Paul & Max, Band 1, Paul & Max beim Zahnarzt.

Joni2010

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Hallo zusammen, ich habe beschlossen, statt unterschiedlichen Kurzgeschichten eine komplette Kurzgeschichtenbuchreihe anzufangen. Ich nenne sie Paul & Max und der erste Band heißt Paul & Max beim Zahnarzt. Er geht wie folgt:


Das sind Paul und Max. Die beiden sind Geschwister. Paul ist 5 und Max 9 Jahre alt. Die beiden wohnen mit ihren Eltern in der Rosenstraße 62 in einem dunkelgrünen Einfamilienhaus. Außerdem haben sie noch eine Katze namens Mucki.

An diesem Abend sitzen die beiden ganz aufgeregt mit ihren Eltern beim Abendessen. Sie haben morgen nämlich einen Termin beim Zahnarzt.

Paul ist besonders aufgeregt, denn er geht zum ersten Mal zum Zahnarzt. Max hingegen war schon öfter dort und kennt sich bestens aus.

„Du brauchst keine Angst zu haben, Paul“, sagt Max beruhigend. „Beim Zahnarzt ist es gar nicht schlimm. Er schaut dir nur kurz in den Mund und dann ist alles wieder vorbei.“

„Wirklich?“, fragt Paul mit großen Augen.

„Ja, ich war doch schon ganz oft dort“, antwortet Max stolz.

Papa lächelt seinen kleinen Sohn an. „Und wenn du schön artig warst, bekommst du vom Zahnarzt vielleicht noch eine kleine Belohnung.“

„Wirklich? Was denn?“, möchte Paul sofort wissen.

„Sticker oder Bonbons oder auch kleine Bücher“, erklärt Max.

Paul strahlt. „Na, dann freue ich mich schon auf morgen.“

„Das freut mich“, sagt Papa. „Aber jetzt geht ihr erst einmal ins Bad und putzt eure Zähne.“

„Und danach geht es ins Bett“, ergänzt Mama.

Paul und Max nicken artig und gehen ins Badezimmer. Sie putzen gründlich ihre Zähne. Nur fünf Minuten später haben sie schon ihre Schlafanzüge an und liegen im Bett.

Am nächsten Tag ist es so weit. Nach dem Mittagessen machen sich Paul, Max und Papa auf den Weg zum Zahnarzt. Sie fahren mit dem Auto, denn die Praxis von Zahnarzt Dr. Böttcher ist etwa zwanzig Minuten von ihrem Haus entfernt.

Während der Fahrt schaut Paul nervös aus dem Fenster. Er denkt darüber nach, was ihn wohl beim Zahnarzt erwartet.

Nach zwanzig Minuten stehen sie vor der Zahnarztpraxis. Papa gibt am Empfang die Versichertenkarten von Paul und Max ab. Danach dürfen die drei ins Wartezimmer gehen.

Dort entdecken die Brüder sofort die vielen Spielsachen. Paul greift nach einem großen Bagger, während Max sich ein Brettspiel aussucht. Schon bald sind beide so beschäftigt, dass sie gar nicht bemerken, dass sie aufgerufen werden.

Eine freundliche Zahnarzthelferin kommt ins Wartezimmer und führt Paul, Max und ihren Papa ins Behandlungszimmer.

„Wer möchte zuerst drankommen?“, fragt sie.

Paul schaut kurz zu Max. Dann fasst er sich ein Herz.

„Ich möchte zuerst“, sagt er.

„Super“, lobt Max ihn.

Paul setzt sich auf den großen Zahnarztstuhl. Die Zahnarzthelferin bindet ihm ein großes Lätzchen um.

„Wozu ist das denn?“, fragt Paul neugierig.

„Damit deine Kleidung bei der Untersuchung sauber bleibt“, erklärt die Zahnarzthelferin.

Dann fährt sie den Stuhl langsam nach hinten. Paul kichert. Das fühlt sich fast so an, als würde er in einem Flugzeug sitzen.

Über dem Behandlungsstuhl hängt eine helle Lampe. Daneben befindet sich ein kleines Becken zum Mundausspülen. Auf einem Tisch liegen verschiedene glänzende Geräte.

