Nachtfeuer

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(wenn alles still ist, geschieht am meisten)
"kierkegaard"


i.
szene; hoch
entzündliche kontinente aus

luft
schieben sich über den süden nadirs & nada
über den bläulichen

kerzenbewuchs
hin.

ii.
ein blauer pfennig
ein vulkansee
zwischen die geschwungenen lippen
des berges

geklemmt entflammt
und
verdunstet ehe er bitter wird
unter der zunge aus luft.

iii.
die tief im zeigen
verwurzelten
hände.
iv.
die origami organe
der stille
entfalten das brennbare stroh
ihrer haut

ähnlich
dem schatten - -
ohne maß
für das fremde.
 
Zuletzt bearbeitet:

revilo

Mitglied
(wenn alles still ist, geschieht am meisten)
"kierkegaard"


i.
szene; hoch
entzündliche kontinente aus

luft
schieben sich über den süden nadirs & nada
über den bläulichen

kerzenbewuchs
hin.

ii.
ein blauer pfennig
ein vulkansee
zwischen die geschwungenen lippen
des berges

geklemmt entflammt
und
verdunstet ehe er bitter wird
unter der zunge aus luft.

iii.
die tief im zeigen
verwurzelten
hände.
iv.
die origami organe
der stille
entfalten das brennbare stroh
ihrer haut

ähnlich
dem schatten - -
ohne maß
für das fremde.
Hallo, dieser Text lässt mich ein wenig ratlos zurück. Was wir nicht gefällt, ist die Formatierung. Sie wirkt gekünstelt. Teile des Textes gefallen mir sehr gut; insbesondere die 2. Strophe. Dies ziemlich magisch. Strophe 3 ist wirklich klasse. Ich musste Sie allerdings mehrmals lesen, was sicherlich beabsichtigt ist. Was „origami organe“ sind, erschließt sich mir nicht. Aber darauf geschissen. Mir gefällt das Teil! Schön 1. Advent wünscht Oliver
 

Tula

Mitglied
Hallo Patrick
Sprachlich auf jeden Fall Top. Ich lese es als neo-expressionistische Romantik, verdichtete Landschaftsbilder.

Dass die Stille Origami-Organe hat, finde ich super. In S2, die auch mir am besten gefällt, könnte man den See 'verbittern' lassen, statt 'bitter wird'.

LG
Tula
 

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