Lucys Entlassung

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Eine Stadt in Illinois, Oktober 2019

Lucy nahm das Gewehr aus dem Schrank. „Ist es nicht zu groß?", dachte sie, während sie es sachte anhob und auf ein imaginäres Ziel richtete. Evan würde wissen, was sie vorhatte, bevor sie nur einen Schuss würde abfeuern können. Oh, wie sie ihn hasste! Waren genug Kugeln im Lauf? Sie schaute nach. Das Magazin war voll. Sie würde alle abfeuern... Eins, zwei, drei... Alle sechs... Zwei Kugeln für all die Schläge, denen sie nicht ausweichen konnte. Zwei für die gebrochene Nase vor einem halben Jahr. Zwei dafür, dass er sie regelmäßig einschloss und dafür sorgte, dass sie niemanden benachrichtigen konnte. Bestimmt hatte er nicht damit gerechnet, dass sie das Gewehr finden würde. Und nicht damit, dass sie es benutzen würde. Peng... Peng.. Peng... Peng... Peng... Peng...
Erschrocken fuhr sie auf. Es war derselbe Traum. Immer wieder durchlebte sie das Geschehen von damals, als sie ihren Ehemann erschoss. Während der ganzen Jahre im Gefängnis war der Traum regelmäßig wiedergekehrt, jede Woche. Es hatte sich nichts geändert, als Lucy erfuhr, dass sie in diesem Jahr noch entlassen werden sollte, am 30. Oktober, drei Monate früher als vorgesehen. Lucy wusste nicht warum. Vielleicht brauchten sie im Gefängnis Platz.
Lucy sank zurück auf das Kissen. Egal, ob der Traum wiederkehrte - ab morgen war sie frei. Und Evan war tot, so tot, wie man nur sein konnte.

Am nächsten Tag wurde sie von ihrem Bruder David abgeholt.
„Danke, dass ich bei euch wohnen darf", brachte Lucy heraus.
„Bedank dich bei Helen. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich dir eine eigene Wohnung besorgt. Helen meinte, das sei zu schwer für dich."
Daraufhin sagte Lucy nichts mehr.
Helen, 20 Jahre jünger als ihr Mann, war hochschwanger. Sie nahm Lucy in den Arm und küsste sie. „Herzlich willkommen, Liebes."
Als Lucy nichts erwiderte, lächelte sie. „David war nicht begeistert von meiner Idee. Aber ich habe zu ihm gesagt, dass du deine Strafe abgesessen hast und er dir vergeben soll. Bis du auf eigenen Füßen stehen kannst, hast du bei uns ein Zuhause."
„Und ihr demnächst einen kostenlosen Babysitter", schoss es Lucy durch den Kopf.
„Du musst nichts sagen", fuhr Helen fort. „Ich kann mir denken, wie schwer das alles für dich ist. Komm mit, ich zeige dir dein Zimmer."

