Paul & Max, Band 13, Pauls erster Schultag

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Joni2010

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Das sind Paul und Max. Die beiden sind Geschwister. Paul ist 6 und Max 9 Jahre alt. Die beiden wohnen mit ihren Eltern in der Rosenstraße 62 in einem dunkelgrünen Einfamilienhaus. Außerdem haben sie noch eine Katze namens Mucki.

An diesem Abend ist Paul ganz aufgeregt, denn in fünf Tagen erwartet ihn etwas sehr Aufregendes: Er kommt in die Schule. Und zwar in die gleiche wie Max. Das ist echt toll. Paul kann es kaum erwarten und erzählt begeistert: „Ich freue mich so auf die Schule! Ich komme ja mit Fritz und Chiara in eine Klasse. Meine neue Lehrerin wird staunen, wenn sie sieht, dass ich schon ganz alleine meinen Namen schreiben kann! Und ...“

„Halt, halt, halt, beruhige dich erst einmal!“, unterbricht Papa lachend den Redeschwall seines Sohnes. „Es ist sehr schön, dass du dich auf die Schule freust!“

„Ja, aber Gertrud wird mir trotzdem ein bisschen fehlen!“, gibt Paul zu. „Sie war immer eine nette Erzieherin.“

„Das verstehe ich“, erwidert Mama. „Aber du kannst sie bestimmt mal in den Ferien besuchen.“

„Ja, glaube ich auch“, stimmt Max ihr zu.

„Habt ihr eigentlich schon meine Schultüte vorbereitet?“, möchte Paul wissen. „Was ist denn da alles drin?“

„Das wird nicht verraten!“, antwortet Papa schmunzelnd. „Es soll ja eine Überraschung werden, wenn du sie zu Hause aufmachst.“

„Och, schade!“, seufzt Paul. „Na gut!“

Am nächsten Tag fahren Papa und Paul in ein Geschäft, denn Paul braucht ja auch noch einen Schulranzen.

Dort angekommen, schaut sich Paul neugierig um. Es gibt so viele verschiedene Ranzen in den schönsten Farben und mit vielen unterschiedlichen Motiven darauf.

„Es sind einfach zu viele!“, stellt Paul fest. „Und die sehen alle so schön aus. Ich kann mich gar nicht entscheiden!“

„Ach, du wirst schon etwas Passendes finden“, beruhigt ihn Papa.

Paul schaut sich weiter um. Schließlich entdeckt er einen Ranzen, der ihm besonders gut gefällt. Er ist schwarz und mit roten, gelben und blauen Sternen verziert.

„Papa, der ist cool! Den will ich haben!“, ruft er begeistert.

Papa betrachtet den Ranzen und nickt anerkennend. „Ja, der sieht wirklich sehr schön aus. Gut, du darfst ihn haben!“

Paul freut sich riesig. Gemeinsam nehmen er und Papa den Ranzen und gehen zur Kasse, um ihn zu bezahlen.

Zu Hause angekommen, zeigt Paul seinen neuen Schulranzen gleich Max und Mama. Die beiden betrachten ihn staunend.

„Der ist wirklich schön!“, lobt Mama.

„Und ob!“, pflichtet Max ihr bei.

„Jetzt sollten wir ihn mal anprobieren“, schlägt Papa vor.

Er setzt Paul den Ranzen auf den Rücken und bittet ihn, sich einmal umzudrehen, damit die anderen sehen können, wie er damit aussieht.

„Der passt ja perfekt!“, findet Mama.

„Ja, da hast du eine gute Wahl getroffen“, bestätigt Papa.

Beim Abendessen verkündet Paul stolz: „Jetzt muss ich nur noch viermal schlafen, dann geht die Schule los!“

Doch plötzlich kommen ihm Zweifel. Nachdenklich schaut er seine Eltern an.

„Aber was ist, wenn meine Lehrerin ganz streng ist, so wie in dem Film, den wir neulich gesehen haben? Und wenn sie solche schrecklichen Strafen aufgibt?“

Da lächelt sein großer Bruder und versucht, ihn zu beruhigen. „Ach was, Paul, da musst du dir keine Sorgen machen. Der Film von neulich spielt in einer ganz anderen Zeit. Damals war das in der Schule einfach noch anders. Solche Lehrer und Strafen gibt es heute nicht mehr.“

„Genau“, bestätigt Papa. „Da kannst du ganz sicher sein.“

„Na gut“, erwidert Paul und widmet sich wieder seinem Abendessen.

Ein paar Tage später ist es schließlich so weit: Paul kommt in die Schule!

Schon ganz früh steht er auf und kann es kaum erwarten, endlich loszugehen. Mehrmals läuft er zu seinen Eltern und erkundigt sich aufgeregt: „Wann gehen wir los? Wann gehen wir endlich los?“

Mama lächelt über seine Ungeduld. „Gleich nach dem Frühstück können wir los.“

In diesem Moment klingelt es an der Tür. Paul läuft sofort hin und öffnet sie. Draußen stehen Oma Christine und Opa Gerhard.

„Hallo, Paul!“, begrüßen ihn die beiden herzlich.

