Nein

Papalagi

Mitglied
Nein
Zu einem Selbst, das nach sich selbst nicht sucht
Zu seichter Lüge, hartem Ausweichen
Denn das ist schwach
Dann bin ich lieber glitschig und verrucht
Und kämpfe ohne Segel je zu streichen

Mit mir selber
Bin dafür dann wach
Kein Lobgesang auf sich
Nur Karten aufdecken
Wozu ich das mit mir ständig mach?
Weil ich den Egobraten riech'
Und kann ihn förmlich auch schmecken

Wozu der Spiegel? nur als Falle für Narzissen?
Unter dem Mantel der Vernunft
Das limbische System
Von Göttern schon verlassen und vom Wissen
Um die Amygdala als neue Flagge heimlich jetzt zu hissen
Doch stolz zu schreien ja ich bin, je suis, I am!

Bin ich ein Masochist?
Wozu die Reflexionen?
Ob richtig oder falsch, ob böse oder gut
Was macht es schon für diffundierende Ionen
Hab ich denn im Verlust doch was gewonnen?
In dem ich aufdecke, was in mir ruht

Nein
In einem Sein, das seinesgleichen sucht
Nein
Zu seiner Ehrlichkeit, verloren nicht gefunden
Das was noch niemand weiß, was keiner je versucht
Nein
Der Kreis lässt sich von mir nicht umrunden

Doch wäre es famos
Symbol der Hoffnung, schicksalhaftes Zeichen
So hoch zu fliegen Stoß um Stoß
Mit Flügelschlag
Um irgendwann den Himmel zu erreichen...

Oder sich selbst
Wenn ich es nur vermag...
 

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