Peng... Peng... Peng...Peng... Peng... Peng...
In der ersten Nacht in Davids und Helens Wohnung kehrte der Traum wieder. Lucy wachte auf, glaubte, das Knallen der Kugeln zu hören und hielt sich die Ohren zu. Würde sie nie ihren Frieden finden? Hatte sie nicht gebüßt, zählten die vielen Jahre im Gefängnis nichts? Sie hatte jahrelang nicht geweint. In dieser Nacht ließ sie ihren Tränen freien Lauf.
Am nächsten Tag erschien sie nervös und mit roten Augen am Frühstückstisch. David war bereits zur Arbeit aufgebrochen. Helen sah sie an und erschrak. „Geht es dir gut?"
Lucy schüttelte den Kopf. „David hat recht. Ich werde mir eine eigene Wohnung suchen. Ich bin eine Zumutung für euch."
„Blödsinn!" Helen schenkte ihr Kaffee ein und wartete ab, bis Lucy einen Schluck getrunken hatte. „Du bleibst erstmal hier", sagte sie und zögerte kurz, ehe sie wieder sprach. „Würde es dir etwas ausmachen, heute Abend alleine zu bleiben? David und ich sind auf eine Halloween-Party eingeladen und haben vor Wochen fest zugesagt. Vielleicht ist es das letzte Mal vor der Geburt, dass ich in aller Ruhe ausgehen kann. Aber wenn es dir lieber ist, bleibe ich hier."
Lucys Lebensgeister erwachten. „Kommt nicht in Frage!", protestierte sie und brachte ein Lächeln zustande. „Ihr verderbt euch nicht wegen mir den Abend. Es macht mir nichts aus, allein zu sein."
„Du kannst natürlich auch ausgehen, wenn du magst. Ich gebe dir den Haustürschlüssel", bot Helen an und sah Lucy erstaunt an, als diese bei dem Wort „Haustürschlüssel" zusammenzuckte. Evan hatte ihr ihn damals weggenommen und dieser Geste mit ein paar Schlägen Nachdruck verliehen.
„Nein, ich bleibe lieber hier."
„Wie du möchtest". Helen schob ihr den Brötchenkorb hin. „Greif erstmal zu", forderte sie ihre Schwägerin mit einem Lächeln auf. Scheu lächelte Lucy zurück.

Am Abend schaute sie Helen, die sich als Hexe verkleidete, beim Kostümieren und Schminken zu.
„Du siehst toll aus!"
„Danke, Liebes."
„Als was verkleidet David sich?" Lucy hatte ihren Bruder nur flüchtig gesehen, als er von der Arbeit kam. Seitdem war er in seinem Schlafzimmer verschwunden.
„Als mein schwarzer Rabe. Er braucht nur einen Umhang und das reicht. Warum er so lange braucht, um sich umzuziehen, ist mir ein Rätsel."
Lucy lachte, obwohl sie sicher war, dass David sich wegen ihrer Anwesenheit nicht blicken ließ.
„Und was macht du heute Abend?", fragte Helen.
„Fernsehen schauen. Es kommen ein paar Gruselfilme, einer mit Bette Davis. Ich liebe Bette Davis."
„Ja, sie ist toll. Viel Spaß!"
Eine halbe Stunde später verließen David und Helen die Wohnung. Endlich alleine! Aufatmend setzte Lucy sich vor den Fernseher.
Der Film „Sweet Sweet Charlotte" hatte gerade begonnen, als es an der Tür klingelte. Lucy überlegte, ob sie öffnen sollte. Das waren sicher Kinder, die „Süßes oder Saures" wollten. „Belohnst du mich, verschon ich dich... " Solche Sprüche hatten David und sie als Kinder an Halloween an der Haustür aufgesagt. Aber Lucy hatte keine Süßigkeiten und sie wusste nicht, wo Helen welche aufbewahrte. Sie entschloss sich, so zu tun, als sei niemand da, löschte das Licht und stellte den Fernseher so leise, dass sie kaum noch etwas verstand. Es klingelte noch einmal, dann hörte sie ein Kind rufen: „Es macht keiner auf! Weitergehen, Leute!"
Erleichtert ließ sie sich in den Sessel sinken. Ihr war nicht wirklich nach diesem Brauch zumute gewesen.
Sie blickte auf den Fernseher. Wie ärgerlich, das Bild fing an zu flackern! Ausgerechnet, wo es endlich richtig gruselig wurde. Lucy stand auf, um das Licht einzuschalten.
„Setz dich hin", sagte eine Stimme von der Couch her. Lucy erstarrte. Wie hatte es jemand geschafft, hier unbemerkt herein zu kommen? Kurz nach dieser Überlegung überfiel sie mit voller Wucht eine andere: Die Stimme klang wie die Evans!
Peng... Peng... Peng... Peng... Peng... Peng
Lucy hielt sich die Ohren zu. Von der Couch kam ein hämisches Lachen. „Man kann seine schlechten Taten nicht vergessen, nicht wahr, Lucy? Du kennst dich aus."
Die Gestalt war nur schemenhaft zu erkennen. Sie schien leicht über der Couch zu schweben. Das Gesicht ähnelte einer Fratze, und trotzdem war es eindeutig Evans Gesicht. Lucy starrte in die Richtung.
„Ja. .. Peng... Peng... Halt dir nur die Ohren zu, als ob das was bringen würde. Was glaubst du, wie oft ich das noch höre?". Wieder folgte ein hämisches Lachen. Lucy zitterten die Knie.
„Was willst du hier, Evan?" fragte sie mit heiserer Stimme. „Geh ins Licht!" Das sagte man doch zu Geistern, die ihren Frieden nicht fanden und ruhelos auf Erden wandelten?
„Ich werde ins Licht gehen, liebste Lucy. Aber heute ist Samhain. Du weißt, was das bedeutet?"
Lucy nickte. An Samhain mischte sich die Welt der Lebenden mit der der Toten. Sie hatte das nie geglaubt.
„Willst du mich nicht um Verzeihung bitten, liebste Lucy? Weil du mich ermordet hast?"
„Nein!" schrie sie. „Du hast mich jahrelang gequält, du hast mich geschlagen, mich eingesperrt, du hast mir das Leben zur Hölle gemacht, du... "
„Lucy!" Die Stimme hatte einen begütigenden Ton angenommen. „Das alles gab dir nicht das Recht, mich umzubringen."
Lucy schluchzte. „Ich habe gebüßt. Ich war jahrelang im Gefängnis."
„Du hast bei den Menschen gebüßt, aber nicht bei den Geistern", sagte die Stimme in einem merkwürdigen Singsang. „Du kannst es wieder gut machen, liebste Lucy. Du kannst mit mir gehen. Dann wird dir von den Geistern vergeben."
„Du verdammtes Arschloch!" Lucy griff nach dem nächstbesten Gegenstand - in diesem Fall ein großer hölzerner Kerzenständer vom Wohnzimmertisch - und stürzte auf die Gestalt auf der Couch zu, die ihr höhnisch lachend auswich. „Was soll das, Lucy? Willst du mich nochmal ermorden? Weißt du nicht, dass du einem Geist nichts tun kannst?"
Lucy spürte einen eiskalten Hauch. Dann wurde es schwarz um sie.

