nicht mehr als anlass für ein trauriges gedicht

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anbas

Mitglied
Hallo Patrick,

insgesamt ist dies aus meiner Sicht ein gut eingefangenes Stimmungsbild.

Lediglich

der eine handvoll schnee
in die verschämte runde wirft.
empfinde ich als etwas zu gewollt, etwas zu viel des Guten.

Außerdem stört mich das "d.h." dies würde ich in der Lyrik fast immer ausschreiben - außer, es passt stilistisch zum Textinhalt. Hier sehe ich das nicht.

Liebe Grüße

Andreas
 

Perry

Mitglied
Hallo Patrick,

ich lese den Text als Satire bzw. Parodie auf die weitverbreitete "Nostalgierities", weshalb ich die eingestreuten Spitzfindigkeiten wie
"verlogenen novembersüße",
"verschämte runde"
für durchaus gelungen halte.
Das "d.h." würde ich allerdings auch ausschreiben.
LG
Manfred
PS:
Unabhängig davon fahre ich sehr gern mit unserer historischen Labertalbahn, wenn sie hin und wieder durchs Land rattert. :)
 
der bahnhof
rostet sich in die nostalgie.
das heißt er stiehlt sich fort.
die es ihm verdenken können
sind tot. oder trübsinnig
da treibt das wuchern aus
schlehen mit ihrer
verlogenen novembersüße
lassen verlauten
dass härtere tage kommen.
so oder so ähnlich
sind die dinge zu benennen.
unsagbar. wie alles hier.
 
Hallo anbas
Ich habe die kritik im ersten moment nicht
verstanden (so ehrlich will ich sein) aber
nach einiger zeit ist mir klar geworden
was du mit "zuviel des guten" gemeint hast.
Und du hast vollkommen recht.

Ich habe es jetzt ersteinmal provisorisch durch
die alte Bauernregel ersetzt dass viele
Schlehen einen harten Winter bedeuten.

Mal schauen ob ich es beibehalte, das hängt von
den Rückmeldungen ab, falls ich noch welche bekomme.

Vielen lieben Dank für den Stich ins Schlehennest:D

Hallo perry
Auch dir einen lieben Dank. Ihabe ich euren Vorschlag
das d.h. auszuschreiben übernommen.
Ihr habt wohl recht, es passt hier einfach nicht.

Ich freue mich auch immer über deine Kommentare,
auch wenn ich dieses Gedicht eigentlich
nur als kleines Stimmungsbildchen gemeint habe.

L.G
Patrick
 

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