„Hallo, Oma! Hallo, Opa!“, erwidert Paul erfreut. „Was macht ihr denn hier?“

„Na, wir wollten dir gratulieren!“, erklärt Oma. „Schließlich gehst du jetzt auch in die Schule.“

„Bist du aufgeregt?“, erkundigt sich Opa.

„Ein bisschen“, gibt Paul zu.

„Das kann ich verstehen. Das war ich an meinem ersten Schultag damals auch“, erzählt Opa.

„Wisst ihr, was das Beste ist?“, fährt Paul begeistert fort. „Ich komme mit meinen besten Freunden Fritz und Chiara in eine Klasse!“

„Wirklich?“, staunt Oma. „Das freut mich für dich!“

Inzwischen ist auch Mama dazugekommen. Als sie ihre Eltern entdeckt, begrüßt sie die beiden herzlich.

„Oh, hallo, Mama! Hallo, Papa! Schön, dass ihr da seid. Wollt ihr uns nicht zu Pauls Einschulungsfeier begleiten?“

„Warum nicht?“, antwortet Oma und wendet sich an ihren Mann. „Was meinst du, Gerhard?“

Opa denkt kurz nach, bevor er zustimmt. „Also gut, einverstanden!“

„Hurra!“, freut sich Paul.

Und so setzen sich alle gemeinsam an den Frühstückstisch und essen miteinander. Anschließend ziehen sie ihre Schuhe an, verlassen das Haus und machen sich auf den Weg zur Schule.

Dort angekommen, entdecken sie auf dem Schulhof bereits viele Kinder, die ihre Schultüten in den Händen halten. In einer Ecke steht Fritz. Paul läuft sofort zu ihm.

„Hallo, Fritz! Bist du auch schon so aufgeregt wie ich?“

„Ja, klar!“, antwortet Fritz.

„Wo ist denn Chiara? Hast du sie schon gesehen?“, erkundigt sich Paul.

„Ja, sie steht da hinten!“, erklärt Fritz und zeigt in die entsprechende Richtung.

Paul macht sich gleich auf den Weg zu Chiara und begrüßt sie ebenfalls.

Dann ist es endlich so weit. Der Schuldirektor, Herr Käseberg, kommt nach draußen. Er geht zum Rednerpult, schaltet das Mikrofon ein und beginnt seine Ansprache:

„Liebe Schüler, liebe Eltern, liebe Verwandte! Ich möchte Sie zu unserem neuen Schuljahr herzlich willkommen heißen. Besonders freuen wir uns über die neuen Erstklässler, die in diesem Jahr an unsere Schule kommen. Liebe Erstklässler, ich heiße euch herzlich willkommen und wünsche euch viel Spaß, viele neue Freunde und vor allem, dass ihr immer fleißig beim Lernen seid!“

Anschließend ertönt kräftiger Applaus.

Schließlich ist es so weit: Paul, Fritz, Chiara und die anderen neuen Erstklässler werden in ihr Klassenzimmer geführt.

Dort setzt sich Paul neben Fritz. Chiara nimmt neben Helmut Platz, einem Jungen, der ebenfalls mit ihr, Paul und Fritz im Kindergarten war.

Kurz darauf betritt eine junge Frau den Raum. Sie stellt sich vor das Lehrerpult und begrüßt die Kinder freundlich.

„Guten Morgen, liebe Kinder! Ich bin Frau Thormann, eure neue Klassenlehrerin. Ich hoffe, dass wir gut miteinander auskommen werden und dass ihr viel Spaß haben werdet!“

Paul hebt neugierig den Kopf und erkundigt sich: „Wie heißt du denn mit Vornamen?“

Daraufhin ertönt lautes Gelächter in der Klasse.

Frau Thormann lächelt und erklärt: „Paul, man duzt die Lehrer nicht, sondern man sagt Sie!“

„Ach so, Entschuldigung, das wusste ich nicht!“, erwidert Paul verlegen. „Wissen Sie, im Kindergarten habe ich meine Erzieherin nämlich immer geduzt!“

„Schon gut!“, beruhigt ihn Frau Thormann. „Es ist eine große Umstellung für dich, aber ich denke, du wirst sie schon schaffen. Und um deine Frage zu beantworten: Ich heiße mit Vornamen Christa!“

Dann wendet sie sich wieder der ganzen Klasse zu.

„So, und jetzt wollen wir anfangen. Als Erstes schreibt ihr euren Namen!“

Das ist für Paul kein Problem. Er nimmt einen Stift und schreibt seinen Namen mit großen Buchstaben fehlerfrei auf ein leeres Blatt Papier.

Als Frau Thormann sich sein Blatt ansieht, ist sie beeindruckt.

„Das ist aber schön geworden! Du kannst schon sehr gut schreiben, Paul!“

„Oh, danke!“, freut sich Paul.

Auch bei Fritz und Chiara ist alles in Ordnung. Einige Kinder können ihre Namen allerdings noch nicht perfekt schreiben. Das ist aber überhaupt nicht schlimm. Frau Thormann macht ihnen Mut:

„Irgendwann werdet ihr es bestimmt auch gut können!“

Nach einer Weile ist es Zeit für die erste Pause. Die Kinder laufen auf den Schulhof.

