Nach dem Ersten

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo Outymier,

ich möchte die Probleme einmal aufzeigen.

Warum ist die Überschrift in Großschreibung? Das ergibt hier keinen Sinn und sieht nach Marktschreierei aus.

Sprechereien ergebnislos
Ungeschehen ein Ineinanderdringen
Zwischendurch verloren das Vorhaben
Keine verwertbaren Informationen
Zwischendurch aufgeleuchtete
kurze Momente
"Sprechereien" liest sich komisch. Warum nicht einfach "Sprechen" oder "Gespräche"?

Doch die Fremdheit
bislang überwiegt
Hier fängst du wieder mit deiner gestelzten Sprache an.

Besser:
Doch bislang
überwiegt die Fremdheit

Oder:
Doch die Fremdheit
überwiegt

Hier dampfendes Tees Einladung
bekömmlich`Trunkes Erwecken
zu deiner/meiner Nähe Mitte
sollt er der Mittler sein
Gleichsamer Auftakt eines Beginnes
Jetzt bist du voll in deinem Metier. Die ersten drei Verse gehen gar nicht. Das ist unfreiwillig komisch und das hast du bestimmt nicht beabsichtigt.

Seltsame Fluktuation von Nah/Fern
Die Geschichte ist
noch nicht im Aufnahmemodus
Diese Strophe ist richtig gut und endet mit einer klasse Metapher. Jetzt musst du nur noch den Rest des Gedichtes sprachlich anpassen.

Insgesamt sind deine Gedichte aber keine experimentelle Lyrik und sind besser unter "Ungereimtes" aufgehoben.

Liebe Grüße
Manfred

Liebe Grüße
Manfred
 

Outymier

Mitglied
da besteht, wie ichs jetzt lese, Handlungsbedarf, vor allem bei der Strophe mit dem Tee. Ist scheinbar so, dass man auf gewisse Aspekt wahrhaft "draufgestossen" werden muss, sie selber nicht sieht. Ich brauche Kritik bzgl. Weiterentwicklung, glaube ich. Experimentell sind die Gedichte auch nicht.
Dank für die Hilfestellung.
mfG
 

revilo

Mitglied
Gespreche ergebnislos
Ungeschehenes Ineinanderdringen
Verlorenes Vorhaben
Unverwertbare Information

Zwischendurch aufgeleuchtete
kurze Momente
Erschienener Auftakt
eines Beginnes

Doch die Fremdheit
bislang überwiegt

Seltsame Fluktuation von Nah/Fern
Die Geschichte ist
noch nicht im Aufnahmemodus
...viel zu abgehackt und teilweise sehr gekünstelt aufgeleuchtete Momente, erschienener Auftakt......das wirkt schon fast (unfreiwillig) komisch......schrieb einfacher, schreib klarer, nicht so bemüht.......
ich hab auch nicht die leiseste Ahnung, worum es hier geht......und bitte keine Neologismen.......LG Oliver.....
 

Mimi

Mitglied
Ich frage mich, wo steckt in diesem Text die experimentelle Komponente???
...ich erkenne keine...
 

Mondnein

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo, Outymier!

macht nichts, revilos Anmerkungen treffen auch auf den überarbeiteten Text zu.

Gespräche=
Vergangenheit
Vorhabensverwertbarlosigkeit
-ungeschehenes Ineinanderdringen-
substantivische Reihung, die alte Leier abstrakter Nichtaussagen. War in den Fünfzigern modern. unsere Deutschlehrer quälten uns damit in den Sechzigern. reizlos, und langweilig.
Das Kompositum der dritten Zeile ist kühn, das gefällt mir, weils so verboten ist. Es ist aber sowas von abstrakt, daß es wegen Sauerstoffmangels im Gehirn zum Gähnen reizt, es ist so gesehen ziemlich gesund.
und die letzte Zeile schläfert den, der bereit war, es zu lesen, ohne Euphoriebelohnung ein.

Aufgeleuchtet:
Momente!
Beginnen:
verloren?
substantivische Reihung ... ... ...
s.o.: ziemlich gesund.

Seltsame Fluktuation von Nah/Fern
Die Geschichte ist
noch nicht im Aufnahmemodus
sehr gesund.

grusz, hansz
 
G

Gelöschtes Mitglied 22298

Gast
neologismen zu verbieten ist wohl ein übler scherz
gerade in der lyrik, die in besonderer weise mit dem "material" sprache arbeitet, sind begriffsänderungen/neudeutungen/erfindungen nicht selten von allerhöchstem wert
vorsicht ist allerdings geboten - hier war der autor wohl zu übermütig und sorglos

gruß
gun.
 

revilo

Mitglied
Ich verbiete hier gar nichts.....

die Überarbeitung hat nicht viel gebracht.......du musst ein Gedicht auch nicht umarbeiten, weil wir hier nur Anregungen geben.........und hier hast du es komplett, ja fast schon zwanghaft verändert......das tut einem Gedicht nicht gut, weil es dann nicht mehr deins ist............LG Oliver
 

Outymier

Mitglied
habe den Text , wie ich es sehe, ins falsche Forum gestellt, deswegen als ich ihn reinstellte auf experimenteller Lyrik war, passend wäre "ungereimtes" gewesen.
Werde die "Rohfassung" bearbeiten und mal schauen, ob sich daraus noch "was machen lässt". Die ganzen Überarbeitungen: inspirierend (hat mich schon immer fasziniert, welche noch Möglichkeiten Texte in sich beinhalten) bin aber ehrlich gesagt mit keiner Variante bislang zufrieden (wohl der Grund der vielen Überarbeitungen).
mfG
 


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