„Wirst du morgen mit ihr reden? Du kannst ihr nicht ewig aus dem Weg gehen." Helen schloss die Haustür auf.
„Ich weiß es noch nicht." David zog seine Jacke aus und hängte sie an die Garderobe. Aus dem Wohnzimmer war leise der Fernseher zu hören.
„Sie wird eingeschlafen sein", vermutete Helen.

Zwei Stunden später saßen David und Helen sich fassungslos gegenüber. Der Notarzt hatte nur noch Lucys Tod feststellen können. Was passiert war, konnte er nicht sagen. „Herzversagen", tippte er. Die von ihm herbeigerufene Polizei hatte kein Fremdverschulden feststellen können.
„Ich wollte, ich hätte mich mit ihr ausgesprochen", sagte David. „Ich konnte ihr nicht verzeihen. Und jetzt ist es zu spät."
Helen stand auf, um ihren Mann in die Arme zu nehmen. Dabei fiel ihr ein weißer Zettel auf dem Boden auf. „Was ist das?" Stirnrunzelnd faltete sie den Zettel auseinander.
Ein einziges Wort war zu lesen, quer über die Seite geschrieben: Peng!
 
Hallo Under_construction,

danke für deine Bewertung und den Kommentar darunter! :) Stimmt, die Gänsehaut kommt ein wenig zu kurz. In der nächsten Horrorgeschichte werde ich mal versuchen, mich mehr darauf zu konzentrieren.

LG SilberneDelfine
 
Eine schön geschriebene Geschichte, bei der man mit Lucy mitfiebert und hofft, es nimmt ein gutes Ende.
Jetzt hat sie so ein schlimmes Schicksal und dann das.
Zwei Sachen würde ich bemängeln.
Warum distanziert sich ihr Bruder? Das erschließt sich mir nicht und müsste meines Erachtens besser herausgearbeitet werden, vielleicht durch eine Szene aus Sicht des Bruders.