Da kommt auch schon Dr. Böttcher ins Behandlungszimmer. Er begrüßt alle freundlich.

„Und du bist heute zum ersten Mal hier, Paul?“, fragt er.

Paul nickt. „Ja, bin ich.“

„Sehr schön“, sagt der Zahnarzt lächelnd.

Dr. Böttcher geht zum Waschbecken und wäscht und desinfiziert seine Hände. Danach zieht er weiße Handschuhe an und setzt einen Mundschutz auf.

Paul beobachtet ihn aufmerksam.

„Warum macht der Zahnarzt das?“, möchte er wissen.

„Damit keine Bakterien und Viren übertragen werden“, erklärt Max.

„Genau“, bestätigt Dr. Böttcher.

Dann bittet der Zahnarzt Paul, den Mund weit aufzumachen. Paul kommt der Aufforderung nach. Dr. Böttcher nimmt einen kleinen Spiegel und schaut sich damit Pauls Zähne ganz genau an. Die helle Lampe hilft ihm dabei, jeden Zahn gut zu sehen.

Paul bleibt ganz ruhig sitzen. Nach einer Weile richtet sich Dr. Böttcher wieder auf.

„Alles gut“, sagt er. „Du hast deine Zähne sehr ordentlich geputzt, Paul.“

Paul strahlt. Jetzt ist er richtig stolz auf sich.

„Siehst du“, sagt Max und grinst seinen kleinen Bruder an. „War doch gar nicht schlimm.“

Nun ist Max an der Reihe. Auch er setzt sich auf den Zahnarztstuhl und bekommt von der Zahnarzthelferin ein Lätzchen umgebunden.

„Mund weit auf“, bittet Dr. Böttcher.

Max macht den Mund auf. Der Zahnarzt untersucht seine Zähne sorgfältig und schaut von Zahn zu Zahn.

Plötzlich hält er inne.

„Hm“, macht Dr. Böttcher. „Hier sehe ich eine kleine Stelle, die etwas verdächtig aussieht.“

Er untersucht den Zahn noch genauer.

„Ah, da ist tatsächlich ein kleines Loch im Zahn.“

Max schaut erschrocken. „Ein Loch?“

Auch Paul wird neugierig. „Was ist denn ein Loch im Zahn?“

„Ein Loch im Zahn nennt man Karies“, erklärt Dr. Böttcher. „Karies kann entstehen, wenn Zähne nicht gründlich genug geputzt werden oder wenn man mit der Zahnbürste eine bestimmte Stelle schlecht erreicht. Dann können Zuckerreste an den Zähnen bleiben. Bakterien machen daraus Säuren, die den Zahn angreifen. So kann mit der Zeit ein Loch entstehen.“

Paul hört aufmerksam zu.

„Und was machen Sie jetzt mit dem Loch?“, fragt er.

Dr. Böttcher nimmt ein kleines Gerät und zeigt es den Brüdern. Vorne daran befindet sich eine sich drehende Spitze.

„Damit entferne ich die kranke Stelle im Zahn“, erklärt er. „Anschließend wird das Loch mit einer Füllung verschlossen.“

Dann wendet er sich an Max.

„Möchtest du das gleich machen oder lieber an einem anderen Tag wiederkommen?“

Max überlegt nur kurz.

„Gleich bitte, wenn es geht.“

„Das können wir machen“, sagt Dr. Böttcher. „Damit du dabei nichts spürst, bekommst du vorher eine Betäubung.“

Max nickt mutig.

Die Zahnarzthelferin trägt zunächst ein Betäubungsgel auf das Zahnfleisch auf. Danach bekommt Max eine kleine Spritze mit dem Betäubungsmittel.

„Spürst du noch etwas?“, fragt sie anschließend.

Max bewegt vorsichtig den Mund und schüttelt den Kopf.

„Nein.“

„Gut“, sagt Dr. Böttcher. „Dann können wir anfangen.“

Max muss den Mund weit geöffnet halten. Die Zahnarzthelferin hält einen kleinen Sauger in seinen Mund. Er saugt Wasser und Spucke weg, sodass Max nicht ständig schlucken muss.

