Paul & Max, Band 5, Paul & Max besuchen Oma und Opa

Joni2010

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Hier die fünfte Geschichte von Paul & Max. Sie heißt Paul & Max besuchen Oma und Opa und ist diesmal etwas länger als die anderen Geschichten. Aber die sechste Geschichte wird bestimmt wieder etwas kürzer sein.



Das sind Paul und Max. Die beiden sind Geschwister. Paul ist 5 und Max 9 Jahre alt. Die beiden wohnen mit ihren Eltern in der Rosenstraße 62 in einem dunkelgrünen Einfamilienhaus. Außerdem haben sie noch eine Katze namens Mucki.

An diesem Nachmittag sind Paul und Max etwas beleidigt. Mama und Papa wollen zu ihrem Hochzeitstag nach Rom fahren, und Paul und Max dürfen nicht mit. Während ihre Eltern verreisen, sollen sie bei Oma Christine und Opa Gerhard bleiben.

Oma Christine und Opa Gerhard sind die Eltern ihrer Mama. Paul und Max sind eigentlich gerne bei ihnen, aber übernachtet haben sie dort noch nie. Jedenfalls können sie sich nicht daran erinnern.

„Wir wollen aber mit nach Rom“, sagt Paul.

„Das geht nicht“, erklärt Mama. „Papa und ich möchten unseren Hochzeitstag einmal ganz alleine feiern. Außerdem gefällt es euch beiden bei Oma und Opa bestimmt viel besser als in einer großen Stadt.“

„Kann schon sein“, meint Max. „Aber geschlafen haben wir noch nie bei ihnen.“

„Ihr werdet es schon schaffen“, sagt Mama.

Paul überlegt kurz. „Aber dann muss ich unbedingt meinen Teddy mitnehmen.“

„Und ich meine DVD-Boxen mit allen 210 Folgen der Garfield Show“, ergänzt Max. „Damit ich vor dem Einschlafen noch ein paar Folgen gucken kann. Das beruhigt mich nämlich immer.“

„Natürlich könnt ihr die Sachen mitnehmen“, sagt Mama. „Aber denkt auch an eure Zahnbürsten und Schlafanzüge.“

„Ja, schon klar“, antworten Paul und Max.

„Wann fahrt ihr eigentlich nach Rom, Mama?“, fragt Paul.

„Übermorgen“, antwortet Mama.

„Okay“, sagt Max.

Der nächste Tag ist mit Reisevorbereitungen vollgepackt. Mama und Papa müssen für Rom packen, während Paul und Max ihre Sachen für die Übernachtungen bei Oma und Opa zusammensuchen.

Paul packt seinen Teddy in seinen kleinen violetten Rucksack. Dazu kommen noch seine Taschenlampe, sein Lieblingsbuch und eine Tüte Gummibärchen.

Max hat alle Hände voll zu tun, seine Garfield-Show-DVD-Boxen in seinen Rucksack zu bekommen. Die Boxen sind ziemlich groß, und in jeder befinden sich mehrere Discs, weil es pro Staffel mehr als 50 Folgen gibt. Nach einigem Hin und Her schafft Max es schließlich.

Da kommt Mama in sein Zimmer.

„Na, alles okay, Max?“, fragt sie.

„Ja“, antwortet Max. „Ich habe alles eingepackt.“

„Ich bin auch fertig“, sagt Paul, der gerade hereinkommt.

„Gut“, sagt Mama. „Oma holt euch morgen früh ab. Danach bringt ihr mich und Papa noch zum Bahnhof.“

„Okay“, sagt Max.

Am nächsten Morgen sitzen Paul und Max mit ihren Eltern beim Frühstück. Mama erzählt, was sie und Papa in Rom alles unternehmen möchten.

„Wir gehen doch ins Kolosseum, oder, Schatz?“, fragt sie.

„Aber klar“, antwortet Papa. „Und zum Petersdom gehen wir auch.“

Dann schaut er zu Paul und Max.

„Und ihr? Habt ihr schon Ideen, was ihr mit Oma und Opa machen wollt?“

„Ich habe noch keine Idee“, sagt Paul.

„Ich auch nicht“, meint Max und überlegt.

