mehr oder weniger ankommen

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Perry

Mitglied
mehr oder weniger ankommen

gehe ich am strand entlang hebe ich alles auf was mir
vor die füße kommt muscheln manchmal schneckenhäuser
das rauschen in den spitzgedrehten mag ich am liebsten

nie mehr die schiffe auslaufen sehen wenn ich am morgen
die jalousien hochziehe nie mehr die postkarte anschauen
mit der liebesbotschaft von dir aus dem hohen norden

nach dem frühstück schwimme ich zu dir lasse mich vom
golfstrom mitnehmen beim anlanden bin ich vermutlich tot
aber das macht nichts du bist eine die auch alles aufhebt
 

Tula

Mitglied
Moin Manfred

Auch hier: ein feines Stück :)

Die spitz-gedrehten mag ich ebenso. Und bei auslaufenden Schiffen treibe ich sofort los ...

LG
Tula
 

Mara Krovecs

Mitglied
Hello Perry,


ein tiefes Gedicht mal wieder; das maritime Thema, die Liebe, Melancholie und die letzte Zeile, die mich als Leserin mitstranden lässt, in der Hoffnung, dass das Lyri mit der weichen Todesliebessehnsucht behutsam aufgehoben werden wird .... habe ich sehr gerne gelesen ...
L.G Mara
 

Perry

Mitglied
Hallo Tula,
wenn einen einmal die Sehnsucht nach dem Meer erfasst hat, wird man sie ein Leben lang nicht mehr los.
LG
Manfred

Hallo Mara,
ja Liebessehnsucht scheut auch den Tod nicht. Danke fürs wertschätzende Lesen und LG
Manfred
 

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