Nicht nur in Wien

wiesner

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Nicht nur in Wien


mag mich das Kalb nicht.
Ich bin ein Mensch noch
nicht richtig erwachsen werde ich plattgemacht,
dass durch mich Satiren
gelesen werden können.

Recht mild nur eingewürzt
und diesmal ausgesprochen mütterlich gepudert
in Ei gebadet, werde ich ein paar mal hinundhergeliebt
in fein geraspelter Semmel, bis ich fertig bin.
Für ein Bad ganz anderer Art.

Ich bin fertig reichlich faltig, aber hörbar knusprig
auf teurem Porzellan gebettet.
Eine oft überflüssig über Nächte kühl gehaltene Zitrone adoptiert mich,
denn ich weiß nichts mit mir anzufangen.
Und sie, meine Leibesfrucht, weiß nicht, dass ich deshalb längst mich sauer sehe.

Auf Fragen erhalte ich Schweigen,
liege vollkommen ergeben da und warte frierend, denn Warten macht kalt, auf Antwort.
Das Kalb mag mich nicht.
Warum.
 



 
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