Melatonin

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Marcus Soike

Mitglied
Tagesanbruch, Aufbruch!

Mit dem Einbruch

Des Sonnenuntergangs.

Ich sitze am Küchentisch

Wärme mir eine Konserve auf:

Vögelgezwitscher und Sonnenlightshow

Ich koche mir ein Eigelb weich:

Mein Platz an der glibbrigen, fauligen Sonne…

Lichtmangel

Löst den Schlafmangel ab

Dämmerschlaf wandelt

Dem Dämmerlicht entgegen

Hoffnungsschummer: Die Küchendeckenfunzel

Fruchtfliegen, frei wie Fruchtfliegen, fliegen…

Dies ist ihr Platz an der tranigen Sonne

Die Morgenluft schmeckt wie Spülirest im Eimer

In Schnee gereiftes Laub taut

Zu Fäulnis und Schimmel

Jeder Schritt ist schneeweißes Zähneknirschen

Die Wolkendecke zieht mir die Decke übern Kopf
 

Tula

Mitglied
Hallo Marcus
Soweit gefällt es mir. Aber eine Frage: wie/warum springt das Gedicht vom Sonnenuntergang zur Morgenluft?

Gut, fehlende Schlafhormone. Aber dann bräuchte es einen sichtbaren Bruch bzw. die Trennung des Gedichts in zwei Teile. Oder verstehe ich Inhalt und Titel falsch?

LG
Tula
 

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