Plötzlich fällt ihm etwas ein.

„Doch. Direkt neben Omas und Opas Haus ist doch dieses tolle Schwimmbad. Da könnten wir hingehen.“

„Oh ja“, sagt Paul. „Und ich würde mich freuen, wenn uns Opas Bruder Friedrich besucht. Der ist ein sehr lustiger Mensch.“

„Und am Abend könnten wir noch die Garfield Show gucken“, ergänzt Max.

Nach dem Frühstück klingelt es an der Haustür. Oma Christine ist da.

„Hallo, Oma“, rufen Paul und Max.

„Hallo, ihr beiden“, sagt Oma. „Freut ihr euch schon darauf, bei mir und Opa zu übernachten?“

„Und wie“, sagt Max.

„Können wir ins Schwimmbad gehen?“, fragt Paul.

„Oder in den Wald ganz in der Nähe?“, möchte Max wissen.

„Und dürfen wir mit Mamas alten Spielsachen spielen?“, fragt Paul.

Oma lacht.

„Halt, halt. Nicht so stürmisch. Wir haben doch genug Zeit.“

Da schaut Mama auf die Uhr.

„Oh, wir müssen los. Unser Zug fährt in einer halben Stunde.“

„Stimmt“, sagt Papa. „Dann sollten wir uns beeilen.“

Alle steigen in Omas Auto. Zuerst bringen sie Mama und Papa zum Bahnhof.

Dort fragt Paul: „Wann kommt ihr zurück, Mama?“

„Übermorgen Abend“, antwortet Mama.

Da fährt der Zug bereits in den Bahnhof ein.

Paul und Max umarmen ihre Eltern noch einmal.

„Tschüss, Mama. Tschüss, Papa. Viel Spaß.“

„Danke. Euch auch viel Spaß bei Oma und Opa“, sagt Mama.

Dann müssen Mama und Papa in den Zug steigen. Sie winken ihren Kindern noch einmal zu. Kurz darauf setzt sich der Zug in Bewegung.

Paul und Max schauen ihm nach. Beiden ist ein bisschen komisch zumute.

Oma legt ihnen eine Hand auf die Schulter.

„Wie wäre es, wenn wir zuerst noch ein Eis im Bahnhofscafé essen?“

„Oh ja“, sagt Paul.

Paul nimmt eine Kugel Kirsche, Max entscheidet sich für Vanille und Oma nimmt Schokolade.

Danach fahren sie zum Haus von Oma und Opa.

Dort begrüßt Opa Gerhard die beiden freudig.

„Hallo, ihr beiden. Kommt rein. Ich zeige euch erst einmal, wo ihr schlafen werdet.“

Paul und Max gehen mit Opa ins Haus.

Opa öffnet eine Tür.

„Das war das Zimmer eurer Mama, als sie noch ein Kind war. Hier könnt ihr schlafen.“

„Oh, cool“, sagt Paul.

Die beiden beginnen, ihre Sachen auszupacken. Paul legt seinen Teddy aufs Bett, während Max seine Garfield-Show-DVD-Boxen in ein Regal stellt.

Opa staunt, als er die vielen Boxen sieht.

„Die sind aber groß.“

„Ja. Da sind alle 210 Folgen der Garfield Show drin“, erklärt Max.

„210?“, fragt Opa. „Das sind aber ganz schön viele.“

„Das kann man wohl sagen“, meint Paul.

„Wir könnten heute Abend eine Folge anschauen“, schlägt Max vor. „Dürfen wir, Opa?“

„Aber sicher“, antwortet Opa.

Nachdem Paul und Max ihre Sachen ausgepackt haben, gibt es erst einmal Apfelkuchen, den Oma selbst gebacken hat. Dazu gibt es Schlagsahne.

Nach dem Kuchen sagt Oma: „Jetzt möchte ich euch etwas zeigen. Eure Mama und ihre Geschwister haben als Kinder einige interessante Sachen gehabt. Kommt mit auf den Dachboden.“

„Oh ja“, sagt Paul.

Paul und Max schauen sich gerne alte Dinge an.

Auf dem Dachboden öffnet Oma eine große Kiste. Darin liegen alte Spielsachen, Schachteln und viele andere Dinge.

