Die neunte Geschichte. Sie heißt Paul & Max auf dem Bauernhof und geht wie folgt:
Das sind Paul und Max. Die beiden sind Geschwister. Paul ist 5 und Max 9 Jahre alt. Die beiden wohnen mit ihren Eltern in der Rosenstraße 62 in einem dunkelgrünen Einfamilienhaus. Außerdem haben sie noch eine Katze namens Mucki.
An diesem Mittag kommt Max sehr aufgeregt von der Schule nach Hause und ruft: „Mama, Papa, ich muss euch etwas erzählen!“
„Langsam, langsam, Max“, beruhigt Mama ihren ältesten Sohn. „Also, schieß los. Was ist passiert?“
„Ist es was Schlimmes?“, erkundigt sich Paul, der gerade dazukommt.
„Nein, im Gegenteil“, entgegnet sein großer Bruder. „Es ist etwas ganz Tolles. In einer Woche ist an meiner Schule das alljährliche Schulfest. Das ist etwas ganz Besonderes. Es gibt eine Hüpfburg, ein Trampolin und sogar eine Tombola.“
„Das klingt ja klasse“, findet Paul. „Schade, dass ich noch nicht zur Schule gehe.“
Doch da hält er plötzlich inne.
„Moment mal, dürfen eigentlich auch Familienmitglieder auf dem Schulfest dabei sein, die noch nicht oder nicht mehr zur Schule gehen?“
„Ich denke schon“, erwidert Max.
„Aber ja“, bestätigt Mama. „Auf dem Schulfest ist jeder willkommen.“
„Aber dann kann ich in einer Woche nicht in den Kindergarten gehen“, stellt Paul fest.
„Kein Problem. Ich rede mit Gertrud, deiner Erzieherin“, verspricht Papa.
„Gut, Papa“, freut sich Paul.
Jeden Tag bis zum Schulfest löchert Paul seinen großen Bruder nun mit verschiedenen Fragen. Wie hoch ist das Trampolin? Ist die Hüpfburg grün oder blau? Was gibt es bei der Tombola als Hauptpreis zu gewinnen? Und so weiter.
Max ist langsam genervt.
„Ach, Paul, hör auf zu fragen. Ich weiß es selber noch nicht.“
„Ach wirklich?“, entgegnet Paul enttäuscht. „Schade.“
„Sei nicht traurig“, versucht Max, seinen kleinen Bruder zu beruhigen. „Lassen wir uns einfach überraschen.“
„Okay“, stimmt Paul zu.
Papa hat inzwischen in Pauls Kindergarten angerufen und zu Pauls Erzieherin Gertrud gesagt, dass Paul in einer Woche zum Schulfest mitkommen will. Gertrud gibt ihr Okay.
Paul kann in den nächsten Nächten vor Aufregung kaum schlafen. Aber schließlich ist es endlich soweit: Der Tag des Schulfests ist da.
Pünktlich um acht verlassen Paul und Max mit Mama und Papa das Haus und machen sich auf den Weg zur Schule.
Dort ist auf dem Schulhof schon einiges los. Überall wehen bunte Fähnchen, und Luftballons in allen Regenbogenfarben hängen an einem Stand. Es duftet nach Würstchen, Pommes und Limonade.
„Wow, das sieht richtig cool aus“, findet Max.
„Stimmt“, stimmt ihm Paul zu.
„Was wollt ihr zuerst machen?“, erkundigt sich Papa.
„Dürfen wir zuerst auf die Hüpfburg?“, möchte Paul wissen.
„Aber sicher dürft ihr das“, erlaubt Mama.
Auf dem Weg zur Hüpfburg treffen sie jemanden, den sie kennen. Es sind Oma Christine und Opa Gerhard.
„Hallo alle zusammen“, begrüßen die beiden die Familie.
„Oma, Opa“, ruft Paul. „Was macht ihr denn hier?“
„Na, wir lassen uns das Schulfest doch nicht entgehen“, erklärt Oma.
„Ja, ich und mein Bruder Friedrich sind auch in diese Schule gegangen“, erzählt Opa.
„Was, die Schule ist schon so alt?“, staunt Max.
„Ja, die Schule gibt es schon über 110 Jahre“, informiert ihn Opa.
„110 Jahre?“, staunt Paul erneut. „Das ist ja unglaublich alt.“
„Ja, allerdings“, bestätigt Oma.
Dann gehen Paul und Max auf die Hüpfburg. Dort treffen sie Max' besten Freund Alexander und seine Klassenkameradin Sabine, in die er ein bisschen verliebt ist.
