Paul & Max, Band 11, Paul & Max im Krankenhaus

Joni2010

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Die neue Geschichte von Paul & Max heißt Paul & Max im Krankenhaus:


Das sind Paul und Max. Die beiden sind Geschwister. Paul ist 5 und Max 9 Jahre alt. Die beiden wohnen mit ihren Eltern in der Rosenstraße 62 in einem dunkelgrünen Einfamilienhaus. Außerdem haben sie noch eine Katze namens Mucki.


An diesem Abend sind die beiden Brüder ganz aufgeregt. Denn am nächsten Tag dürfen sie ihren Onkel Dietmar einen Tag lang bei seiner Arbeit begleiten. Onkel Dietmar ist der Schwager ihrer Mama und damit der Mann ihrer Tante Lina. Er arbeitet als Arzt in einem Krankenhaus und möchte den beiden einmal zeigen, wie es dort aussieht.


Paul und Max interessieren sich sehr für das Thema Krankenhaus, obwohl sie glücklicherweise selbst noch nie dort behandelt werden mussten.


„Das wird bestimmt cool“, freut sich Paul.


„Ja, ganz sicher“, stimmt Max zu.


„Aber denkt daran: Ihr dürft Onkel Dietmar bei der Arbeit nicht stören. Ihr sollt nur zuschauen“, ermahnt Mama die beiden.


„Ja, Mama, versprochen“, versichert Max.


„Und in bestimmte Räume dürft ihr überhaupt nicht hinein. Zum Beispiel in den Operationssaal“, ergänzt Papa. „Dort dürfen nur Ärzte und das medizinische Personal hinein. Und auch die müssen spezielle OP-Kleidung tragen, weil im Operationssaal strenge Hygienevorschriften gelten.“


„Was ist Hygiene?“, möchte Paul wissen.


„Damit ist gemeint, dass man darauf achtet, dass möglichst wenige Keime vorhanden sind“, erklärt Mama.


„Deshalb tragen die Ärzte im Operationssaal grüne OP-Kleidung. Außerdem müssen sie sich vorher gründlich die Hände waschen und desinfizieren.“


„Desinfizieren?“, fragt Max. „So wie unser Zahnarzt, bevor er mit der Untersuchung anfängt?“


„Genau“, bestätigt Mama.


Nach dem Abendessen gehen Paul und Max ins Bad und anschließend ins Bett.


Am nächsten Morgen klingelt es nach dem Frühstück an der Haustür. Mama geht zur Tür und öffnet. Draußen stehen Onkel Dietmar und seine Tochter Luisa.


„Hallo, Onkel Dietmar. Hallo, Luisa“, begrüßen Paul und Max die beiden und laufen ihnen entgegen.


„Hallo, ihr beiden“, erwidert Onkel Dietmar lächelnd. „Seid ihr bereit? Können wir los?“


„Ja, sind wir“, antwortet Paul.


„Wo ist denn Tante Lina?“, erkundigt sich Max.


„Die muss heute arbeiten und hat deshalb keine Zeit“, erklärt Onkel Dietmar.


„Aber ich komme mit“, fügt Luisa hinzu. „Ich war nämlich auch noch nie im Krankenhaus. Deshalb hat Papa erlaubt, dass ich mitkommen darf.“


„Super“, freuen sich Paul und Max.


„Na dann, viel Spaß euch dreien“, wünscht Mama.


„Danke“, verabschieden sich die Kinder.


Gemeinsam mit Onkel Dietmar verlassen Paul, Max und Luisa das Haus, steigen ins Auto und fahren zum Krankenhaus.


Dort angekommen, parken sie auf einem riesigen Parkplatz. Anschließend gehen sie durch den Eingang in das große Gebäude.


„Das hier ist der Empfang“, erklärt Onkel Dietmar. „Hier melden sich unsere Patienten an. Und direkt daneben befindet sich das Wartezimmer. Dort müssen manche Patienten eine Weile warten.“


Paul beobachtet neugierig die Ärzte, die durch die Gänge laufen.


„Warum tragen die alle weiße Kittel?“, möchte er wissen.


„Das hat unter anderem mit der Hygiene zu tun“, erklärt Onkel Dietmar. „Außerdem können die Patienten dadurch leichter erkennen, wer zum medizinischen Personal gehört. So, dann gehen wir mal weiter.“


Die vier gehen zum Fahrstuhl und fahren zur Kinderstation.


Dort angekommen, zeigt Onkel Dietmar auf einen langen Flur.


„Hier liegen Kinder, die gerade krank sind oder operiert wurden. Und einen Patienten möchte ich euch gerne vorstellen.“


Er öffnet die Tür zu einem Krankenzimmer. Darin liegt ein kleiner Junge in einem Bett.


„Das ist Jakob“, stellt Onkel Dietmar ihn vor. „Jakob, das sind meine Tochter Luisa und meine Neffen Paul und Max.“


„Hallo“, begrüßt Jakob die drei.