Oma holt einen etwas zersausten Indianerschmuck heraus.

„Der hat eurem Onkel Roland gehört“, erklärt sie. „Er hat als Kind gerne Cowboy und Indianer gespielt.“

„Toll“, sagt Paul beeindruckt.

Dann holt Oma eine hübsche Muschel hervor.

„Diese Muschel hat eure Mama einmal von einem Strandurlaub mitgebracht. Damals war sie fünf Jahre alt.“

Paul betrachtet die Muschel neugierig.

Anschließend wühlt er selbst ein wenig in der Kiste und zieht mehrere Kassetten heraus.

Er schaut sie sich genauer an.

„Das sind Bibi und Tina.“

„Unsere Mama hat Bibi und Tina gehört?“, fragt er.

„Natürlich“, sagt Oma. „Sie und ihre Geschwister haben die Kassetten als Kinder rauf und runter gehört. Besonders oft hat eure Mama die Folge ,Papi lernt reiten‘ gehört.“

„Die kenne ich auch“, sagt Paul. „Das ist die Folge, in der Bibis Papi Bernhard auf den Martinshof kommt und an der Fuchsjagd teilnimmt.“

„Ganz genau“, sagt Oma.

Dann öffnet sie eine andere Kiste.

„Und jetzt zeige ich euch noch etwas, das nichts mit Spielen zu tun hat.“

Oma holt eine silberne Schatulle heraus und öffnet sie. Darin liegt eine goldene Kette.

„Boah, die ist schön“, sagt Max.

„Ja“, erklärt Oma. „Die hat meiner Mutter gehört, also eurer Uroma. Sie lebt leider nicht mehr.“

„Schade“, sagt Paul.

Oma legt die Kette vorsichtig zurück.

„Und was möchtet ihr jetzt machen?“

„Dürfen wir noch ein bisschen im Garten spielen, bevor es Abendessen gibt?“, fragt Paul.

„Natürlich“, sagt Oma.

Paul und Max laufen nach draußen.

Im Garten entdecken die beiden Opas Schuppen. Die Tür steht offen.

Paul und Max gehen hinein. Dort finden sie eine alte Kiste.

„Was da wohl drin ist?“, fragt Paul.

„Schauen wir nach“, sagt Max.

Sie öffnen die Kiste. Darin liegen, ähnlich wie in der Kiste auf dem Dachboden, viele alte Dinge.

Da kommt Opa hinzu.

„Hey, was macht ihr denn da?“

„Hallo, Opa“, sagt Paul. „Wir haben die alte Kiste entdeckt und wollten sehen, was darin ist.“

„Ach so“, sagt Opa. „Soll ich euch ein paar Sachen zeigen?“

„Oh ja, bitte“, sagen Paul und Max.

Opa zieht einen hübschen blauen Teddy aus der Kiste.

„Das war mein Lieblingsteddy, als ich klein war. Ich habe ihn damals überallhin mitgenommen.“

„Toll“, sagt Max.

Anschließend holt Opa eine kleine Schachtel heraus. Darin befinden sich alte Fotos.

Er zeigt auf ein Bild.

„Das ist ein Hochzeitsfoto meiner Eltern, also eurer Urgroßeltern. Das ist über 60 Jahre her. Kaum zu glauben, oder?“

„Allerdings“, sagt Max.

Max zeigt auf eine Frau auf dem Foto.

„Und wer ist diese Frau?“

„Das ist meine Tante Paula“, erklärt Opa. „Die Schwester meiner Mutter. Sie ist ein sehr netter Mensch.“

„Haben wir sie schon einmal gesehen?“, fragt Paul.

„Ja, als ihr noch kleiner wart. Heute lebt sie allerdings in Amerika.“

Opa holt ein weiteres Foto hervor.

„Und hier, das sind mein Bruder Friedrich und ich. Da muss ich ungefähr sechs oder sieben Jahre alt gewesen sein.“

Paul betrachtet das Bild.

„Mann, wie pummelig du warst.“

Opa lacht.

„Ja, das stimmt wohl. Aber jetzt haben wir genug Fotos angeschaut.“

Er legt die Bilder zurück in die Schachtel und diese wieder in die Kiste.