Alexander und Sabine freuen sich, Paul und Max zu sehen.
„Hallo, ihr beiden“, begrüßt Alexander sie. „Ihr auch hier?“
„Bist du denn heute gar nicht im Kindergarten, Paul?“, erkundigt sich Sabine.
„Nein, Papa hat mich sozusagen abgemeldet“, erklärt Paul. „Also kann ich das Schulfest mit euch genießen, obwohl ich erst nächstes Jahr in die Schule komme. Das ist echt cool, oder?“
„Ja, das ist es“, stimmt Alexander zu.
Und so fangen die vier an zu spielen. Erst hüpfen sie ein bisschen auf der Hüpfburg. Das macht Riesenspaß. Paul landet auf dem Bauch, und Max macht 29 Sprünge hintereinander und landet immer auf seinem Rücken.
Dann bekommen Paul und Max Hunger. Also gehen sie wieder zu ihren Eltern.
„Papa, ich habe Hunger“, teilt Paul seinem Vater mit.
„Ich auch“, ergänzt Max. „Kriegen wir etwas zu essen und zu trinken?“
„Aber klar“, versichert Papa. „Kommt mit.“
Und so gehen sie zum Essensstand. Dort erkundigt sich Papa bei Paul und Max, was sie möchten.
„Ich will Pommes mit Ketchup und zu trinken eine Lavendellimonade“, wählt Paul.
Max überlegt kurz.
„Ich möchte eine Bratwurst mit Senf und Ketchup und zu trinken eine Orangenlimonade.“
„Okay“, stimmt Papa zu.
Er bestellt:
„Hallo, wir hätten gern eine Portion Pommes frites mit Ketchup und eine Bratwurst mit Senf und Ketchup. Dazu eine Lavendel- und eine Orangenlimonade.“
„Aber gern“, antwortet der Verkäufer.
Nach einer Weile reicht er Papa das Gewünschte über den Tresen.
„Danke“, bedankt sich Papa und reicht ihm das Geld.
Paul und Max setzen sich auf eine Bank und lassen sich ihr Essen schmecken.
Doch da kommt plötzlich eine Dame angelaufen und ruft: „Ich brauche Hilfe.“
Max erkennt sie sofort.
„Hey, das ist doch meine Lehrerin Frau Wiesner.“
Dann wendet er sich an sie.
„Guten Tag, Frau Wiesner. Was ist denn passiert?“
„Ach, hallo, Max“, erwidert Frau Wiesner. „Ich habe meine Brille verlegt. Ich kann sie nicht finden, da ich nicht so gut sehe. Kannst du mir helfen, sie zu finden?“
„Aber klar“, verspricht Max.
„Darf ich auch mithelfen?“, bietet Paul seine Hilfe an.
„Aber sicher, das ist sehr nett von dir, Paul“, freut sich Frau Wiesner.
Und so fangen Paul und Max an, Frau Wiesners Brille zu suchen. Sie treffen dabei Alexander und Sabine.
Als sie den beiden erklären, was sie suchen, wollen sie ebenfalls mithelfen. Und so suchen sie nun zu viert.
Sie suchen auf dem Schulhof, aber ohne Erfolg. Schließlich beschließen sie, im Schulgebäude nachzusehen.
Dort suchen sie erst in der Bücherei, dann in Max' Klasse und schließlich im Lehrerzimmer.
Und dort werden sie endlich fündig.
Alexander entdeckt auf dem Schreibtisch eine kleine runde Brille.
„Das ist bestimmt Frau Wiesners Brille“, ruft er.
„Na dann, nichts wie zu ihr“, drängt Max.
Schnell laufen die vier wieder auf den Schulhof zu Pauls und Max' Eltern und Frau Wiesner.
Max reicht Frau Wiesner die Brille.
„Hier, Frau Wiesner, hier haben Sie Ihre Brille wieder. Sie lag im Lehrerzimmer.“
„Ah ja“, stellt Frau Wiesner fest und setzt ihre Brille wieder auf. „Danke für eure Hilfe.“
„Gern geschehen“, erwidern Paul, Max, Sabine und Alexander.
Und so geht das Schulfest weiter. Paul, Max und ihre Freunde machen noch beim Dosenwerfen mit, springen auf dem Trampolin und bekommen jeder einen Luftballon.
Und dann, schließlich, ist es soweit: Die Tombola beginnt.
Der Direktor, Herr Käseberg, hält eine Rede.