Das zweite ist die Darstellung Lucys. Ist sie wirklich so ein Opfer oder auch schuldig? Wenn sie nur Opfer ist, finde ich es sehr gemein das sie doppelt bestraft wird und man versteht den Bruder nicht in seiner Ablehnung. Vielleicht sollte Lucy ambivalenter dargestellt werden.

Das Ende mit dem Geist fand ich jetzt nicht unheimlich. Das würde ich noch mal überdenken und gegebenenfalls neu schreiben. Eigentlich alles ab dem Moment wo sie allein ist oder nach den Kindern vor der Tür.
Mir fehlt bei der Auflösung Die besondere Idee. Geist von erschossenem gewalttätigen Ehemann und Herztod erscheint ein wenig simpel.

Ich hoffe meine Anmerkungen sind hilfreich.
 
Hallo Michael Schmidt,

danke für deinen Kommentar und die Beschäftigung mit meiner Geschichte.

Mir fehlt bei der Auflösung Die besondere Idee. Geist von erschossenem gewalttätigen Ehemann und Herztod erscheint ein wenig simpel.
Eines vorweg: Hierbei handelt es sich um eine Halloween-Geschichte. Diese sollen gruselig sein (okay, das hätte mir zwar besser gelingen können) und müssen keine richtige Auflösung haben, was jetzt wirklich Todesursache war und warum. Es ist eine Horrorgeschichte, kein Krimi. Deswegen werde ich das Ende auch nicht umschreiben. Davon abgesehen, ist "Herzversagen" eigentlich immer Todesursache, sozusagen also auch hier eher eine Verlegenheitsdiagnose, da auch der Arzt nicht weiß, an was Lucy wirklich gestorben ist (aus meiner Sicht sollte es auch gar nicht erklärt werden).

Warum distanziert sich ihr Bruder? Das erschließt sich mir nicht und müsste meines Erachtens besser herausgearbeitet werden, vielleicht durch eine Szene aus Sicht des Bruders.
Die Geschichte ist aus Lucys Sicht angelegt, also personale Erzählperspektive, bis zum letzten Absatz nach Lucys Tod. Eine Szene aus Sicht des Bruders hätte vorher nicht gepasst, ich finde das hier auch nicht wichtig. Der Fokus liegt auf Halloween und auf dem, was zu diesem Zeitpunkt passiert.

Dass in den letzten beiden Absätzen dann doch ein Perspektivenwechsel stattfindet, gefällt mir selbst nicht richtig. Jedoch wollte ich den Leser wissen lassen, dass Lucy tot gefunden wird.

Wenn sie nur Opfer ist, finde ich es sehr gemein das sie doppelt bestraft wird und man versteht den Bruder nicht in seiner Ablehnung. Vielleicht sollte Lucy ambivalenter dargestellt werden.
Ich dachte eigentlich, es wäre klar, dass sie Evan wirklich erschossen hat - also schuldig an seinem Tod ist. Egal, was er ihr vorher angetan hat. Darüber kann man natürlich geteilter Meinung sein...also, ob es da nicht mildernde Umstände hätte geben können.

Zu der Ambivalenz wieder: Halloween-Geschichte... Keine psychologische Studie :)... Eigentlich wollte ich der Geschichte noch ein Halloween - Zeichen mitgeben, nur wurde das leider im Titel nicht übernommen.
Ich sehe gerade, hier im Text wurde es auch nicht übernommenen, schade.

. Wenn sie nur Opfer ist, finde ich es sehr gemein das sie doppelt bestraft wird
Hier musste ich erfreut schmunzeln, dass es genau so angekommen ist wie beabsichtigt. Ich bin gerne gemein in meinen Geschichten...

Schöne Grüße
SilberneDelfine
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum distanziert sich ihr Bruder?

