemacht hatte.
Ohne sich noch mal umzudrehen, verzog sich Buzz mit einer Flasche Whiskey in Richtung der Hochstände.
Sein Telefonat hatte Lester erst unterbrochen, als der Tumult losgebrochen war. Schulterzuckend inspizierte er die lädierte Weintragetasche.
„Noch ein Absacker, Jungs?“ Ohne eine Antwort abzuwarten, stellte er neue Smiley-Plastikbecher in die Reihe und goss ein. Aiden verschüttete die Hälfte, als er danach langte. Wortlos stapfte er davon und ließ die drei zurück.
„War doch nichts, Hank, oder?“, raunte Dean, doch Hank blieb stumm. Abwesend schwenkte er den Becher vor sich und starrte in die Glut
„Dean, der harte Kern“, sinnierte Lester. „Wie damals!“
-„Wie damals, Bruder!“

Ein neuer Tag brach an.
Sonnenschein flutete die Ebene und wusch unliebsame Erinnerungen fort. Machte Gesagtes ungeschehen und vertrieb die bösen Geister der letzten Nacht. Traumgestalten, die bloß aus ihren Löchern traten, wenn man sie heraufbeschwor. Was in den Köpfen bleibt, lässt sich alles ausradieren und im Licht beliebiger Wahrheiten ausleuchten. Entsprungen aus Taten, versprechen einzig Tatsachen Unabänderlichkeit.
Marshmallows, Büchsen und Whiskeyflaschen, alles war liegengeblieben. Dean war liegengeblieben, wie es gelegentlich vorkam. In der Hütte war er nicht mehr willkommen und das Zelt gehörte Hank. Also hatte er sich auf einem Campingstuhl niedergelassen und in den Schlaf getrunken. Immer schon hatte er am meisten gesoffen und meistens die Stimmung getragen. Seltener hatte er sie ruiniert, aber dann gründlich. War er vom Stuhl gefallen und dann zum Teich gekrochen, um sich zu übergeben? Sein verdrehtes Bein sprach dagegen. In merkwürdigem Winkel war es nach innen abgeknickt. Reichlich Blut war geflossen, aber die ursächliche Wunde von seiner Körperrückseite verdeckt.
So war er nicht gefallen.
Und inmitten von Feuerholz fehlte eine Axt.
 

orlando

Mitglied
Ich bin restlos begeistert. Professionell. Erinnert an Truman Capote. Elegant, gekonnt. Danke für die Geschichte!!!
 
[QUWas in den Köpfen bleibt, lässt sich alles ausradieren und im Licht beliebiger Wahrheiten ausleuchten. Entsprungen aus Taten, versprechen einzig Tatsachen Unabänderlichkeit.
Marshmallows, Büchsen und Whiskeyflaschen, alles war liegengeblieben. Dean war liegengeblieben...
[/QUOTE]

Richtig gut, deine Geschichte! Zuerst hatte ich den Eindruck, sie sei irgendwie "bemüht amerikanisch" und du machst irgendein Klischee auf. Ist aber nicht der Fall. Sehr bunt und gekonnt geschrieben. Am Schluss gibt es m.E. einen gedanklichen Höhenflug, den ich hier zitiert habe. Er hebt den ganzen Text nochmal zusätzlich an.
Toll!
 

Ji Rina

Mitglied
Mir hat der Text gut gefallen. Ja, sehr professionell geschrieben! Einfach bewundernswert, wenn man das kann!
Das Einzige, womit ich mich ein bisschen schwer tat, waren die sehr langen Dialoge (fast elf Seiten) jedoch nur, im Verhältnis zu den Geschehnissen in der Story. Am Anfang dachte ich an eine langsam sich steigernde Situation in der sich alle gegenseitig totschiessen. Das Ende, die letzten zehn Zeilen, hat die Geschichte für mich dann rund gemacht. Dieses Ende hatte ich nicht mehr erwartet.
Gern gelesen!
Mit Gruss, Ji
 

FumeHood

Mitglied
Tatsächlich hat mich der letzte Absatz die meiste Zeit gekostet. Vielen Dank für die nette Bewertung, Christoph :D
 

FumeHood

Mitglied
Stimmt schon, die Geschichte ist sehr dialoglastig, Ji Rina. Aber Dialoge nehmen am Lagerfeuer eben auch den Großteil der Handlung ein. Ich fand es selbst teilweise schwierig, dabei authentisch zu bleiben und habe abschließend noch einiges umgeschrieben. Schnell können Dialoge erzwungen klingen, aber letztlich bin ich froh, die Geschichte so präsentieren zu können.

Vielen Dank für die Bewertung und viele Grüße zurück
Marius
 

Ji Rina

Mitglied
Hallo FumeHood,

Dialoge nehmen am Lagerfeuer eben auch den Großteil der Handlung ein

Klar! Ich habs gern gelesen!
Gruss, Ji
 

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