Mietfrei in deinem Kopf

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Pennywise77

Mitglied
Du dachtest wahrscheinlich, daß ich viel zu lieb sei,
so pack ich die Chance am struppigen Schopf.
Ich ziehe ganz heimlich und sicherlich mietfrei
in deine hochheiligen Hallen im Kopf.

Die schwarze Tapete an knöchernen Wänden
deckt sich nicht im Ansatz mit meinem Geschmack.
Ich halte in meinen entschlossenen Händen
den randvollen Eimer mit blutrotem Lack.

Ich streiche und werke, so ganz ohne Schranken
und färbe dein Inneres in meinem Ton.
Veranker mich langsam in deinen Gedanken,
dein Herz zu zerbrechen, das reicht mir als Lohn.

Doch eines, das macht es erst richtig behaglich,
ein Foto mit höhnischem Grinsen von mir.
Ich hänge es auf, bin zufrieden und mag mich,
dann schließ ich ganz leise von innen die Tür
 

Pennywise77

Mitglied
Danke sehr, Mondnein...

das wurde in aufrichtiger Wut geschrieben. Es zu lesen ist immer noch eine Genugtuung für mich. :cool:

Gruß

Pennywise
 

Pennywise77

Mitglied
Danke sehr.
Auch für die beiden empfohlenen Beiträge von mir. Bei diesem hier freut es mich besonders, weil es einen persönlichen Hintergrund hat. Dieses Gedicht hat eigentlich die Geschichte, dass der Spieß hier umgedreht wird. Dass Täter auf einmal Opfer ist und mit seinen eigenen Waffen geschlagen wird. Ich glaube an den Satz "Wer zuletzt lacht...".
Vielen Dank fürs Lesen und die Resonanz.

Einen schönen Abend

Pennywise
 



 
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