Osama bin Laden

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G

Gelöschtes Mitglied 8146

Gast
Armeen aus Geistern, Herrscher ohne Land
Im Kampf gefallen oder niedergestreckt
Bluthunden zum Fraß, die sein Versteck entdeckt
Die Sprache der Ohnmacht die Welt nicht verstand

Es freut uns; die Wortwahl bedauern wir sehr
Er war ein Krebsgeschwür der schlimmsten Sorte
Oder war er doch ein Mensch ohne Worte
Was war seine Botschaft, jetzt spricht er nicht mehr

Das Videospiel im weißen Haus ist aus
Im Großen und Ganzen verlieh man Applaus
Leise, schnell, eine Blitzbestattung genügt

Die Leichen im Keller dem Meer beigefügt
Das Böse wurde von uns nicht verstanden
Auf Erden ist es noch immer vorhanden
 
M

Marlene M.

Gast
das Böse wird auf Erden nicht verschwinden, denn oftmals versteckt sich auch der Wolf im Schafspelz.
Ich bin durchaus deiner Meinung, dass die Sache von Amerika nicht gut gelaufen ist und dass die Wort der Kanzlerin erschreckend waren für eine Demokratie.
Habe dazu auch eine Satire eingestellt, weil ich es auch nicht wortlos hinnehmen wollte, was da passiert ist.
Steht unter Prosa "Satirsches Grusel-Märchen."

LG von Marlene
 
B

Beba

Gast
Der inszenierten Hinrichtung (etwas anderes war es wohl nicht, OBL war ja wohl unbewaffnet) in den Medien stehe ich auch sehr skeptisch gegenüber. Und doch sollte man die Realität (sofern uns das heutzutage überhaupt möglich ist) nicht aus den Augen lassen. Wären Terroranschläge hier, vor unserer Haustür verübt worden, die Stimmung wäre eine völlig andere!

Unsere Welt ist krank! Aber Fanatismus, egal aus welcher Richtung, ist keine Medizin!

Oder war er doch ein Mensch ohne Worte
Was war seine Botschaft, jetzt spricht er nicht mehr
Bedauerlich? Frag mal all die Unschuldigen, die unter Terror gelitten oder Angehörige verloren haben. Er hatte genügend Zeit, sich klar und präzise zu äußern, ohne zu morden! Beispiele hat es immer wieder gegeben in der Geschichte der Menschheit!

Bleibt nur das Szenario, dass OBL eine Marionette war und am Ende alles ein Riesen-Planspiel ist. Schließe ich nicht aus und dann ... alles nur Theater und Tigerauge hat es voll getroffen!

LG
BeBa
 
G

Gelöschtes Mitglied 8146

Gast
Liebe Marlene,
Lieber Beba,
es ist schön, dass Ihr geantwortet habt.

Mir fällt es schwer ein Fazit zu ziehen. Der Terrorismus ist für mich eine abstrakte Bedrohung, auf die ich keine Antworten habe.
Osama war sicherlich ein Mann mit hohen Idealen, der jetzt vor der göttlichen Wahrheit steht.
Vermutlich wird die theatralische Inszenierung im weißen Haus für einige Spekulationen sorgen.
Ein Grund zu feiern ist für mich der Tod eines Feindes nicht. Vielmehr frage ich mich, wann der Krieg vorbei seien wird. Ich bete zu Jesus Christus, dass die fanatischen Islamisten von innen heraus ihren falschen Weg erkennen.
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Ich möchte etwas zur Form sagen.
Es ist eine besondere Form und sie scheint dem Thema angemessen.
Die Zeilen- und Versstruktur folgt dem klassischen Sonett-Schema.
Dagegen folgt die Rhythmik eher dem Tonfall des Rap, des Sprechgesangs.

Große Themen werden angesprochen und negiert. Es zeigt sich die Zerissenheit unserer Welt. Gut und Böse scheinen relativ zu werden.
Die Fragen werden angesprochen.
Sie sind schmerzhafter als in anderen Werken und zugleich konkreter und abstrakter.

Das Thema ist nicht zu Ende und Furcht bleibt.

Was ist wahr? Was ist dargestellt? Im Krieg bleibt die Wahrheit auf der Strecke.

Illussorisch wäre eine Gefangennahme gewesen.
Ich habe die schreckensweiten Augen von Hillary Clinton gesehen.

Was ist wahr?
Wir bedauern die Wortwahl, nicht aber die Tatsachen, so scheint es. Wir sind Heilige des Scheins.

Neusprech greift um sich.
Zum Glück sind w i r jetzt die Guten.

Und es ist nicht vorbei.

Die Zeit ist im Wirbel.
Große Veränderungen stehen an.


Es ist der gleiche Gott für alle.
 


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