Danach holt er noch eine kleine silberne Kanne heraus.

„Was ist das?“, fragt Paul.

„Eine Milchkanne“, erklärt Opa. „Damit musste ich als Kind immer frische Milch vom Bauernhof holen. Die Milch hat meinem Bruder und mir damals sehr gut geschmeckt.“

„Das glaube ich dir“, sagt Paul.

Dann fragt er: „Kann dein Bruder uns mal besuchen kommen?“

„Klar“, sagt Opa. „Stellt euch vor, er kommt morgen sogar zum Frühstück. Ich habe ihn heute angerufen.“

„Das ist ja klasse“, sagen Paul und Max.

In diesem Moment ruft Oma aus dem Haus:

„Kinder, Abendessen.“

„Wir kommen“, rufen Paul und Max.

Gemeinsam mit Opa gehen sie ins Haus.

Oma hat Fischstäbchen mit Bratkartoffeln gemacht.

Paul und Max langen ordentlich zu. Paul nimmt sich gleich vier Fischstäbchen.

Oma muss lächeln.

„Na, Paul, du hast aber Hunger.“

„Na klar“, antwortet Paul. „Ich esse Fischstäbchen so gerne.“

Nach dem Abendessen helfen Paul und Max Oma beim Abwasch. Anschließend putzen sie sich im Badezimmer die Zähne.

Danach dürfen sie noch die Garfield Show anschauen.

„Zuerst suchst du eine Folge aus und dann ich, okay?“, schlägt Max vor.

„Ja, einverstanden“, sagt Paul.

Er überlegt.

„Ich würde gerne die Folge sehen, in der Mrs. Cauldrons Nichte Winona Jon heiraten will und ihn in den Turm der Hexerei bringt. Das ist eine meiner Lieblingsfolgen.“

„Du meinst ,Die Hexenbraut‘“, sagt Max. „Warte, das ist Folge 132 aus Staffel 3.“

Er holt die passende DVD heraus, legt sie in den DVD-Player und wählt die Folge im Menü aus.

Paul und Max amüsieren sich bei der Anfangsszene, in der Garfield den Karottenselleriesalat für den Geburtstag von Jons Freundin Liz mopst.

Auch die Szene, in der Garfield und Odie zusammen mit der von Winona in eine Maus verwandelten Liz und Mrs. Cauldron auf dem Staubsauger zum Turm der Hexerei fliegen, finden sie lustig.

Oma und Opa setzen sich zu ihnen und schauen ebenfalls mit.

Danach ist Max an der Reihe.

„Ich würde gerne ,Der neue Autor‘ sehen. Das ist Folge 154, ebenfalls aus Staffel 3.“

Sie wählen die Folge aus.

Darin geht es um Mr. Underberger, einen neuen Autoren der Garfield Show, der aus der Serie eine ernste Kultursendung machen möchte.

Besonders lustig finden die Kinder die Stellen, an denen Garfield sich als Doktor verkleidet und Mr. Underberger auf Bananenschalen ausrutscht.

Als die Folge vorbei ist, schaut Opa auf die Uhr.

„So, jetzt ist es Zeit fürs Bett.“

Paul und Max nicken, ziehen ihre Schlafanzüge an und gehen ins Bett.

Vor dem Einschlafen denkt Paul noch einmal an Mama und Papa.

„Was sie heute wohl alles in Rom gemacht haben?“, fragt er sich.

Kurz darauf schläft er ein.

Am nächsten Morgen kommt Oma ins Zimmer.

„Guten Morgen, ihr beiden.“

„Guten Morgen“, antworten Paul und Max und gähnen.

„Das Frühstück ist schon fertig. Und Friedrich müsste auch bald da sein.“

Paul und Max stehen auf und gehen ins Bad.

Kurz darauf sitzen sie in der Küche.

Auf dem Tisch stehen Brötchen, Kakao, Marmelade, Wurst und Käse. Oma hat sogar Rührei gemacht.

Paul bestreicht ein Brötchen mit Omas selbst gemachter Kirschmarmelade. Max belegt seines mit Käse.

Da klingelt es an der Tür.

