November-Tanz

4,00 Stern(e) 1 Stimme

petrasmiles

Mitglied
Zwei Blättern zittern im Wind an der kahlen Spitze des Astes
Übrig geblieben
Noch ihre Bestimmung in sich tragend
Nicht ahnend, dass sie Humus werden sollen
Nicht wissend, dass ihr Kampf vergebens sein wird
Ich weiß es
Und bewundere ihren Mut
Den sie nicht kennen
Aber ich
Wir beide sind es, die da zittern
Am unsichtbaren Faden tanzen
Den Abgrund nicht sehend, nicht fürchtend
Ich freue mich, dass sie noch da sind
 

Tula

Mitglied
Hallo Petra
Mitunter muss man als Blatt einfach loslassen und sich treiben lassen. So wird die Reise länger und aufregender, auch wenn man nicht verhindert, dass man irgendwann fällt und weggescharrt wird ;)

LG Tula
 

petrasmiles

Mitglied
Das ist wohl so, muss man aber lernen - das hört ja bekanntlich nie auf ;)
Danke für Deinen Besuch - und die Sternchen!

Liebe Grüße
Petra
 

Rachel

Mitglied
Solche Beobachtungen, Gedankenspiele und Zuschreibungen betreibe ich auch immer wieder :); und wenn das letzte Blättchen weg ist, zuck ich aufs Neue zusammen, hört echt nie auf ... aber schön wie es im Gedicht endet - genau: jetzt erstmal bunte Freude, dass sie noch da sind. Grüße!
 



 
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