Lila Pflanzen Planet

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Ava L. Ries

Mitglied
Für G und wie alles begann

Lass uns ein Raumschiff bauen,
aus den Materialien, die wir zur Verfügung haben.
Lass uns eine Maschine erschaffen
und alle Werkzeuge dafür zusammenraffen.

Solange wir bald dort ankommen,
ist mir das Transportmittel egal.
Solange du bei mir bist
ist mir alles andere egal.

Ich sehe uns,
dich und mich.
Wie wir durchs All reisen,
im ewigen Sternenlicht.
Ich sehe es vor mir,
du und ich.
Wie wir hier stehen,
im endlosen Nichts.

Wir sehen uns um,
genug Wasser, um zu überleben,
genug Land, um uns Nahrung zu geben.
Ich schaue mich um,
kein einziger Baum in Sicht,
keine Pflanze, alles eher verlassen und schlicht.

Zum Glück haben wir vorgesorgt,
haben genug Pflanzensamen an Bord.
Zum Glück hast du daran gedacht,
hast auch noch Dünger mitgebracht.

Aber das geht mir nicht schnell genug,
will es jetzt schon sehen,
jetzt sofort.
Will sehen, wie sich die Blätter lila färben,
wie Pflanzen hier violett statt sattgrün werden,
jetzt gleich.

"Schließe deine Augen, mein Engel",
flüsterst du mir ins Ohr
und holst die mühsam umsorgten Topfpflanzenstängel
aus dem Schiff hervor.

"Mach sie wieder auf",
flüsterst du mir zu.
Schnell öffne ich meine Augen,
komme gar nicht mehr aus dem Staunen.

Mein Gesicht trägt ein breites Grinsen,
voller Freude.
Dein Gesicht ziert ein wunderschönes Lächeln,
voller Liebe.

Wir haben es geschafft,
kannst du das glauben?
Wir sind endlich hier,
kannst du es glauben?

Sind auf dem Lila-Pflanzen-Planeten angekommen
und ich sehe das ultraviolette Licht durch tränende Augen verschwommen.
Wir sind endlich dort, wo wir hingehören.
Haben die Reise heil überstanden und unser Glück hier neu gefunden.

"Danke für alles."​
 
Zuletzt bearbeitet:

Michael Kempa

Mitglied
"Danke für alles." Hu?
Wem wird gedankt und wofür?
Zusammen raffen... Hach, was ist gemeint? 1. Zusammen raffen? (Im Sinne gemeinsamer Tätigkeit)
Oder 2.: Zusammenraffen? (Im Sinne von Sammeln)
...ewigenSternenlicht... Na ja, ein Leerzeichen halt.
Ich bin sehr für Experimente im Bereich SF. Hier umgeistern mich viele aufdringliche Fragezeichen. ??? Hä? What?
Wo ist das Gedicht her? Es wirkt auf mich wie ein Songtext, aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt. Kann das sein?
Mir persönlich bleiben zuviele ???? übrig.
Im Sinne von Dumbledore: Für den Mut fünf Sterne!
 

Ava L. Ries

Mitglied
"Danke für alles." Hu?
Wem wird gedankt und wofür?
Zusammen raffen... Hach, was ist gemeint? 1. Zusammen raffen? (Im Sinne gemeinsamer Tätigkeit)
Oder 2.: Zusammenraffen? (Im Sinne von Sammeln)
...ewigenSternenlicht... Na ja, ein Leerzeichen halt.
Ich bin sehr für Experimente im Bereich SF. Hier umgeistern mich viele aufdringliche Fragezeichen. ??? Hä? What?
Wo ist das Gedicht her? Es wirkt auf mich wie ein Songtext, aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt. Kann das sein?
Mir persönlich bleiben zuviele ???? übrig.
Im Sinne von Dumbledore: Für den Mut fünf Sterne!
Ähm, ich bin von diesem Kommentar ehrlich gesagt ein bisschen verwirrt.. Haben Sie/du (?) mir nicht geraten, den Text auch in SF zu teilen? Ich wäre selbst nicht auf die Idee gekommen, weil es für mich kein SF ist, sondern ein Gedicht eben..
Aber ich versuche mal, ein paar der Fragen aufzuklären:
1. Gedankt wird der Du-Person. Beim Lesen sollte hoffentlich klar geworden sein, dass es eine Ich-Person und eine Du-Person gibt. Die Ich-Person hat von der Du-Person von diesem besonderen Planeten erfahren und wollte dann unbedingt dorthin. Deshalb das Danke, weil es ja geklappt hat.
2. Danke fürs Hinweisen auf die 2 Tipp/Rechtschreibfehler, die hab ich übersehen!
3. Ich finde es ehrlich gesagt beleidigend, dass hier davon ausgegangen wird, dass ich einen anderen Text nur übersetzt habe. Das wäre doch eine Verletzung des Urheberrechts und damit strafbar, wenn ich mich nicht täusche. Abgesehen davon würde ich so etwas auch aus anderen Gründen niemals machen. Ich habe dieses Gedicht vor 6 Jahren oder so begonnen und in den letzten Wochen verfeinert, um es hier veröffentlichen zu können. Also wenn es auch ein englisches Lied gibt, dass von diesem Planeten handelt, auf dem die Pflanzen lila und nicht grün sind, weiß ich davon nichts. Die Inspiration zu diesem Gedicht kam damals von einer Person, die mir sehr nahe steht. Ich habe es zu 100% selbst verfasst und dass etwas anderes behauptet wird, kränkt mich.
 

