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Nebenwirkung

3,70 Stern(e) 3 Bewertungen

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
All meine Wünsche werden wahr,
kaum ausgesprochen, werden sie wahr,
kaum gedacht, werden sie wahr,
sie erfüllen sich einfach.

Nur damit aufhören funktioniert nicht.
Ich habe aufhören wollen,
schon lange wollte ich nichts mehr in Erfüllung gehen lassen,
doch das klappte nicht.

"So ein Mist!" rief ich, als ich zu spät kam.
Der Raum wurde zu Mist.

Ich hatte alle Wünsche, die bei anderen nie je in Erfüllung gehen.

Meine Wünsche füllten die Friedhöfe, denn Gold kann man nicht essen.
Die Straßen waren leer, aber die Autos stapelten sich vor meinem Eingang.

Mit zerschundenen und zerschnittenen Gliedern schlängelte ich mich nach draußen.

Der Schnee und das Eis waren geschmolzen.

Dresden war Hafenstadt.
 
T

Trainee

Gast
Hallo Bernd,

in meinen Augen weitenteils ein großartiges Gedicht.
Doch bedarf es der markierten Verse?

All meine Wünsche werden wahr,
kaum ausgesprochen, werden sie wahr,
kaum gedacht, werden sie wahr,
sie erfüllen sich einfach.

Nur damit aufhören funktioniert nicht.
Ich habe aufhören wollen,
schon lange wollte ich nichts mehr in Erfüllung gehen lassen,
doch das klappte nicht.

[blue]"So ein Mist!" rief ich, als ich zu spät kam.
Der Raum wurde zu Mist.

Ich hatte alle Wünsche, die bei anderen nie je in Erfüllung gehen.[/blue]

Meine Wünsche füllten die Friedhöfe, denn Gold kann man nicht essen.
Die Straßen waren leer, aber die Autos stapelten sich vor meinem Eingang.

Mit zerschundenen und zerschnittenen Gliedern schlängelte ich mich nach draußen.

Der Schnee und das Eis waren geschmolzen.

Dresden war Hafenstadt.
Liebe Grüße
Trainee
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Ich denke, ja, denn sie zeigen, dass es nicht nur Wünsche sind, die man normalerweise als Wünsche hat oder ausspricht. Alles, was nur entfernt wie ein Wunsch aussieht, wird erfüllt.

Zugleich senken sie die Erzählebene. Sie heben sie aus einer abstrakt-sterilen Ebene hinunter ins Banale.
 


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