Natur. Geschichten. - Englisches Sonnet

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Walther

Mitglied
Natur. Geschichten.

Der Himmel schleift sich schwer und dunkelgrau
Vom Berg ins ebne Land und will da bleiben.
War er dort vorhat, weiß man nicht genau.
Man kann es nur erkennen und beschreiben.

Ein alter Mann fährt einen großen Bogen.
Das E-Rad macht ihn schnell. Kann er es steuern?
Er hat sich selbst ganz gern was vorgelogen,
Drum wird er das bestimmt und laut beteuern.

Am Fenster steht das Leben und wird alt
Und älter. Blitzschlag fällt den ersten Baum.
Natur ist nichts als Schönheit und Gewalt,
Und das Dazwischen sieht man meistens kaum.

Die Narbe reißt, und es ergießt sich Wasser;
Das Leben sitzt. Es wird Romanverfasser.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöschtes Mitglied 15780

Gast
esrdas, lieber Walther,
in Zeile 8 wäre zu korrigieren.

Natur ist nichts als Schönheit und Gewalt,
Und das Dazwischen sieht man meistens kaum.
ja.
Natur: Das Bezaubernde und das Erhabene (Kant, Kritik der Urteilskraft). Dazwischen verbirgt sich das kluge Bescheidene, das Unscheinbare.

Oder vielleicht eher das Komische - "Das Leben sitzt."?

grusz, hansz
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Samoth

Mitglied
Natur. Geschichten.

Der Himmel schleift sich schwer und dunkelgrau
Vom Berg ins ebne Land und will da bleiben.
Was er dort vorhat, weiß man nicht genau.
Man kann es nur erkennen und beschreiben.
Es ist ein Ahnen und beschreiben.

Ein alter Mann fährt einen großen Bogen.
Das E-Rad macht ihn schnell. Kann er es steuern?
Er Herr hat sich selbst ganz gern was vorgelogen,
Drum wird er das bestimmt und laut beteuern.

Am Fenster steht das Leben und wird alt
Und älter. Blitzschlag fällt den ersten Baum.
Natur ist nichts als Schönheit und Gewalt,
Und das Dazwischen sieht man meistens sehen sie kaum.

Die Narbe reißt, und es ergießt sich Wasser;
Das Leben sitzt. Es wird Romanverfasser.
 

Walther

Mitglied
esrdas, lieber Walther,
in Zeile 8 wäre zu korrigieren.



ja.
Natur: Das Bezaubernde und das Erhabene (Kant, Kritik der Urteilskraft). Dazwischen verbirgt sich das kluge Bescheidene, das Unscheinbare.

Oder vielleicht eher das Komische - "Das Leben sitzt."?

grusz, hansz
Lb Hansz,
danke für den hinweis auf den schreibfehler. ist bereits ausgebessert.
ist gerade gedichteschreiben nicht immer auch kluge collage? natürlich! metapern, also bilder, sind eine der essenzen. gerade weil das allgemeine das besondere an den drückt, müssen wir nach dem, was in den zwischenräumen, im halbschatten des grausigen, an kleinem und kleinstem glück und wunder verborgen ist. und: kann man das schreckliche, das unendlich dumme, ohne (schwarzen) humor ertragen. die komik sitzt meist ganz nah bei uns, meist sogar af dem schoß.
lg W.
Der Himmel schleift sich schwer und dunkelgrau
Vom Berg ins ebne Land und will da bleiben.
Was er dort vorhat, weiß man nicht genau.
Man kann es nur erkennen und beschreiben.
Es ist ein Ahnen und beschreiben.

Ein alter Mann fährt einen großen Bogen.
Das E-Rad macht ihn schnell. Kann er es steuern?
Er Herr hat sich selbst ganz gern was vorgelogen,
Drum wird er das bestimmt und laut beteuern.

Am Fenster steht das Leben und wird alt
Und älter. Blitzschlag fällt den ersten Baum.
Natur ist nichts als Schönheit und Gewalt,
Und das Dazwischen sieht man meistens sehen sie kaum.

Die Narbe reißt, und es ergießt sich Wasser;
Das Leben sitzt. Es wird Romanverfasser.
Hi Samoth,
danke fürs lesen und deine vorschläge. bitte deklamiere sie einmal. du wirst hören und spüren, dass das metrum, die rhythmik durch sie gestört werden. daher kann ich sie leider so nicht verwenden, werde ab ihnen inhalt abwägen.
lg W.

der dichter dankt @Mondnein , @Tula , @Samoth und @Scal für die freundlichen leseempfehlungen!
 



 
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