Paul steht neben seinem Bruder und beobachtet neugierig, was passiert.

Dann beginnt Dr. Böttcher mit der Behandlung. Das kleine Gerät macht ein merkwürdiges Geräusch. Es sirrt und vibriert. Paul verzieht kurz das Gesicht, aber Max bleibt ganz ruhig.

Nach einer Weile ist das Geräusch schon wieder vorbei.

Dr. Böttcher überprüft mit einem kleinen Häkchen, ob die kranke Stelle vollständig entfernt ist. Danach füllt er eine weiße Paste in den Zahn.

„Jetzt beißt du einmal kräftig zu“, erklärt er Max.

Max beißt die Zähne zusammen. Die Paste fühlt sich etwas merkwürdig an und schmeckt auch ein bisschen ungewöhnlich.

Anschließend darf er einen Becher Wasser nehmen und seinen Mund ausspülen.

Dr. Böttcher reicht ihm einen kleinen Handspiegel.

„Schau dir deinen Zahn einmal an.“

Max betrachtet seinen Zahn.

„Der sieht ja wieder schön aus“, sagt er erleichtert.

„Das tut er“, bestätigt Dr. Böttcher.

Bevor sie nach Hause gehen, zeigt der Zahnarzt den beiden Brüdern an einem großen künstlichen Gebiss, wie sie ihre Zähne richtig putzen.

„Zuerst putzt ihr die Kauflächen“, erklärt er. „Danach sind die Außen- und Innenseiten dran. Dabei putzt ihr immer von Rot nach Weiß, also vom Zahnfleisch in Richtung Zahn. Wenn ihr eure Zähne regelmäßig und gründlich putzt, haben die Kariesmonster keine Chance.“

Paul und Max hören aufmerksam zu. Max zeigt seinem kleinen Bruder gleich, wie die richtige Bewegung mit der Zahnbürste aussieht.

Zum Abschluss dürfen sich die beiden noch etwas aus einer kleinen Truhe aussuchen.

Paul entdeckt einen blauen Stein und nimmt ihn sofort heraus.

Max entscheidet sich für ein kleines Buch.

„Danke, Dr. Böttcher“, sagen die beiden.

„Sehr gern“, antwortet der Zahnarzt. „Und schön weiter Zähne putzen.“

Auf der Rückfahrt erzählt Paul Papa begeistert, wie spannend der Zahnarztstuhl war und wie laut das Gerät bei Max geklungen hat.

Zu Hause erzählen Paul und Max ihrer Mama ausführlich, was sie beim Zahnarzt alles erlebt haben.

Mama ist sehr stolz auf ihre beiden Jungs.

„Ihr wart wirklich tapfer“, sagt sie und nimmt beide in den Arm.

Paul schaut zu seinem großen Bruder.

„Was ist eigentlich mit deinem Zahn? Fühlt er sich immer noch taub an?“

Max bewegt vorsichtig seine Lippen.

„Ein bisschen“, antwortet er. „Aber das wird bald nachlassen.“

Paul nickt zufrieden.

„Ich freue mich schon auf den nächsten Zahnarztbesuch.“

Max lacht. „Dann bist du ja jetzt schon ein richtiger Zahnarztprofi.“
 
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marcm200

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Für die Zielgruppe - kleine Kinder, vermute ich - eine passend geschriebene Geschichte. Die Formatierung ist okay so.

Die Verwendung des Ausrufezeichens solltest du überprüfen. Fast jede direkte Rede endet damit. So oft wird niemand einen Satz besonders betonen wollen.

Du verwendest oft reine Redeverben bei direkter Rede. Ich würde, damit die Story etwas lebendiger wird, gelegentlich ein Adverb einfügen (zweifelnd, mit großen Augen, ungläubig, stolz etc).

Da du direkte Rede in "..." setzt, würde ich Gedanken (denkt er) nicht ebenfalls so darstellen. Du kannst z.B. einfache Anführungszeichen nehme, es normal schreiben, oder Kursivschrift verwenden. Mir gefällt das mittlere (ohne differierende Formatierung) am Besten.