„Hallo“, antworten Paul, Max und Luisa.


„Jakob ist schon seit zwei Tagen hier“, erklärt Onkel Dietmar. „Ihm musste der Blinddarm entfernt werden.“


„Was ist denn der Blinddarm?“, erkundigt sich Paul.


„Der Blinddarm ist ein Anhängsel des Darms“, erklärt Onkel Dietmar. „Manchmal kann sich dieses Anhängsel entzünden. Dann kann es notwendig sein, es bei einer Operation zu entfernen.“


„Hat die Operation nicht wehgetan?“, fragt Luisa.


„Nein, überhaupt nicht“, beruhigt sie Jakob. „Ich hatte eine Narkose. Dabei bekommt man ein Medikament, durch das man einschläft. Als ich wieder aufgewacht bin, lag ich schon im Aufwachraum und meine Mama war bei mir.“


„Und wann darfst du wieder nach Hause?“, möchte Max wissen.


„Übermorgen“, erzählt Jakob. „Das hat die Oberärztin gesagt.“


„Das freut mich für dich“, sagt Onkel Dietmar.


„Mich auch“, fügt Max hinzu.


„Dann wollen wir euch nicht länger stören“, entscheidet Onkel Dietmar. „Wir gehen mal weiter.“


„Gute Besserung, Jakob“, wünschen die Kinder.


„Danke“, verabschiedet sich Jakob.


Paul, Max, Luisa und Onkel Dietmar setzen ihre Krankenhaustour fort. Sie besichtigen noch den Röntgenraum, das Gipszimmer und die Krankenhausküche.


Plötzlich klingelt Onkel Dietmars Diensthandy. Er nimmt es aus seiner Tasche und geht ran.


Nach einem kurzen Gespräch steckt er das Handy wieder ein.


„Kinder, es gibt einen Notfall. Ich muss kurz bei der Betreuung eines Patienten helfen. Wartet bitte hier auf mich und stellt nichts an, in Ordnung?“


„Ja, Onkel Dietmar“, verspricht Paul.


„Versprochen“, versichert auch Max.


Onkel Dietmar verschwindet den Gang hinunter. Die drei Kinder setzen sich hin und warten.


Zunächst ist alles noch interessant. Doch nach einer Weile wird ihnen langweilig.


Da entdeckt Paul eine Tür.


„Was ist denn das?“, fragt er und deutet auf das Schild. Darauf steht UMKLEIDERAUM.


Paul steht auf.


„Kommt, das schauen wir uns an.“


„Nein, Paul, lass das lieber“, hält Max ihn zurück. „Onkel Dietmar hat doch gesagt, dass wir hier warten sollen.“


„Ach, komm schon. Das dauert bestimmt nicht lange.“


Bevor Max noch etwas erwidern kann, verschwindet Paul durch die Tür. Max und Luisa sehen sich kurz an und folgen ihm schließlich.


Im Umkleideraum entdecken sie zahlreiche grüne Kleidungsstücke. Da hängen Kasacks, Hosen und Kittel.


„Das ist bestimmt OP-Kleidung“, vermutet Paul.


„Ja, glaube ich auch“, stimmt Max zu.


Er zieht eine Spenderbox aus einem Schrank und schaut hinein. Darin liegen grüne Mundschutzmasken.


Max nimmt eine heraus.


„Diese Masken kommen mir bekannt vor.“


„Mir auch“, erwidert Paul. „Unser Zahnarzt trägt doch auch so eine, wenn er unsere Zähne untersucht.“


„Stimmt“, erinnert sich Luisa. „Solche Masken kenne ich auch von meinem Zahnarzt. Aber wir sollten lieber wieder verschwinden, bevor jemand kommt.“


„Na gut“, stimmt Paul zu.


Die drei verlassen den Umkleideraum.


Kaum stehen sie wieder auf dem Gang, entdeckt Paul ein weiteres Schild. Darauf steht in großen Buchstaben:


ZUR SÄUGLINGSSTATION


„Gehen wir da hin?“, fragt Paul.


Max zögert kurz.


„Na gut.“


„Von mir aus“, stimmt Luisa zu.


Die drei gehen den langen Gang entlang. Nach einer Weile erreichen sie die Säuglingsstation.


Durch eine große Scheibe können sie in einen Raum schauen. Darin liegen zahlreiche Babys. Einige schlafen, andere strampeln oder schreien.


„Oh, sind die Babys süß“, findet Paul.


„Ja, aber ganz schön laut“, stellt Max fest.


„Ob wir auch auf dieser Station waren, als wir geboren wurden?“, überlegt Paul.


„Ja, waren wir“, antwortet Luisa.


Nach einer Weile beschließen sie, wieder zurückzugehen.


Doch schon nach wenigen Minuten bleiben sie ratlos stehen.


„Ich glaube, wir haben uns verirrt“, stellt Max fest.


„Das darf doch nicht wahr sein“, sagt Luisa erschrocken.