jon

Mitglied
1. SF ist keine Form, sondern ein durch den Inhalt bestimmtes Genre. Insofern hat Michael recht mit der Zuordnung, die er ja auch an keiner Stelle seines Kommentares in Frage gestellt hat.
2. Niemand geht davon aus, dass du das Urheberrecht verletzt hast. Aber das Ganze klingt wirklich so, als sei etwas wörtlich übersetzt und dabei in der ursprünglichen Form belassen worden. Denn mal ehrlich: Das ist kein Gedicht, das ist in Verse zerhackte lyrische Prosa. Oder eigentlich „lyrische“ Prosa, denn eigentlich es nur unelegante, zum Teil grobe Prosasprache.
3. Es gibt drei Sach-Probleme: Land allein reicht nicht für Ackerbau, der Boden muss auch fruchtbar sein. Warum sollten grüne Pflanzen lila werden? Ultraviolettes Licht kann man nicht sehen.


Ich verstehe übrigens auch nicht, wofür hier gedankt wird. Deine Erklärung spiegelt sich im Text nicht wider.

Tipp: Mach einen Prosa-Text daraus, erzähle die Geschichte dafür neu. Oder mach ein Gedicht über den Moment der Ankunft, statt die ganze Geschichte in ein paar holprige Verse zu pressen.
 

wirena

Mitglied
Denn mal ehrlich: Das ist kein Gedicht, das ist in Verse zerhackte lyrische Prosa. Oder eigentlich „lyrische“ Prosa, denn eigentlich es nur unelegante, zum Teil grobe Prosasprache.
Ich verstehe übrigens auch nicht, wofür hier gedankt wird. Deine Erklärung spiegelt sich im Text nicht wider.
@ion: Oooops! da habe ich ein ganz anderes Erleben beim Lesen inkl. sehen der Darstellung/Grafik, der von Ava L. Ries geposteten Zeilen: Für mein Empfinden ist es ein Gedicht. Ein romantisches Gedicht, ein Liebesgedicht für G. Und gedankt wird der Liebsten (siehe Titel: für G) für alles. Für ihr "da sein". Dafür, dass es sie gibt -

Deine recht grobe Kritik, Dein Zerriss des Werkes von Ava L.Ries, lieber jon, kann ich mit bestem Willen nicht nachvollziehen - LG wirena
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Ich lese es eher als eine Art Bewusstseinsstrom.
Es hat durchaus lyrische Züge, bricht aber einen wesentlichen: Innere Selbstähnlichkeit im Stil, wo Stilbrüche immer motiviert sein müssen. Das ist der Unterschied zum Beispiel von Prosalyrik zum vorliegenden Gedicht. Es fehlt die Spannung, die vom Klang hervorgerufen wird.
Ich sage das aber von meinem Klanggefühl aus, Klang ist regional sehr unterschiedlich.
Im Lyrikbereich haben wir keine eigene Science-Fiction-Rubrik. Deshalb gibt es bei der Leselupe eine (ausnahmsweise aber langjährige) Tradition, es in Science Fiction im Prosa-Bereich zu veröffentlichen, wenn diese Zugehörigkeit betont werden soll, sonst im jeweiligen Lyrikbereich.

Wie eine Übersetzung sieht es deshalb aus, weil Linearübersetzungen oft ähnlich sind. Sie zeigen den gemeinten Wortlaut extrem genau, haben aber keine lyrische Struktur.

Da es kein wirkliches Kriterium gibt (im Übergangsbereich), spielt das aber hier kaum eine Rolle.

PS: Und wie wir im Beitrag von Wirena sehen, ist es nicht so eindeutig, für sie ist es ganz eindeutig ein Gedicht.

Ein kleiner Fehler ist mir aufgefallen, sofern das keine Absicht ist:


Ich sehe es vor mir,
du und ich.
Die einfachste Reparatur ist Doppelpunkt statt Komma, falls "du und ich" als Bild gemeint ist.

Vergleiche:

Ich sehe uns vor mir,
dich und mich.

Auch hier gilt: Nicht gleich ändern, sondern überdenken.
 