"Der Zahnarzt schaut sich seine Zähne mit dem Spiegel und der Lampe genau an." - dieser Satz steht fast wortgleich auch bei Paul. Das ist unschön zu lesen. Ich würde es umformulieren "Auch die Zähne von Max untersucht der Arzt ganz genau."

- "Dann gibt sie die Betäubung." - Wie? Per Spritze? Ein zweites Gel? Oder wartet sie einfach nur?

- "Zum Schluss" - du verwendest dies zwei Mal in derselben Situation, was nicht passt. Nur eine der Handlungen ist "am Schluss".

Paul und Max sind altersmäßig ja deutlich auseinander, sie verhalten sich in der Geschichte aber eigentlich gleich. Vielleicht könntest du da ein wenig mehr auf Unterschiede eingehen (Max redet Paul gut zu, als dieser auf dem Behandlungsstuhl sitzt, hält tröstend seine Hand o.Ä,)

Schreibfehler:
- "was machen [ sie ] Sie jetzt mit dem Loch
- "[ sie ] Sie das Loch weg"
 

Joni2010

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Band 2: Paul & Max feiern Geburtstag


Das sind Paul und Max. Die beiden sind Geschwister. Paul ist 5 und Max 9 Jahre alt. Die beiden wohnen mit ihren Eltern in der Rosenstraße 62 in einem dunkelgrünen Einfamilienhaus. Außerdem haben sie noch eine Katze namens Mucki.

An diesem Nachmittag sitzen die beiden Brüder vor dem Fernseher und schauen Fernsehen. Mucki streicht dabei um Pauls Beine, weil sie auch alles mitkriegen will. Da kommt Pauls und Max' Mama herein und sagt: „Kinder, ich habe euch etwas mitzuteilen! Dreht doch bitte mal den Fernseher leiser!“ Max nimmt die Fernbedienung und dreht den Fernseher leiser. Dann fragt er: „Was ist denn, Mama?“ „Ich habe euch etwas mitzuteilen!“, sagt Mama. „Eure Uroma Herta hat nächste Woche Geburtstag!“ „Uroma Herta?“, fragt Paul. „Wie alt wird sie denn?“ „Sie wird 90!“, erklärt Mama. „Was, so alt?“, fragt Paul. „Ja, so alt!“, sagt Mama.

Uroma Herta ist die Mutter von Pauls und Max' Opa Gerhard, der widerum der Vater ihrer Mutter ist. Damit ist sie die Oma der Mama von Paul und Max.

Paul fragt neugierig: „Und was sollen wir ihr schenken?“ „Nun, über ein selbstgemaltes Bild freut sie sich bestimmt!“, meint Mama. „Oh ja, das mal ich ihr!“, ruft Paul. „Und ich schenke ihr eine Schachtel mit dem Konfekt, das sie so gerne isst!“, meint sein älterer Bruder. „Sehr schöne Ideen!“, sagt Mama.

Paul und Max fangen gleich an. Paul setzt sich mit einem leeren Blatt Papier und seinen Buntstifen an den Tisch und denkt darüber nach, was er malen könnte. Vielleicht ein Porträt? Aber von wem? Von sich selbst? Von Max? Oder von Uroma Herta selbst? Nein, das ist langweilig. Aber was dann? Vielleicht ihr Haus? Oder die Feuerwache, auf der er beim letzten Kindergartenausflug war? Nein, auch nicht. Ah, jetzt hat er eine Idee. Er malt die ganze Familie. Sich selbst, Max, Mama und Papa. Dann denkt er nach und er malt noch Oma Christine und Opa Gerhard dazu.

Und Max? Der geht in den kleinen Krämerladen am Stadtrand, um Konfekt zu kaufen. Beim Regal mit den Süßigkeiten bleibt er lange stehen. Er kann sich nicht entscheiden, denn es gibt so viele leckere Konfektsorten. Schließlich entscheidet er sich für das Konfekt mit Haselnuss, denn das isst Uroma Herta am liebsten. Er bezahlt und geht nach Hause.

Dort zeigt ihm sein jüngerer Bruder Paul das selbstgemalte Bild. Er hat auch noch Mucki dazu gemalt. „Das ist ein sehr schönes Bild!“, meint Max.