Paul setzt sich neben Fritz und möchte wissen: „Was hast du denn in deiner Brotdose?“

Fritz öffnet seine Dose und zeigt ihm den Inhalt. „Ich habe ein Brot mit Salami und eine Banane. Und du?“

„Ich habe ein Brot mit Käse und Salat und ein paar Kekse! Willst du einen Keks?“, bietet Paul an.

„Gerne!“, nimmt Fritz das Angebot an.

In diesem Moment kommt Helmut zu den beiden und entdeckt die Kekse.

„Was, du hast Kekse, Paul? Darf ich auch einen haben?“

„Aber klar, Helmut! Nimm nur!“, lädt Paul ihn ein.

„Das ist aber nett, danke!“, freut sich Helmut und nimmt sich einen Keks.

Nach einer Weile klingelt die Glocke und die Pause ist vorbei. Paul, Fritz und Helmut schließen sich den anderen Kindern an und laufen zurück in ihr Klassenzimmer.

Dort wartet Frau Thormann bereits auf sie.

„Ich hoffe, ihr habt die Pause genossen! Jetzt machen wir weiter. Nun möchte ich, dass wir uns alle gegenseitig vorstellen!“

Chiara hebt den Finger und erkundigt sich: „Wie meinen Sie das?“

„Na, jeder von euch stellt sich einzeln vor die Tafel und erzählt ein bisschen von sich!“, erklärt Frau Thormann. „Wer möchte als Erstes?“

Paul meldet sich sofort und ruft: „Ich!“

„Gut, Paul!“, erwidert Frau Thormann. „Dann stell dich mal vor die Tafel!“

Paul steht auf, geht nach vorne und beginnt zu erzählen:

„Hallo, ich bin Paul und sechs Jahre alt! Ich habe eine Mama, einen Papa und einen großen Bruder namens Max. Als Haustier habe ich eine Katze namens Mucki. Am liebsten esse ich Schnitzel mit Kartoffelsalat. Meine Lieblingsspiele sind die Mario-Party-Spiele für den Nintendo 64! Ich habe davon Mario Party 1 und 2. Und sonst spiele ich noch gerne mit meinem großen Bruder und meinen besten Freunden Fritz und Chiara!“

Damit ist Paul fertig. Die anderen Kinder und auch die Lehrerin klatschen begeistert.

Nach ihm ist Fritz an der Reihe. Danach folgen Chiara, Helmut und die übrigen Kinder.

Schließlich ist der erste Schultag zu Ende und alle Schüler dürfen nach Hause gehen.

Auf dem Weg nach draußen trifft Paul seinen großen Bruder Max, der gerade aus seiner Klasse kommt. Gemeinsam gehen die beiden vor das Schulgebäude.

Dort warten bereits Mama, Papa, Oma Christine und Opa Gerhard auf sie.

„Na, Paul, wie war dein erster Schultag?“, möchte Mama wissen.

„Einfach super!“, strahlt Paul. „Wir durften alle unseren Namen schreiben und in der Pause habe ich mit Fritz und Helmut Kekse geteilt. Und zum Schluss haben wir alle noch von uns erzählt!“

„Das klingt ja nach einem tollen ersten Schultag!“, freut sich Oma.

„Das war es auch!“, bestätigt Paul.

„Und jetzt gehen wir alle nach Hause“, schlägt Papa vor.

„Gute Idee!“, stimmt Opa zu.

Zu Hause angekommen, macht Mama zur Feier des Tages Pauls Lieblingsessen: Schnitzel mit Kartoffelsalat!

Nach dem Essen darf Paul endlich seine Schultüte öffnen. Darin befinden sich viele tolle Sachen: ein neues Lineal, Buntstifte, eine Tafel Schokolade, ein neuer CD-Player und das Beste von allem: das Nintendo-64-Spiel Mario Party 3!

Paul staunt nicht schlecht und möchte sofort wissen: „Wo habt ihr das denn her?“

Mama schmunzelt und erklärt: „Das habe ich neulich auf dem Flohmarkt entdeckt. Und da wir schon Mario Party 1 und 2 haben, dachte ich mir, ich kaufe Mario Party 3 und lege es dir in die Schultüte!“

„Das ist ja lieb, danke!“, freut sich Paul.

Natürlich ist er auch über die anderen Sachen, die in seiner Schultüte waren, sehr glücklich.

„Schade, dass man so eine Schultüte nur am ersten Schultag bekommt!“, bedauert er schließlich.
 

John Goodman

Mitglied
Moin Joni

Band 13 gefällt mir.

Veränderung im Leben kann einem durchaus Angst machen, aber wenn man Rückhalt in der Familie und bei Freunden findet, merkt man schnell, dass die Sorgen unbegründet sind. Schön erzählt. Und irgendwie wünsche ich mir, hätte ich doch auch so eine behütete Kindheit gehabt, wie es bei Paul und Max der Fall ist. Inmitten der Schwärze, die uns umgibt, ist deine Story ein kleiner Lichtblick.

Die Dialoge sind schon deutlich besser geworden.


Gruß

John
 



 
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