Paul schaut sich suchend um.


„Was, wenn wir Onkel Dietmar nie wieder finden?“


Seine Augen füllen sich mit Tränen. Schließlich setzt er sich auf den Boden und beginnt zu weinen.


Max und Luisa versuchen, ihn zu beruhigen.


In diesem Moment kommt eine freundliche Krankenschwester in einem weißen Kittel den Gang entlang. Als sie die drei Kinder entdeckt, bleibt sie stehen.


„Was macht ihr denn hier?“, fragt sie freundlich.


„Wir haben uns verlaufen“, erklärt Max. „Jetzt finden wir den Raum nicht mehr, in dem wir auf unseren Onkel warten sollten.“


„Bleibt erst einmal ganz ruhig“, beruhigt die Krankenschwester die Kinder. „Wie heißt ihr denn?“


„Ich heiße Max“, stellt sich Max vor.


„Und ich bin Paul“, ergänzt sein kleiner Bruder.


„Und ich bin Luisa, die Cousine von den beiden“, erklärt Luisa.


„Angenehm. Ich bin Schwester Sonja“, stellt sich die Krankenschwester vor. „Erzählt mir doch einmal, wie euer Onkel heißt.“


„Dietmar Bender“, antwortet Max.


„Das ist mein Papa“, fügt Luisa hinzu.


Schwester Sonja lächelt.


„Na, so ein Zufall. Euer Onkel arbeitet also hier im Krankenhaus. Wann habt ihr ihn zuletzt gesehen?“


„Vor dem Umkleideraum des Operationssaals“, erklärt Luisa. „Er musste bei der Betreuung eines Patienten helfen und wir sollten auf ihn warten.“


„Kein Problem“, beruhigt Schwester Sonja sie. „Ich mache einfach eine Durchsage. Dann kann euer Onkel euch finden.“


Sie führt die Kinder zu einem Tresen am Ende des Gangs. Dort schaltet sie ein Mikrofon ein.


„Achtung, Achtung. Herr Dr. Dietmar Bender wird gebeten, zur Säuglingsstation zu kommen. Dort warten seine Tochter Luisa und seine Neffen Paul und Max, die sich verlaufen haben.“


„Vielen Dank, Schwester Sonja“, bedankt sich Luisa.


„Ja, tausend Dank“, ergänzt Max.


„Gern geschehen“, erwidert Schwester Sonja lächelnd.


Schon kurze Zeit später kommt Onkel Dietmar den Gang entlanggelaufen.


„Paul, Max, Luisa, da seid ihr ja“, ruft er erleichtert. „Was habt ihr denn gemacht? Ich habe mir große Sorgen gemacht.“


Paul schaut betreten zu Boden.


„Tut uns leid, Onkel Dietmar. Wir waren nur neugierig. So etwas machen wir nie wieder, Ehrenwort.“


Onkel Dietmar seufzt und lächelt schließlich.


„Schon gut. Hauptsache, euch ist nichts passiert.“


Er schaut die drei Kinder an.


„Nach diesem Schreck lade ich euch erst einmal zum Essen ein.“


Paul strahlt.


„Oh ja, wir wollen etwas Süßes.“


„Oh ja, bitte, Papa“, stimmt Luisa zu.


„Na gut. Dann gehen wir in die Bäckerei.“


Die vier verabschieden sich von Schwester Sonja und machen sich auf den Weg zur Krankenhausbäckerei.


Dort schaut Onkel Dietmar in die Auslage.


„Was möchtet ihr?“


„Ich möchte einen Schokomuffin“, entscheidet sich Paul.


„Okay“, sagt Onkel Dietmar. „Und ihr beiden?“


„Ich möchte lieber einen Donut. Den Apfeldonut“, wählt Max.


„Dann nehme ich auch einen Donut“, entscheidet sich Luisa. „Einen Karamelldonut.“


„Kriegt ihr“, verspricht Onkel Dietmar.


Er bestellt die Süßigkeiten. Kurz darauf bekommen die Kinder ihren Muffin und ihre Donuts. Onkel Dietmar bestellt sich nichts Süßes, sondern nimmt nur einen Kaffee.


Gemeinsam setzen sie sich an einen Tisch und lassen es sich schmecken.


Paul kaut zufrieden an seinem Muffin.


„Das war echt ein cooler Besuch im Krankenhaus.“


„Das kann man wohl sagen“, stimmt Max zu. „Mama und Papa werden eine Menge zu hören bekommen.“


Luisa lacht.


„Vor allem von unserer kleinen Expedition.“


Auch Onkel Dietmar muss lachen.


Die vier sitzen noch eine Weile zusammen und genießen ihre Süßigkeiten. Am Ende sind sich Paul, Max und Luisa einig: Der Tag im Krankenhaus war aufregend, spannend und lehrreich.


Und vor allem sind sie froh, dass am Ende alles gut ausgegangen ist.
 



 
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