Am Abend kommt Papa nach Hause. Paul zeigt ihm gleich sein Bild. Papa meint: „Das ist aber schön geworden!“ Dann meint er, dass er morgen mit seinem Schwiegervater noch einiges für die Feier vorbereiten muss. Luftballons besorgen, das Haus von Uroma Herta schmücken und Kuchen backen! „Den Kuchen backe ich!“, meint Mama. „Okay!“, sagt Papa. „Aber was für einen Kuchen?“ „Orangenkuchen!“, schlägt Max vor. „Na gut!“, sagt Mama. „Und Schokostreusel können wir auch drauftun, die mag Uroma so gern!“

Und so geschieht es. Am nächsten Tag kauft Mama Orangen und Schokostreusel für den Kuchen. Paul und Max dürfen ihr beim Backen helfen. Paul schält die Orangen und Max rollt den Teig aus. Und nach einer Weile schieben sie den Kuchen in den Ofen. Dort muss er jetzt eine Weile backen.

Die Zeit nutzt Max, um die Konfektschachtel, die er gekauft hat, in Papier einzupacken. Er nimmt dafür rotes Geschenkpapier, auf dem grüne Tannen oben sind.

Und Papa ist derweil mit Opa Gerhard dabei, Luftballons zu kaufen und das Haus von Uroma Herta zu schmücken. Uroma Herta ist solange im Kurhotel, denn sie soll ja nicht mitkriegen, wie ihr Haus geschmückt wird, schließlich soll es eine Überraschung für sie werden. Zuerst fahren sie in den Supermarkt. Dort kaufen sie bunte Luftballons und viele hübsche Girlanden. Dann fahren sie zum Haus von Uroma Herta. Dort stellt Opa eine Stehleiter auf und Papa steigt hinauf und bringt die Girlanden an. Anschließend bringen sie noch die Luftballons am Haus und im Wohnzimmer an. Als sie fertig sind, sagt Papa: „So, das hätten wir! Danke für die Hilfe, Schwiegerpapa!“ „Gern geschehen!“, sagt Opa. Papa bringt Opa noch nach Hause und dann fährt er selbst wieder nach Hause.

Dort sind Paul, Max und Mama gerade dabei, den Kuchen aus dem Ofen rauszuholen. „Der sieht gut aus!“, meint Max. „Finde ich auch!“, sagt Paul zustimmend. Da zieht Mucki plötzlich an der Schleife von Max' Geschenk und das Papier geht ab. „Mucki, was soll das?“, fragt Max. „Du sollst nicht mit meinem Geschenk spielen!“ Mucki miaut nur. Da müssen alle lachen. Max holt neues Geschenkpapier und wickelt die Konfektschachtel ein.

Also, soweit ist alles für Uromas Geburtstag vorbereitet. Mama stellt den fertigen Kuchen ins Tiefkühlfach, damit er bis zum Geburtstag schön kühl bleibt.

Und ein paar Tage später ist es soweit. Paul, Max und ihre Eltern steigen ins Auto und fahren zum Haus von Uroma Herta. Dort ist schon viel los. Viele Verwandten sind da, Mamas Bruder Roland mit seiner Frau Mona und seinen Kindern Georg und Vera. Und Mamas Schwester Lina mit ihrem Mann Dietmar und ihrer Tochter Luisa. Und Opas Bruder Friedrich ist auch da. Und Oma Christine ist auch schon da.

Paul geht zu ihr und fragt: „Wo ist denn Opa?“ Oma sagt: „Der ist zum Kurhotel gefahren, eure Uroma abholen! Sie müssten gleich da sein!“

Max geht zu seinem Cousin Georg und sagt: „Kannst du glauben, dass Uroma auch schon so alt ist?“ „Nein!“, sagt Georg. „Das finde ich Wahnsinn!“ „Ist es auch!“, meint Onkel Roland. „So alt werden nicht viele Leute!“

Da kommt auch schon ein Auto angefahren. „Da sind sie!“, sagt Paul. Und tatsächlich, es ist das Auto von Opa Gerhard. Opa steigt aus und hilft seiner Mutter beim Aussteigen. Und als sie auf das Haus zugehen, stützt er sie ein wenig. Denn Uroma kann nicht mehr so gut laufen und geht daher mit Krücken. „Ich bin schon sehr gespannt!“, meint sie. „Du wirst staunen, Mama!“, meint Opa.

