naturschauspiel

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am himmel rasen sturmgefetzt wirre fantasien
streifen hinterrücks sonnenbeleuchtete schatten
von farbstufen triefen bewegte gemälde
entfalten sich vor grauweißgrauen januarkulissen
und nehmen regiefrei ihren vorläufigen verlauf

krähen treiben mit tauben wilde windspiele
nach unbekannten tanzmelodien
schwanken kiefern und fichten
dazwischen bietet der funkmast störungsfrei
meldungen aus der medienmetropole

wage in meiner verglasten loge nicht zu applaudieren
untertänigst verharrt mein aufwärtsblick
ducke mich mit fachwerkhäusern
ins nest im waldgesäumten hochtal
und hoffe weiter unentdeckt zu bleiben
 

anbas

Mitglied
Hallo Karl,

wieder mal ein Text von Dir, den ich gerne gelesen habe!

Dem Vers 1 stehe ich allerdings etwas zwiespältig gegenüber. Da ich mich noch zu keiner abschließenden Meinung durchringen konnte, lege ich meine Gedanken dar, ohne konkrete Vorschläge zu unterbreiten ;):

Vers 1 ist mir einerseits zu mächtig. Es sind (zu) viele Adjektive, die mich fast erschlagen. Andererseits sind Naturschauspiele oft sehr mächtig, was durch die Vielzahl der Adjektive dann auch deutlich rüber kommt.

Wie gesagt, derzeit bin ich noch unentschieden, ob es nur viele oder für mich zu viele Adjektive sind.

Liebe Grüße

Andreas
 
Lieber Andreas,
ja, ich habe mich durch das Schauspiel zu vielen Adjektiven verleiten lassen. Ich schau mal, welche ich einsparen kann.
Danke Dir.
Herzliche Grüße
Karl
 

anbas

Mitglied
Wie gesagt - das war keine Aufforderung, etwas zu ändern. Vielleicht sehen es andere Lupianer anders...
Liebe Grüße
Andreas
 
wirr rasen am himmel alte fantasien
streifen hinterrücks schatten
von farbstufen triefen gemälde
entfalten sich grauweißgrau in januarkulissen
nehmen regielos ihren verlauf

krähen treiben mit tauben wilde windspiele
nach unbekannten tanzmelodien
schwanken kiefern und fichten
dazwischen bietet der funkmast störungsfrei
meldungen aus der medienmetropole

wage in meiner verglasten loge nicht zu applaudieren
untertänigst verharrt mein aufwärtsblick
ducke mich mit fachwerkhäusern
ins nest im waldgesäumten hochtal
und hoffe weiter unentdeckt zu bleiben
 
Hallo Andreas,
das habe ich auch nicht so verstanden. Aber für Lyrik gilt schließlich das "Gesetz", möglichst wenig Adjektive zu benutzen.
Daher noch einmal meinen Dank.
Herzliche Grüße
Karl
 

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