Opa geht öffnen. Paul und Max laufen hinterher.

Vor der Tür steht Opas Bruder Friedrich.

„Hallo, Bruderherz“, begrüßt er Opa.

„Hallo, Friedrich“, erwidert Opa.

Als Friedrich Paul und Max sieht, lächelt er.

„Na so was. Euch beide habe ich ja lange nicht mehr gesehen. Schön, euch zu sehen.“

„Hallo, Onkel Friedrich“, sagen Paul und Max.

Friedrich schaut zur Seite.

„Ich habe übrigens noch jemanden mitgebracht.“

Neben ihm steht Georg, Pauls und Max' Cousin.

Georg ist der Sohn von Onkel Roland. Paul und Max freuen sich sehr, ihn zu sehen.

„Hallo, Georg“, sagt Max. „Was machst du denn hier?“

„Mir war zu Hause langweilig“, erklärt Georg. „Mein Papa muss arbeiten und meine kleine Schwester Vera hat Halsschmerzen. Mama muss sich um sie kümmern. Deshalb habe ich Onkel Friedrich gefragt, ob ich mit zu Oma und Opa kommen darf. Und er hat Ja gesagt.“

„Das ist ja klasse“, sagt Paul.

Opa deutet auf den Frühstückstisch.

„Wollt ihr nicht mit uns frühstücken?“

„Aber gerne“, sagt Friedrich.

Gemeinsam gehen sie in die Küche und setzen sich an den Tisch.

Beim Frühstück erzählt Friedrich ein paar Witze.

„Was ist grün und sitzt auf dem Klo? Ein Kacktus.“

Alle lachen.

Kurz darauf fragt Friedrich: „Was ist das Gegenteil von einer Orange?“

Alle überlegen.

„Keine Ahnung?“, sagt Friedrich. „Ganz einfach: eine Apfelne.“

Jetzt müssen alle noch mehr lachen.

Nach dem Frühstück gehen Paul und Max mit Georg in den Garten.

„Was wollen wir spielen?“, fragt Max.

„Vielleicht Verstecken?“, schlägt Paul vor.

Georg schüttelt den Kopf.

„Ach nö, das ist langweilig. Wir könnten auf meinem Handy Videos von meiner Lieblingstänzerin anschauen.“

„Na gut“, sagen Paul und Max.

„Danach können wir Oma und Opa fragen, ob wir ins Schwimmbad gehen.“

„Okay“, sagt Georg.

Sie setzen sich zusammen und schauen auf YouTube einige Videos.

Nach einer Weile wird Paul ungeduldig.

„Das ist schon das siebte Video. Können wir nicht mal etwas anderes machen?“

„Na gut“, sagt Max. „Dann fragen wir jetzt Oma und Opa.“

Bevor sie ins Haus gehen können, ruft Oma nach draußen:

„Kinder, Telefon. Paul, Max, eure Mama ist dran.“

Paul schaut überrascht.

„Mama? Wie nett, dass sie anruft.“

Oma gibt ihm das Handy.

„Hallo, Mama?“, sagt Paul.

„Hallo, Paul“, antwortet Mama. „Wie geht es dir und Max? Habt ihr eure erste Übernachtung gut überstanden? Und was habt ihr schon gemacht?“

„Uns geht es gut“, erzählt Paul. „Wir haben mit Oma und Opa alte Sachen und Fotos aus Kisten angeschaut. Gestern Abend haben wir die Garfield Show geguckt. Und Georg und Onkel Friedrich sind gerade auch hier.“

„Das klingt ja interessant“, sagt Mama. „Kannst du mir bitte einmal Max und Georg geben? Ich möchte auch mit ihnen sprechen.“

„Klar“, sagt Paul.

Er reicht das Handy zuerst Max und anschließend Georg.

Als Georg das Gespräch beendet hat, fragt Paul Oma:

„Können wir ins Schwimmbad gehen?“

„Natürlich“, sagt Oma. „Nach dem Mittagessen können wir los.“

Zum Mittagessen macht Oma Spaghetti mit Tomatensauce.

Direkt danach packen alle ihre Badesachen ein und gehen zum Schwimmbad nebenan.