„Liebe Schüler, liebe Eltern, liebe Verwandte, ich danke Ihnen für Ihr zahlreiches Erscheinen und hoffe, dass Sie sich auf dem heutigen Schulfest sehr vergnügen. Und jetzt kommt der Höhepunkt des Festes: die Tombola.“
Alle Leute klatschen Applaus.
Jeder bekommt ein Tombolalos. Zuerst kommen mehrere kleine Preise, aber was der Hauptgewinn ist, weiß noch keiner.
Dann, endlich, ist es soweit. Herr Käseberg räuspert sich.
„Und jetzt, meine Herrschaften, der Hauptgewinn ist ... eine Reise nach München. Und der Gewinner dieses Hauptgewinns ist die Nummer ... 168.“
Nun schauen alle Leute auf ihre Lose.
Doch dann, nach einer Weile, ruft Oma Christine:
„Das ist meine Nummer. Ich habe gewonnen.“
„Was, wirklich?“, staunt Max.
„Herzlichen Glückwunsch, Oma“, gratuliert er ihr.
„Nach München, ist das nicht toll, Schatz?“, erkundigt sich Oma bei ihrem Mann.
„Ja, das ist es“, erwidert Opa. „München, dort waren wir schon seit 10 Jahren nicht mehr.“
„Oh Mann, ihr habt es gut“, findet Paul ein wenig neidisch. „Ich würde auch so gern nach München. Dort war ich nämlich noch nie.“
„Ich auch nicht“, ergänzt Max.
„Da habt ihr Glück“, verrät Oma schmunzelnd. „Es ist eine Familienreise. Das heißt, wir dürfen so viele Familienmitglieder mitnehmen, wie wir wollen.“
„Heißt das, wir dürfen mit?“, fragt Paul.
„Das ist ja klasse“, freut sich Max.
Dann schüttelt Herr Käseberg Oma noch die Hand und gratuliert ihr zum Gewinn der Reise.
Schließlich ist das Schulfest zu Ende. Alle Gäste gehen nach Hause.
Paul und Max verabschieden sich noch von ihren Freunden und machen sich dann mit ihren Eltern auf den Heimweg.
„Das war das coolste Schulfest überhaupt“, findet Paul.
„Allerdings“, stimmt ihm Max zu. „Ich freue mich schon auf das nächste.“
„Ich auch“, erwidert sein kleiner Bruder.
Da müssen alle lachen.
Das sind Paul und Max. Die beiden sind Geschwister. Paul ist 5 und Max 9 Jahre alt. Die beiden wohnen mit ihren Eltern in der Rosenstraße 62 in einem dunkelgrünen Einfamilienhaus. Außerdem haben sie noch eine Katze namens Mucki.
An diesem Mittag kommt Max sehr aufgeregt von der Schule nach Hause und ruft: „Mama, Papa, ich muss euch etwas erzählen!“
„Langsam, langsam, Max“, beruhigt Mama ihren ältesten Sohn. „Also, schieß los. Was ist passiert?“
„Ist es was Schlimmes?“, erkundigt sich Paul, der gerade dazukommt.
„Nein, im Gegenteil“, entgegnet sein großer Bruder. „Es ist etwas ganz Tolles. In einer Woche ist an meiner Schule das alljährliche Schulfest. Das ist etwas ganz Besonderes. Es gibt eine Hüpfburg, ein Trampolin und sogar eine Tombola.“
„Das klingt ja klasse“, findet Paul. „Schade, dass ich noch nicht zur Schule gehe.“
Doch da hält er plötzlich inne.
„Moment mal, dürfen eigentlich auch Familienmitglieder auf dem Schulfest dabei sein, die noch nicht oder nicht mehr zur Schule gehen?“
„Ich denke schon“, erwidert Max.
„Aber ja“, bestätigt Mama. „Auf dem Schulfest ist jeder willkommen.“
„Aber dann kann ich in einer Woche nicht in den Kindergarten gehen“, stellt Paul fest.
„Kein Problem. Ich rede mit Gertrud, deiner Erzieherin“, verspricht Papa.
„Gut, Papa“, freut sich Paul.
Jeden Tag bis zum Schulfest löchert Paul seinen großen Bruder nun mit verschiedenen Fragen. Wie hoch ist das Trampolin? Ist die Hüpfburg grün oder blau? Was gibt es bei der Tombola als Hauptpreis zu gewinnen? Und so weiter.
Max ist langsam genervt.
