morgenlied weiß

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Mimi

Mitglied
geh nicht
denn
der morgen schmerzt
du willst mich weiß
mal sagst du keusch
und willst mich weiß
ohne den schimmer der erfahrung
auf meinen lippen
geh nicht
denn
das zimmer wird hell
am fenster zum hof
ein strauß margeriten
ich pflückte sie aus deinen händen
rau vom patriarchat der berührungen
mal sagst du perlmutt
oder wie eine umhüllte perle
und willst mich schneebedeckt
nur ein hauch von jasmin
das rot der frühe
verblasst in seinem ton
zu kettenkränzen aus zartem coral
du nimmst sie mit dir
die farben der frühe
legst sie auf deine lider
mal sagst du keusch
und willst mich weiß
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöschtes Mitglied 22614

Gast
Hallo Mimi,


Verstehen tu ich es nicht, aber es klingt gut ;)

Irgendwie nach einem LD, dass das LI
anders haben will als es ist. Unschuldig? Wirklich Keusch!?
Und gar nicht kennen will "mal sagst du perlmutt / oder wie eine umhüllte perle /
und willst mich schneebedeckt ...

Eine bedeutungslose Affaire für LD / Vielleicht sogar ein ONS? Beziehungslosigkeit? Nein, zu diese Lesart passt das "keusch" so überhaupt nicht. Dieses keusch gibt mir die größten Rätsel auf?

Vom LI selbst erfahren wir eigentlich nichts, außer das es dieses weißsagenden LD (trotzdem) nicht gehen lassen will. Ist es also das, was ihm das LD spiegelt?

Aber vielleicht ist es auch nur ein (personifizierter) Traum und gar kein Liebhaber?

Liege ich daneben? :)

Also was du mit "mal sagst du keusch" ausdrücken wolltest, interessierte mich schon sehr, auch wenn man an sich von der Autorin keine Erklärungen verlangen soll. ;)


LG
atira
 
G

Gelöschtes Mitglied 22298

Gast
das rot der frühe

ob diese anleihe gut ist?

außerdem kann ich das eperimentelle deines gedichts nicht erkennen


gruß
gun.
 

Mimi

Mitglied
Hallo atira,
Du triffts es schon richtig... es ist eine Art Reflexion.
Es ist noch gar nicht so lange her, als solche patriarchalischen Gesellschaftsbilder auch hier zu Lande Gestus der Zeit waren... man findet sie immer noch... auch ( und vermehrt ) in vielen anderen Kulturkreisen.

Das Wort "keusch" hat hier nicht nur ausschließlich einen sexualisierten Blickwinkel und ich glaube darin ist auch erkennbar, dass das LI überhaupt nicht den Anspruch an sich selbst hat, dem Idealbild einer "unberührten" Frau zu entsprechen...

Ob das LD trotzdem bleibt...??
Oder anders gefragt : Bleibt das LI...??

Danke für Deine Anregungen zu meinem Gedicht.

Grüße
Mimi
 
G

Gelöschtes Mitglied 21589

Gast
Liebe Mimi,

dein Gedicht gefällt mir gut, da es für mich eine starke immersive Kraft hat und zudem noch einige Verse hervorstechen wie z.B.

ein strauß margeriten
ich pflückte sie aus deinen händen
rau vom patriarchat der berührungen
Mit der "Anleihe" meint Gunnar wohl den vermeintlichen Bezug auf Celans Gedicht Todesfuge, wo von einer schwarzen Milch der Frühe die Rede ist. Dies ist meiner Ansicht nach an den Haaren herbeigezogen, weil ein in Teilen ähnlich aufgebauter Vers noch lange kein indirektes Zitat aus einem anderen Werk sein muss. Ein solches Zitat ergibt hier doch überhaupt keinen Sinn, weil es sich hier um ein ganz anderes Thema handelt und dein Gedicht in keinem erkennbaren intertextuellen Verhältnis mit der Todesfuge steht.

Nun, wie dem auch sei: Ich habe dein Gedicht gern gelesen.

Liebe Grüße
Frodomir
 

Mimi

Mitglied
Vielen Dank, Frodomir, für Deinen lieben Kommentar.
... und natürlich habe ich bei meinem Gedicht nicht im Entferntesten an Celans Todesfuge gedacht... ich weiß überhaupt nicht wie Gunnar da inhaltlich irgendeine "Anleihe" rauslesen kann...

Dir, lieber Frodomir, wünsche ich noch ein sonniges Wochenende.

Mimi
 
G

Gelöschtes Mitglied 22298

Gast
ich bin es langsam leid, dass nicht richtig gelesen wird

die anleihe ist eine sprachanleihe, keine inhaltsanleihe
folglich kann auch nicht 'zitiert' worden sein, wie es mir bösartig dieser frodomir unterstellt

immer das selbe in dieser lupe
semialphabetismus im lesen
dumm- und frechheit im behauptungsgehabe

allen weihnachtsmännern frohe ostern!


gun.
 
G

Gelöschtes Mitglied 21589

Gast
Du machst dich lächerlich, Gunnar. "Ahhh, da hat jemand ein Argument, das meines entkräftet - das darf aber doch nicht sein, also gehe ich direkt mal auf die Persönlichkeit des Anderen los, vielleicht rettet das ja mein Ego" Nein Gunnar, das rettet nichts, sondern lässt dich erbärmlich erscheinen und jeder kann es sehen.

Aber los, versuchs doch mal mit Sachlichkeit, falls du so etwas kannst. Warum sollte Mimi in ihrem Gedicht eine "Sprachanleihe" aus Celans Todesfuge einbauen und wie ließe sich diese intertextuell erklären?
 

Mimi

Mitglied
ich bin es langsam leid, dass nicht richtig gelesen wird

die anleihe ist eine sprachanleihe, keine inhaltsanleihe
folglich kann auch nicht 'zitiert' worden sein, wie es mir bösartig dieser frodomir unterstellt

immer das selbe in dieser lupe
semialphabetismus im lesen
dumm- und frechheit im behauptungsgehabe

allen weihnachtsmännern frohe ostern!
Der schnoddrige Ton Deiner Kommentare ist eines Literaturforums absolut unwürdig.

Bevor Du mit Begriffen wie Semianalphabetismus um Dich wirfst... schreibe doch einfach bereits im ersten Kommentar, was Du unter anleihe meinst oder verstehst.

Und jetzt mal Butter bei die Fische, Gunnar:

Was hat mein "das rot der frühe" in Deiner angesprochenen "sprachanleihe" mit Celans Todesfuge gemeinsam???

Gruß
Mimi
 
G

Gelöschtes Mitglied 22298

Gast
hallo mimi

ich bin leider kurz angebunden
werde aber noch einmal thematisch antworten

gruß
gun.
 

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