Dort gibt es mehrere Schwimmbecken, ein Sprungbrett, einen kleinen Spielplatz und ein Restaurant.

Paul schaut sich begeistert um.

„Ist das toll hier.“

„Kann man wohl sagen“, stimmt Max ihm zu.

Zuerst gehen sie in die Umkleidekabine und ziehen ihre Badesachen an. Danach gehen sie ins Kinderbecken.

Georg springt als Erster hinein.

„Das Wasser ist schön warm.“

Paul und Max springen hinterher.

Eine Weile plantschen die drei im Wasser, spritzen sich gegenseitig nass und gehen auf die Wasserrutsche.

Irgendwann bekommen sie Hunger.

Gemeinsam mit Oma, Opa und Onkel Friedrich gehen sie ins Restaurant.

Paul bestellt Pommes mit Ketchup. Max nimmt eine Bratwurst und Georg einen Hot Dog. Paul möchte zusätzlich eine Himbeerlimonade.

Dann lassen sie es sich schmecken.

„Mhm, meine Pommes sind echt lecker“, sagt Paul.

„Mein Hot Dog auch“, meint Georg.

„Schön, dass es euch schmeckt“, sagt Opa.

Während des Essens erzählt Onkel Friedrich Geschichten aus seiner und Opas Kindheit.

„Einmal haben wir mit unseren Eltern Urlaub auf einem Bauernhof gemacht“, erzählt er. „Ich mochte eine bestimmte Kuh dort so gerne, dass ich jeden Tag mit ihr gekuschelt habe.“

„Süß“, sagen die Kinder.

„Und dann kam etwas noch Süßeres“, fährt Friedrich fort. „Die Kuh bekam nämlich ein Kälbchen. Mein Bruder und ich haben die Geburt sogar miterlebt.“

„Ja, daran erinnere ich mich noch gut“, sagt Opa.

Nach dem Essen wird es Zeit, nach Hause zu gehen.

Auf dem Rückweg erzählen Paul, Max und Georg, was ihnen an diesem Tag am besten gefallen hat.

Am Abend müssen Georg und Onkel Friedrich wieder nach Hause. Vorher darf Georg aber noch gemeinsam mit Paul und Max eine Folge der Garfield Show anschauen.

Heute darf Georg auswählen.

Da er die Serie noch nicht so gut kennt wie seine Cousins, schlägt Max vor, zunächst in Staffel 4 nach einer passenden Folge zu suchen.

Er legt die DVD ein und öffnet das Menü.

Georg entdeckt einen Titel, der ihm gefällt.

„Die Sinn-Krise. Das klingt interessant.“

„Gut, dann nehmen wir die“, sagt Max.

Sie starten die Folge.

In ,Die Sinn-Krise‘ steckt Garfield in einer existenziellen Krise. Er weiß nicht mehr, warum es ihn überhaupt gibt, und nicht einmal Jon kann ihn mit Lasagne aufmuntern.

Als Garfield traurig durch die Straßen zieht, trifft er Paddy, einen netten Kobold, den er bereits aus einer früheren Folge kennt.

Paddy nimmt Garfield mit in eine Parallelwelt. Dort zeigt er ihm anhand verschiedener Beispiele, warum es wichtig ist, dass es ihn gibt und wie die Welt ohne ihn aussehen würde.

In dieser Welt wohnt beispielsweise eine alte Dame in Jons Haus, während Jon und Odie in einer Villa leben. Auch Garfields Freundin Arlene ist dort mit Bruno zusammen, obwohl sie ihn eigentlich nicht leiden kann.

Am Ende kehrt Garfield glücklich in seine eigene Welt zurück.

Georg lehnt sich zurück.

„Das war eine coole Folge. Aber irgendwie auch ein bisschen traurig.“

„Ja“, meint Max. „Aber lehrreich ist sie auch.“

Opa schaut auf die Uhr.

„So, jetzt wird es wirklich Zeit.“

„Stimmt“, sagt Friedrich.

Er verabschiedet sich gemeinsam mit Georg von allen.

„Gute Nacht“, sagt Georg.

„Gute Nacht“, antworten Paul und Max.

Onkel Friedrich und Georg steigen ins Auto und fahren nach Hause.