Michael Kempa

Mitglied
Hallo Ava,
ich will Dich weder beleidigen, noch kränken. Sollte es so angekommen sein, entschuldige ich mich herzlich.
Ich habe eine persönliche Meinung zu deinem Gedicht und bin der Ansicht, dass die Leselupe ein geeigneter Ort zur respektvollen Diskussion eines Werkes sein kann. Ich selbst habe diverse Songtexte übersetzt und in meine persönliche Lyrik verwandelt. Darin sehe ich nichts verwerfliches, manchmal gebe ich auch an, woher ich inspiriert wurde. Rückmeldungen zu einem eigenen Werk können manchmal schmerzhaft sein (geht mir selbst so), doch darin steckt die Chance zu wachsen.
Ich habe Dein Gedicht gerne gelesen, finde die Rubrik SF passend und freue mich auf weitere Beiträge.
Gruß
Michael
 

jon

Mitglied
@ion: Oooops! da habe ich ein ganz anderes Erleben beim Lesen inkl. sehen der Darstellung/Grafik, der von Ava L. Ries geposteten Zeilen: Für mein Empfinden ist es ein Gedicht. Ein romantisches Gedicht, ein Liebesgedicht für G. Und gedankt wird der Liebsten (siehe Titel: für G) für alles. Für ihr "da sein". Dafür, dass es sie gibt -

Deine recht grobe Kritik, Dein Zerriss des Werkes von Ava L.Ries, lieber jon, kann ich mit bestem Willen nicht nachvollziehen - LG wirena
@wirena: Ooops! Ich kann doch nichts dafür, dass du denkst, das pure Zerhacken von Text in Verse würde schon ein Gedicht aus dem Text machen. Dass du was anderes unter Romantik verstehst als ich, sei dir unbenommen. Dass du siehst, wofür da gedankt wird, kann ich mir allerdings nicht mit unterschiedlichem Geschmack erklären.
Aber ja: Ich reagiere eher grob, wenn jemand sich nicht einfach nur überschätzt, sondern andere dafür auch noch anzickt.
 

jon

Mitglied
Nachtrag: Wenn der Dank am Ende "für alles" gilt, ist der Text davor austauschbar, dann ist die erzählte Geschichte belanglos. Genausogut könnte in diesem Fall dort der tolle Sex stehen, das Beistehen in schlimmen Situationen, das Lebenswertmachen des drögen Alltags … oder alles zusammen. Das wäre dann richtig, richtig schwach. Und so schwach ist Avas Text dann doch nicht.
 

wirena

Mitglied
@jon – besten Dank für deine Zuschrift; für den Denkanstoss. Werde mich mal mit dem Begriff Romantik befassen – bin laufend am neu Lernen und Erfahren von Altbekanntem. Bin gespannt, was ich da wieder alles finde und erfahre

Gerne hätte ich ein Gedicht von dir gelesen. Leider kann ich keines finden. Denke, das würde mir helfen dein Erleben, deine Welt zu verstehen – doch, ich muss ja nicht alles verstehen. Das allumfassende, reiche Leben ist wie es ist, bunt und farbenfroh – LG wirena
 

jon

Mitglied
Gerne hätte ich ein Gedicht von dir gelesen. Leider kann ich keines finden. Denke, das würde mir helfen dein Erleben, deine Welt zu verstehen – doch, ich muss ja nicht alles verstehen. Das allumfassende, reiche Leben ist wie es ist, bunt und farbenfroh – LG wirena
1: Warum sollten meine Gedichte in diesem Zusammenhang hier von Belang sein? Ich kann ja auch einigermaßen kompetent über den Geschmack von Eiern reden, ohne selbst welche legen zu müssen.
2: Wenn du keines findest, dann hast du nicht so intensiv gesucht, wie dein angeblicher Drang, eines zu lesen, nahelegen würde. (Und nein, ich suche nicht für dich die Links zusammen.)
 

wirena

Mitglied
@jon: ich habe in Leselupe mit erweiterter Suche gesucht und etwas Ungereimtes im Jahr 2014, mit dem Titel "Rat" gefunden - jedoch nicht öffnen können - damit hat sich mein Bemühen erledigt - nach wie vor würde es mich schon interessieren, was du unter einem Gedicht verstehst - und zwar wie du eines schreibst - aber wenn du kein aktuelles hier in der Leselupe veröffentlichen möchtest, ist es wie es ist, und für mich erledigt - LG wirena
 

jon

Mitglied
Du gibst aber schnell auf. Vor allem bei etwas, was dich angeblich so brennend interessiert. Und natürlich werde ich mir jetzt nicht wegen deiner Unfähigkeit ein Gedicht aus den Fingern saugen.
 

wirena

Mitglied
@jon: hab ich von brennendem Interesse geschrieben? nein jon - soo wichtig ist das nicht - da habe ich sicher Wichtigeres und Interessanteres zu klären. Und ganz offen geschrieben jon - dein Kommunikationsstil gefällt mir nicht - und interssiert mich auch nicht weiter - versinke da im Wortlosen Sein und wünsche dir alles Gute - LG wirena
 



 
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