„Ach, Paul, hör auf zu fragen. Ich weiß es selber noch nicht.“
„Ach wirklich?“, entgegnet Paul enttäuscht. „Schade.“
„Sei nicht traurig“, versucht Max, seinen kleinen Bruder zu beruhigen. „Lassen wir uns einfach überraschen.“
„Okay“, stimmt Paul zu.
Papa hat inzwischen in Pauls Kindergarten angerufen und zu Pauls Erzieherin Gertrud gesagt, dass Paul in einer Woche zum Schulfest mitkommen will. Gertrud gibt ihr Okay.
Paul kann in den nächsten Nächten vor Aufregung kaum schlafen. Aber schließlich ist es endlich soweit: Der Tag des Schulfests ist da.
Pünktlich um acht verlassen Paul und Max mit Mama und Papa das Haus und machen sich auf den Weg zur Schule.
Dort ist auf dem Schulhof schon einiges los. Überall wehen bunte Fähnchen, und Luftballons in allen Regenbogenfarben hängen an einem Stand. Es duftet nach Würstchen, Pommes und Limonade.
„Wow, das sieht richtig cool aus“, findet Max.
„Stimmt“, stimmt ihm Paul zu.
„Was wollt ihr zuerst machen?“, erkundigt sich Papa.
„Dürfen wir zuerst auf die Hüpfburg?“, möchte Paul wissen.
„Aber sicher dürft ihr das“, erlaubt Mama.
Auf dem Weg zur Hüpfburg treffen sie jemanden, den sie kennen. Es sind Oma Christine und Opa Gerhard.
„Hallo alle zusammen“, begrüßen die beiden die Familie.
„Oma, Opa“, ruft Paul. „Was macht ihr denn hier?“
„Na, wir lassen uns das Schulfest doch nicht entgehen“, erklärt Oma.
„Ja, ich und mein Bruder Friedrich sind auch in diese Schule gegangen“, erzählt Opa.
„Was, die Schule ist schon so alt?“, staunt Max.
„Ja, die Schule gibt es schon über 110 Jahre“, informiert ihn Opa.
„110 Jahre?“, staunt Paul erneut. „Das ist ja unglaublich alt.“
„Ja, allerdings“, bestätigt Oma.
Dann gehen Paul und Max auf die Hüpfburg. Dort treffen sie Max' besten Freund Alexander und seine Klassenkameradin Sabine, in die er ein bisschen verliebt ist.
Alexander und Sabine freuen sich, Paul und Max zu sehen.
„Hallo, ihr beiden“, begrüßt Alexander sie. „Ihr auch hier?“
„Bist du denn heute gar nicht im Kindergarten, Paul?“, erkundigt sich Sabine.
„Nein, Papa hat mich sozusagen abgemeldet“, erklärt Paul. „Also kann ich das Schulfest mit euch genießen, obwohl ich erst nächstes Jahr in die Schule komme. Das ist echt cool, oder?“
„Ja, das ist es“, stimmt Alexander zu.
Und so fangen die vier an zu spielen. Erst hüpfen sie ein bisschen auf der Hüpfburg. Das macht Riesenspaß. Paul landet auf dem Bauch, und Max macht 29 Sprünge hintereinander und landet immer auf seinem Rücken.
Dann bekommen Paul und Max Hunger. Also gehen sie wieder zu ihren Eltern.
„Papa, ich habe Hunger“, teilt Paul seinem Vater mit.
„Ich auch“, ergänzt Max. „Kriegen wir etwas zu essen und zu trinken?“
„Aber klar“, versichert Papa. „Kommt mit.“
Und so gehen sie zum Essensstand. Dort erkundigt sich Papa bei Paul und Max, was sie möchten.
„Ich will Pommes mit Ketchup und zu trinken eine Lavendellimonade“, wählt Paul.
Max überlegt kurz.
„Ich möchte eine Bratwurst mit Senf und Ketchup und zu trinken eine Orangenlimonade.“
„Okay“, stimmt Papa zu.
Er bestellt:
„Hallo, wir hätten gern eine Portion Pommes frites mit Ketchup und eine Bratwurst mit Senf und Ketchup. Dazu eine Lavendel- und eine Orangenlimonade.“
„Aber gern“, antwortet der Verkäufer.
Nach einer Weile reicht er Papa das Gewünschte über den Tresen.
„Danke“, bedankt sich Papa und reicht ihm das Geld.
Paul und Max setzen sich auf eine Bank und lassen sich ihr Essen schmecken.
Doch da kommt plötzlich eine Dame angelaufen und ruft: „Ich brauche Hilfe.“
Max erkennt sie sofort.
„Hey, das ist doch meine Lehrerin Frau Wiesner.“
Dann wendet er sich an sie.
