Ava L. Ries
Mitglied
Ich sehe dich hier vor mir deine Kreise ziehen, deine Bahnen. Du bewegst dich im Takt deiner ganz eigenen Musik, wärmst dich gerade erst auf und verzauberst mich dennoch. Wie du gleitest und kreist und es so leicht aussehen lässt, als wäre der rutschige Untergrund zu deinen Füßen dein Zuhause und nicht der sichere Boden hier unter mir. Hier, unter mir, befindet sich kein Eis, nur zusammengepresstes Plastik oder doch Kunststoff? Wie genau bezeichnet man so einen Boden und ist das gerade wirklich wichtig?
Nein, ist es nicht. Denn meine Augen können ihren Blick sowieso nicht von dir lassen, sehen nur dich an. Immer nur dich.
Deine Füße setzen sich einen vor den anderen und langsam wirst du schneller, das sehe ich nur leicht, aber du musst es bereits merken. Du nimmst Fahrt auf und ich frage mich, wofür. Wofür brauchst du diesen Schwung, wofür diese Eleganz, wofür genau bist du geschaffen worden?
Und plötzlich hebst du ab. Du fliegst nicht mehr sprichwörtlich, du tust es wirklich. Deine glitzernden Schuhe schweben in der Luft von einem zum anderen Punkt und ich erschrecke mich. Was ist, wenn dir etwas passiert? Was, wenn du nicht mehr auf dem Boden landen, sondern nur schrecklich krachend mit deinem Kopf aufkommen wirst? Was, wenn du es nicht schaffst? Wieso bist du so leichtsinnig, wieso tust du dir, nein… Wieso tust du mir das an?
Doch dann wandert mein Blick deine langen Beine hoch zu deinem flachen Bauch und dem starken Brustkorb, der sich ruhig hebt und senkt und schließlich lande ich bei deinem Gesicht, deinem wunderschönen Gesicht. Es sieht ruhig aus, gelassen, als wäre das hier genau das, was du willst und brauchst und meine Sorgen ganz unbegründet, denn deine Lippen ziert ein Lächeln. Du lächelst weit und breit, hast deine Augen zwar geschlossen, aber ich bin mir sicher, dass sie genauso hell leuchten wie du gerade. Genau wie du strahlst. Genau so und ich bin plötzlich erleichtert. Ich weiß nun, dass du es schaffen wirst. Ich weiß jetzt, dass du sicher landen wirst, dass dein Schädel nicht hart auf dem Eis aufschlagen wird, weil du Idiot keinen Helm mehr trägst, auch nicht beim Training. Vielleicht kann ich dir das noch abtrainieren, ich werde es versuchen. Immerwährend werde ich es versuchen, weil du mir viel zu viel bedeutest dafür, dich einfach loszulassen, gehen und fliegen zu lassen. Ich sehe, dass du fliegen willst und es kannst und dich dabei so sicher fühlst, aber ich bleibe weiterhin unsicher. Ich werde für immer Angst haben, solange du das hier machst, solange du läufst. Solange du fliegst.
„Hey, siehst du, ich hab’s geschafft!“, rufst du auf einmal und wieder schrecke ich hoch. Ich sehe dich mit großen Augen an und du stehst stolz strahlend vor mir, verbeugst dich immer wieder übertrieben, willst mein Lob für dein Kunststück und ich? Ich habe es verpasst. Ich habe verpasst, wie du gelandet bist, weiß bis heute nicht, wie es aussieht, wenn du wieder zurückkommst, zurück zu mir auf den Boden. Ich sehe dich immer nur abheben, aber niemals zurückkehren. Ich bin zu sehr mit meinen Gedanken und Sorgen beschäftigt, male mir immer die schlimmsten Szenarien aus, dabei willst du doch nur fliegen. Du willst immer nur fliegen.
„Das war wundervoll!“, rufe ich dir dennoch zu und verberge meine Ängste.
Dir zuliebe.
Mir zuliebe.
Unserer Freundschaft zuliebe.
Meiner Liebe zuliebe.
Nein, ist es nicht. Denn meine Augen können ihren Blick sowieso nicht von dir lassen, sehen nur dich an. Immer nur dich.
Deine Füße setzen sich einen vor den anderen und langsam wirst du schneller, das sehe ich nur leicht, aber du musst es bereits merken. Du nimmst Fahrt auf und ich frage mich, wofür. Wofür brauchst du diesen Schwung, wofür diese Eleganz, wofür genau bist du geschaffen worden?
Und plötzlich hebst du ab. Du fliegst nicht mehr sprichwörtlich, du tust es wirklich. Deine glitzernden Schuhe schweben in der Luft von einem zum anderen Punkt und ich erschrecke mich. Was ist, wenn dir etwas passiert? Was, wenn du nicht mehr auf dem Boden landen, sondern nur schrecklich krachend mit deinem Kopf aufkommen wirst? Was, wenn du es nicht schaffst? Wieso bist du so leichtsinnig, wieso tust du dir, nein… Wieso tust du mir das an?
Doch dann wandert mein Blick deine langen Beine hoch zu deinem flachen Bauch und dem starken Brustkorb, der sich ruhig hebt und senkt und schließlich lande ich bei deinem Gesicht, deinem wunderschönen Gesicht. Es sieht ruhig aus, gelassen, als wäre das hier genau das, was du willst und brauchst und meine Sorgen ganz unbegründet, denn deine Lippen ziert ein Lächeln. Du lächelst weit und breit, hast deine Augen zwar geschlossen, aber ich bin mir sicher, dass sie genauso hell leuchten wie du gerade. Genau wie du strahlst. Genau so und ich bin plötzlich erleichtert. Ich weiß nun, dass du es schaffen wirst. Ich weiß jetzt, dass du sicher landen wirst, dass dein Schädel nicht hart auf dem Eis aufschlagen wird, weil du Idiot keinen Helm mehr trägst, auch nicht beim Training. Vielleicht kann ich dir das noch abtrainieren, ich werde es versuchen. Immerwährend werde ich es versuchen, weil du mir viel zu viel bedeutest dafür, dich einfach loszulassen, gehen und fliegen zu lassen. Ich sehe, dass du fliegen willst und es kannst und dich dabei so sicher fühlst, aber ich bleibe weiterhin unsicher. Ich werde für immer Angst haben, solange du das hier machst, solange du läufst. Solange du fliegst.
„Hey, siehst du, ich hab’s geschafft!“, rufst du auf einmal und wieder schrecke ich hoch. Ich sehe dich mit großen Augen an und du stehst stolz strahlend vor mir, verbeugst dich immer wieder übertrieben, willst mein Lob für dein Kunststück und ich? Ich habe es verpasst. Ich habe verpasst, wie du gelandet bist, weiß bis heute nicht, wie es aussieht, wenn du wieder zurückkommst, zurück zu mir auf den Boden. Ich sehe dich immer nur abheben, aber niemals zurückkehren. Ich bin zu sehr mit meinen Gedanken und Sorgen beschäftigt, male mir immer die schlimmsten Szenarien aus, dabei willst du doch nur fliegen. Du willst immer nur fliegen.
„Das war wundervoll!“, rufe ich dir dennoch zu und verberge meine Ängste.
Dir zuliebe.
Mir zuliebe.
Unserer Freundschaft zuliebe.
Meiner Liebe zuliebe.