Per mutationem

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Walther

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Per mutationem


Brich uns das brot & wasche
mit dem essig die wunden aus
die du mir stachst dir stachst
in der frühen wut der morgen

Röte als der nebel die nacht
verschlang – mit weicher haut
& langen haaren – mit vollen
brüsten & dem wellen gang

Des mehrs: die tücher die
wärmen sollten kühlen aus –
die kuhlen verlassen in
denen unsere schatten bleiben

Du schürzt die lippen &
lässt die zunge über die
schrundigen münder gleiten
die sprache ist uns stumm &

Dornen kränzen deine
stirn unter der augen glühn
die mein herz aus trocknen
während deine kalten hände

Nach dem leben greifen –
ich bin dein opfer & du
wirst mich reißen & ein
verleiben damit wir eins sind
 

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