„Guten Tag, Frau Wiesner. Was ist denn passiert?“
„Ach, hallo, Max“, erwidert Frau Wiesner. „Ich habe meine Brille verlegt. Ich kann sie nicht finden, da ich nicht so gut sehe. Kannst du mir helfen, sie zu finden?“
„Aber klar“, verspricht Max.
„Darf ich auch mithelfen?“, bietet Paul seine Hilfe an.
„Aber sicher, das ist sehr nett von dir, Paul“, freut sich Frau Wiesner.
Und so fangen Paul und Max an, Frau Wiesners Brille zu suchen. Sie treffen dabei Alexander und Sabine.
Als sie den beiden erklären, was sie suchen, wollen sie ebenfalls mithelfen. Und so suchen sie nun zu viert.
Sie suchen auf dem Schulhof, aber ohne Erfolg. Schließlich beschließen sie, im Schulgebäude nachzusehen.
Dort suchen sie erst in der Bücherei, dann in Max' Klasse und schließlich im Lehrerzimmer.
Und dort werden sie endlich fündig.
Alexander entdeckt auf dem Schreibtisch eine kleine runde Brille.
„Das ist bestimmt Frau Wiesners Brille“, ruft er.
„Na dann, nichts wie zu ihr“, drängt Max.
Schnell laufen die vier wieder auf den Schulhof zu Pauls und Max' Eltern und Frau Wiesner.
Max reicht Frau Wiesner die Brille.
„Hier, Frau Wiesner, hier haben Sie Ihre Brille wieder. Sie lag im Lehrerzimmer.“
„Ah ja“, stellt Frau Wiesner fest und setzt ihre Brille wieder auf. „Danke für eure Hilfe.“
„Gern geschehen“, erwidern Paul, Max, Sabine und Alexander.
Und so geht das Schulfest weiter. Paul, Max und ihre Freunde machen noch beim Dosenwerfen mit, springen auf dem Trampolin und bekommen jeder einen Luftballon.
Und dann, schließlich, ist es soweit: Die Tombola beginnt.
Der Direktor, Herr Käseberg, hält eine Rede.
„Liebe Schüler, liebe Eltern, liebe Verwandte, ich danke Ihnen für Ihr zahlreiches Erscheinen und hoffe, dass Sie sich auf dem heutigen Schulfest sehr vergnügen. Und jetzt kommt der Höhepunkt des Festes: die Tombola.“
Alle Leute klatschen Applaus.
Jeder bekommt ein Tombolalos. Zuerst kommen mehrere kleine Preise, aber was der Hauptgewinn ist, weiß noch keiner.
Dann, endlich, ist es soweit. Herr Käseberg räuspert sich.
„Und jetzt, meine Herrschaften, der Hauptgewinn ist ... eine Reise nach München. Und der Gewinner dieses Hauptgewinns ist die Nummer ... 168.“
Nun schauen alle Leute auf ihre Lose.
Doch dann, nach einer Weile, ruft Oma Christine:
„Das ist meine Nummer. Ich habe gewonnen.“
„Was, wirklich?“, staunt Max.
„Herzlichen Glückwunsch, Oma“, gratuliert er ihr.
„Nach München, ist das nicht toll, Schatz?“, erkundigt sich Oma bei ihrem Mann.
„Ja, das ist es“, erwidert Opa. „München, dort waren wir schon seit 10 Jahren nicht mehr.“
„Oh Mann, ihr habt es gut“, findet Paul ein wenig neidisch. „Ich würde auch so gern nach München. Dort war ich nämlich noch nie.“
„Ich auch nicht“, ergänzt Max.
„Da habt ihr Glück“, verrät Oma schmunzelnd. „Es ist eine Familienreise. Das heißt, wir dürfen so viele Familienmitglieder mitnehmen, wie wir wollen.“
„Heißt das, wir dürfen mit?“, fragt Paul.
„Das ist ja klasse“, freut sich Max.
Dann schüttelt Herr Käseberg Oma noch die Hand und gratuliert ihr zum Gewinn der Reise.
Schließlich ist das Schulfest zu Ende. Alle Gäste gehen nach Hause.
Paul und Max verabschieden sich noch von ihren Freunden und machen sich dann mit ihren Eltern auf den Heimweg.
„Das war das coolste Schulfest überhaupt“, findet Paul.
„Allerdings“, stimmt ihm Max zu. „Ich freue mich schon auf das nächste.“
„Ich auch“, erwidert sein kleiner Bruder.
Da müssen alle lachen.