Paul und Max essen anschließend mit Oma und Opa zu Abend. Danach putzen sie sich die Zähne und gehen ins Bett.

In dieser Nacht schläft Paul viel besser als in der ersten.

Am nächsten Morgen sitzen die vier beim Frühstück.

„Eure Eltern kommen heute Abend wieder“, sagt Oma. „Was wollen wir bis dahin noch machen?“

„Können wir in den Wald gehen?“, fragt Paul. „Dort ist es so schön.“

Opa nickt.

„Warum nicht. Das ist eine gute Idee.“

Nach dem Frühstück machen sie sich auf den Weg.

Im Wald ist es ruhig und wunderschön. Die Baumkronen sind grün, überall blühen Blumen und aus den Bäumen ist das Zwitschern der Vögel zu hören.

Paul und Max atmen die frische Luft ein.

„Ach, ist das schön hier“, sagt Paul.

„Da habt ihr recht“, meint Opa.

Paul entdeckt ein Eichhörnchen in einem Baum. Max sieht sogar eine kleine Wildschweinfamilie.

Opa macht einige Fotos, damit Paul und Max sie später ihren Eltern zeigen können.

Nach dem Spaziergang gehen sie wieder nach Hause.

Am frühen Abend ist es schließlich so weit.

Es klingelt an der Haustür.

Oma geht öffnen.

Vor der Tür stehen Mama und Papa.

Paul und Max kommen sofort angelaufen.

„Hallo, Mama. Hallo, Papa.“

Mama schließt ihre Kinder in die Arme.

„Hallo, ihr beiden.“

„Wie war es in Rom?“, fragt Paul.

„Wunderschön“, sagt Mama. „Wir waren im Kolosseum und beim Petersdom. Außerdem haben wir eine Bootstour gemacht.“

„Es war wirklich romantisch“, ergänzt Papa.

Dann schaut er zu Paul und Max.

„Und wie war es bei euch?“

„Auch ganz super“, erzählt Paul. „Wir waren mit Onkel Friedrich und Georg im Schwimmbad. Und heute Vormittag waren wir noch im Wald.“

„Wir wollten noch etwas unternehmen, bevor ihr wiederkommt“, ergänzt Max.

„Ach, da fällt mir ein“, sagt Papa. „Wir haben euch etwas aus Rom mitgebracht.“

Er öffnet seinen Koffer und holt ein Puzzle vom Kolosseum und einen Plüschdelfin heraus.

„Das Puzzle ist für dich, Paul. Und den Delfin haben wir für dich besorgt, Max.“

„Danke, Papa“, sagen beide.

Paul hält sein Puzzle in den Händen.

Dann fragt er: „Dürfen wir irgendwann wieder bei Oma und Opa übernachten?“

„Natürlich“, sagt Mama.

Max grinst.

„Vielleicht zusammen mit Georg.“

Da müssen alle lachen.
 
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Hallo Joni2010,

eine scheinbare Kleinigkeit stört mich hier beim Lesen ungemein. Das ist dieviel zu häufige Nutzung des Ausrufezeichens.
Ausrufezeichen machen Sätze laut und zackig. Aus recht normal hingesprochenen Sätzen werden Imperativaussagen. Das hat was von Kasernenton.
Ich würde damit viel sparsamer umgehen. Beispielsweise sind die Jungs am Anfang doch etwas enttäuscht von den Eltern, dass die sie nicht nach Rom mitnehmen. Wenn in so einer Mutter-Kind-Unterhaltung notwendige Absprachen getroffen werden, schmettert doch ein Kind kein "Alles klar!" raus.
Ich stelle mir da eher ein leises "Okay." mit dem Unterton der Enttäuschung vor. Und das geht nicht mit "!"
Einfach mal alle Ausrufezeichen durch Punkt ersetzen, mehrmals lesen, und dann entscheiden, wo es doch dringend notwendig ist, um eine Aussage zu verstärken.

Sorry für so viel Kritik wegen der kleinen Dinger ...
 

jon

Mitglied
Hallo Clown seiner Klasse,
das ist verschwendete Mühe. Joni will nichts lernen, er/sie ignoriert solche Hinweise.
 



 
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