Libidinisten

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anemone

Mitglied
Libidinisten (Es geht um Freiburg)

Sie suchen Freiheit hier im Land
und wählen frei, wohin sie möchten.
Gleich, wo im Namen Freiheit sei,
wäre ihr Wunsch, denn darum geht’s.

Die Frauen in den Städten sind
nun alles andere noch, als frei,
wenn gierig Männer sie nur nehmen.
Hoffnung gibt’s nicht, dass sie sich schämen.
und ablassen von ihrem Tun!
Armes Deutschland! Such neue Namen,
für Deine Städte!
Frei sind sie nicht für alle!
Opfer sind schnell neue gefunden.

Andere haben jetzt die Wunden!

anemone
 

anemone

Mitglied
Sind denn KO-Tropfen hier im Land für jeden frei zugänglich?

Kann man ihre Herstellung denn nicht verbieten?

(Libidinisten bedeutet: Wüstlinge)
anemone
 

Mondnein

Mitglied
Libidinisten (Es geht um Freiburg)
Mag sein, daß es um Freiburg geht. Aber Menschen, die eine libido haben, gibt es überall. Soviel ich weiß, haben alle Menschen eine libido. Sie gehört zu ihrer seelisch-leiblichen Konstitution. Aber nicht alle sind Freiburger, es gibt noch ein paar Städte mehr in Europa, vor allem in der Größenordnung einer kleinen Großstadt.
Sie suchen Freiheit hier im Land
und wählen frei, wohin sie möchten.
Gleich, wo im Namen Freiheit sei,
wäre ihr Wunsch, denn darum geht’s.
Gewiß, wir wählen frei, wohin wir "möchten", abgesehen vom Geburtsort, der ist Schicksal, von der Familie, ist auch Schicksal, aber von Selbstversorgung an "wählen" wir, wo wir Arbeit finden, wo wir unser Einkommen bekommen wollen, nn ja, in Absprache mit Lebenspartner, Arbeitgeber, Vermieter, im Vergleich der Lebenshaltungskosten usw.
In Freiburg wäre ich auch gern, aber da hätte ich vor dreißig Jahren keine Stelle bekommen, und heutzutage wären mir die Mieten zu hoch.
Die Frauen in den Städten sind
nun alles andere noch, als frei,
wenn [blue]gierig [/blue]Männer sie [blue]nur [/blue]nehmen.
Hoffnung gibt’s nicht, dass [blue]sie [/blue]sich schämen.
Worauf bezieht sich "gierig"? adverbiell auf die Art, wie Männer sich "Frauen nehmen"? pardon - heißt es heutzutage noch "man nimmt sich eine Frau"? -
Worauf bezieht sich "nur"? auf "nehmen", also die Männer nehmen sie nur, - was heißt das denn? Angenommen ich nehme einen Tee zu mir. Nehme ich ihn dann nur? oder schmecke ich ihn nicht auch? Muß ich ihn nicht erst zubereiten? Und injiziere ich ihn, oder besteht die Kunst nicht darin, ihn still zu schlürfen, damit der Nasenrachenraum am Aroma teilhat?
Und wie "nimmt" man eine Frau? Nimmt man sie zu sich? oder zur Ehe? oder so, wie sie sich gibt? Und kann man sie nehmen, ohne zu geben? und kann eine Frau einen Mann nehmen? Ich komme mir vor wie im 18. Jahrhundert, vor der Aufklärung, vor der "neuen Empfindsamkeit" der frühen Klassik.
Der letzte Vers der Strophe holpert fürchterbar.
Hoffnung habe ich nicht, daß Du Dich schämst.

So, ich muß jetzt arbeiten gehn, kann mich nicht endlos um schlechtgebaute Verse in wirrer Sprache kümmern.
Muß ablassen von meinem Tun. Tschüß.

und ablassen von ihrem Tun!
Armes Deutschland! Such neue Namen,
für Deine Städte!
Frei sind sie nicht für alle!
Opfer sind schnell neue gefunden.

Andere haben jetzt die Wunden!

anemone
Ist das die Wunde oder die andere, die die Wunden jetzt hat?
 

Ciconia

Mitglied
Dass dieses Gedicht nicht gut ist, steht außer Frage, aber dennoch ist klar erkennbar, was Anemone ausdrücken möchte.

Tatsachen werden nicht durch verquaste Erklärungsumdeutungen aus der Welt geschafft, mondnein. Die zahlreichen Bedeutungen von „nehmen“ sollten bekannt sein – fast alle gehen laut Duden in die Richtung

- [ergreifen und] an sich, in seinen Besitz bringen
- sich (einer Person oder Sache) bedienen

Warum also dieser alberne Kommentar? Niemand zwingt Dich, Dich um
schlechtgebaute Verse in wirrer Sprache
zu kümmern.

Gruß Ciconia
 

Mondnein

Mitglied
verquaste Erklärungsumdeutungen
Du wirst unverschämt, Ciconia.

Oder bist Du einfach nur unfähig, zwischen Wortanalysen und Umdeutungen zu unterscheiden? Glaube ich eigentlich nicht, es ist wohl eher die Unverschämtheit, emotionsgeleitete Parteilichkeit, und mit Sprachanalyse hat Deine Verteidigung dieses "Gedichts" nichts zu tun.
 

Ciconia

Mitglied
Deine Verteidigung dieses "Gedichts"
Wenn Du meinen Beitrag noch einmal ganz genau liest, mondnein, wirst Du feststellen, dass ich nichts verteidigt
Dass dieses Gedicht nicht gut ist, steht außer Frage
sondern die polemische Art und Weise Deines Kommentars kritisiert habe, der darüber hinaus noch mit Unwichtigkeiten aus Deinem Leben dekoriert wurde, die hier niemanden interessieren.

Und damit beende ich die Diskussion mit Dir und nehme gerne hin, dass Du mich für unverschämt und unfähig hältst.

Ciconia
 

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