Hallo Michael Schmidt,

deine eigentliche Frage hatte ich heute morgen glatt übersehen. Ich dachte aber auch, das ergibt sich aus der Geschichte: Nicht jeder ist damit einverstanden, einen Mörder in der Familie zu haben. Lucys Bruder kann ihr nicht verzeihen, dass sie ihren Ehemann umgebracht hat.

Schöne Grüße
SilberneDelfine
 
Hallo Michael Schmidt,

deine eigentliche Frage hatte ich heute morgen glatt übersehen. Ich dachte aber auch, das ergibt sich aus der Geschichte: Nicht jeder ist damit einverstanden, einen Mörder in der Familie zu haben. Lucys Bruder kann ihr nicht verzeihen, dass sie ihren Ehemann umgebracht hat.

Schöne Grüße
SilberneDelfine
Das ist mir schon klar. Es wurde in der Geschichte meines Erachtens aber nicht gut an den Leser kommuniziert.
Du musst auch an der Geschichte nichts verändern. Wenn sie dich zufrieden stellt ist ja alles in Ordnung.
 
Hallo Michael,

wurde in der Geschichte meines Erachtens aber nicht gut an den Leser kommuniziert.
Es wird dem Leser hier mitgeteilt:

Helen, 20 Jahre jünger als ihr Mann, war hochschwanger. Sie nahm Lucy in den Arm und küsste sie. „Herzlich willkommen, Liebes."
Als Lucy nichts erwiderte, lächelte sie. „David war nicht begeistert von meiner Idee. Aber ich habe zu ihm gesagt, dass du deine Strafe abgesessen hast und er dir vergeben soll
Aus dem letzten Satz ist eigentlich gut zu ersehen, dass der Bruder Lucy das Verbrechen nicht vergeben hat.

Wenn ich zu ausschweifend erkläre, beschweren sich außerdem manche Leser, sie wollten nicht alles erklärt haben, was sie sich selber denken können. :)

Früher habe ich das mit den Erklärungen gemacht. Mittlerweile bin ich davon abgekommen.

.
Du musst auch an der Geschichte nichts verändern.
Es geht ja nicht nur darum. Auch wenn ich anderer Meinung bin als ein Kritiker, finde ich es immer interessant, andere Sichtweisen zu lesen und darüber zu diskutieren.

Womit du absolut recht hast, ist der zu wenig ausgearbeitete Gruselfaktor. Daran werde ich noch tüfteln müssen.

LG SilberneDelfine
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Michael,


Es wird dem Leser hier mitgeteilt:


Aus dem letzten Satz ist eigentlich gut zu ersehen, dass der Bruder Lucy das Verbrechen nicht vergeben hat.

Wenn ich zu ausschweifend erkläre, beschweren sich außerdem manche Leser, sie wollten nicht alles erklärt haben, was sie sich selber denken können. :)

Früher habe ich das mit den Erklärungen gemacht. Mittlerweile bin ich davon abgekommen.
Es geht ja nicht ums Erklären. Das muss erzählt werden, damit man den Bruder und seine Meinung zu Fassen bekommt.
 
Hallo SilberneDelfine,

ich hatte Deine Geschichte am Anfang, als Du sie eingestellt hattest, gelesen. Und nun mit etwas Abstand noch einmal. Beim ersten Mal ist mir offenbar nicht aufgegangen, wie Lucy zu Tode kommen konnte. Heute habe ich mir etwas gedacht.

"Weißt du nicht, dass du einem Geist nichts antun kannst?" Darauf folgte jetzt bei mir der Gedanke: Der Geist aber sehr wohl dir, liebe Lucy.
Denn dann folgt ja: Lucy spürte einen eiskalten Hauch. Dann wurde es schwarz um sie.
Die Deutung lautet also: Der Geist lässt ihr Blut gefrieren, was unweigerlich zum Herzstillstand führen muss.
Aber, ja, der Gruselfaktor ist noch ausbaufähig.

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 

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