Schließlich sind die beiden bei der Haustür angekommen. Opa öffnet und sie gehen ins Wohnzimmer. Dort sind Paul, Max, ihre Eltern und alle Verwandten. Als Opa und seine Mutter hereinkommen, rufen sie alle: „Überraschung!“ Uroma staunt sehr darüber. „Ihr seid ja alle hier!“, meint sie. „Damit hätte ich ja überhaupt nicht gerechnet! Das ist wirklich lieb von euch!“

„Das erste Geschenk kriegst du von mir, Uroma!“, sagt Paul. Er überreicht seiner alten Uroma das selbstgemalte Bild. „Das ist aber schön geworden!“, meint sie staunend. „Du hast sogar eure Katze gemalt! Danke, Paul!“

Dann kriegt sie das Konfekt von Max. Und von den anderen kriegt sie natürlich auch Geschenke. „Danke euch allen!“, sagt sie gerührt. „Schade, dass mein Mann das nicht mehr miterleben kann!“

Uromas Mann ist Pauls und Max' Uropa Adalbert, der Vater von Opa und dessen Bruder Friedrich. Er ist leider vor 2 Jahren verstorben. Aber zur Erinnerung an ihn hat Uroma natürlich noch ein Bild an der Wand hängen.

Jedenfalls, jetzt gehen alle nach draußen und setzen sich an den Gartentisch. Mama schneidet den Orangenkuchen an und alle lassen es sich schmecken. Die Erwachsenen trinken Kaffee, die Kinder bekommen Apfelsaft.

Uroma Herta erzählt den Kindern Geschichten von früher. „Wisst ihr, als ich noch ein Kind war, gab es noch kein Fernsehen und auch keine Handys!“, erklärt sie. „Was, kein Fernsehen?“, fragt Paul. „Und keine Handys?“, fragt Luisa. „Was habt ihr dann damals gemacht?“ „Nun, wir haben Murmeln gespielt, Geschichten erzählt und Lieder gesungen!“, erzählt Uroma.

„Und wie hast du Uropa kennengelernt?“, will Georg wissen. „Nun, das war, als ich eine junge Erwachsene war!“, sagt Uroma. „Da war ich auf einer Modenschau und da habe ich einen sehr gutaussehenden jungen Mann gesehen! Ich hatte Herzklopfen und fand ihn richtig süß! Als ich ihn fragte, wie er heißt, sagte er: Ich heiße Adalbert und du? Ich sagte: Herta! Und es war Liebe auf den ersten Blick! Ein paar Jahre später haben wir dann geheiratet und zwei Söhne bekommen: Gerhard und Friedrich!“ „Unseren Opa!“, sagt Paul. „Und unseren Großonkel!“, fügt Max hinzu. „Ganz genau!“, sagt Uroma.

Nach dem Kaffeetrinken dürfen die Kinder noch ein bisschen im Garten spielen. Paul findet die Geschichten, die Uroma erzählt hat, richtig spannend. Dass es damals noch kein Fernsehen und keine Handys gab, hätte er nie gedacht.

Am Abend schließlich ist es soweit. Die Gäste gehen. Uroma Herta ist sehr glücklich, dass sie so einen schönen runden Geburtstag hatte. Und Paul und Max sind auch glücklich. „Das war ein richtig schöner Geburtstag!“, meint Paul beim Abendessen. „Das kann man wohl sagen!“, sagt Papa. „Kriege ich noch einen Pfannkuchen?“, fragt Max. „Aber klar, Max!“, sagt Mama. „Hier, bitte!“ „Danke!“, sagt Max. „Wir müssen Uroma irgendwann wieder besuchen!“ „Auf jeden Fall!“, sagt Paul.
 

jon

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Erstens: Meue Geschichten in einen extra Thread einstellen.
Zweitens: Das sind doch auch einfach nur einzelne Geschichten und keine "Bände".
 



 
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