phaeton (gelöscht)

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Tula

Mitglied
Hallo mondnein

ich musste mich belesen, um zu entschlüsseln, um welchen Phaeton es hier geht (von der VW Schleichwerbung mal abgesehen). Ich habe mich für den Sohn des Helios entschieden, der seinem Vater den Kutschenschlüssel klaute und am Ende leblos in einen Fluss stürzte. Also in etwa eine Ikarus - Pointe - wer zu hoch fliegt...

Mir gefiel die Idee, sich selbst als eine von vielen Lotto-nummern in der Kugel zu sehen, in der Erwartung, einem der Hörer auf der anderen Seite als Glücksnummer zu dienen, ohne Gewähr, wie du schreibst.

Noch eine kleine Kritik: es liest sich stellenweise ein wenig holperig, vor allem die Zeile mit dem Boxenschelm.


LG
Tula
 

Mondnein

Mitglied
boxenschelm

Das mit dem "holprig" könnte egal sein, da diese Verse keinem festen metrischen Schema folgen.
Zufälligerweise sind es vier Hebungen pro Vers.
Und genauso zufällig enden alle betont.
Aber die Anfänge sind ungeregelt, unregelmäßig.
Man kann es also einfach so runterlesen, das ist dann immer richtig, weil keine metrische Richtschnur vorgespannt wird.

Allerdings vermeide ich auch dann die Häufungen der Kürzen, also Betonungsfolgen, wo drei Kürzen bzw. Unbetonte (oder "Senkungen" nebeneinander stehen.
So bleibt es bei Iamben/Trochäen und Daktylen (bzw. Anapästen und Amphibrachen), also bei einem gleichmäßigen Wechsel von Hebungen (nie zwei nebeneinander) und einfachen oder Doppel-Senkungen. "Nur keine Dreier von Unbetonten", das versuche ich beizubehalten, sonst gäbe es tatsächlich Stolperfallen.

l[blue]í[/blue]tz und w[blue]éi[/blue]ht dich zum b[blue]ó[/blue]xensch[blue]é[/blue]lm
 

Mondnein

Mitglied
boxenschelm

Hallo, Tula!
Ich weiß nicht, warum man meine Antwort auf Deine Probleme ausblendet, langsam werde ich sauer über die Zensur in diesem Haus.
Hier also noch einmal meine Antwort, die eigentlich mit der Analyse der Metrik zu tun hat und nicht bloß irgendeine Assoziations-Anmerkung ist.
Bitte drück nächstes Mal den anderen Knopf, den für die analytischen Kommentare, damit meine Antwort nicht als Hochpuschen "ausgeblendet" wird.



Das mit dem "holprig" könnte egal sein, da diese Verse keinem festen metrischen Schema folgen.
Zufälligerweise sind es vier Hebungen pro Vers.
Und genauso zufällig enden alle betont.
Aber die Anfänge sind ungeregelt, unregelmäßig.
Man kann es also einfach so runterlesen, das ist dann immer richtig, weil keine metrische Richtschnur vorgespannt wird.

Allerdings vermeide ich auch dann die Häufungen der Kürzen, also Betonungsfolgen, wo drei Kürzen bzw. Unbetonte (oder "Senkungen" nebeneinander stehen.
So bleibt es bei Iamben/Trochäen und Daktylen (bzw. Anapästen und Amphibrachen), also bei einem gleichmäßigen Wechsel von Hebungen (nie zwei nebeneinander) und einfachen oder Doppel-Senkungen. "Nur keine Dreier von Unbetonten", das versuche ich beizubehalten, sonst gäbe es tatsächlich Stolperfallen.

quote:lítz und wéiht dich zum bóxenschélm
 

Tula

Mitglied
Hallo mondnein

keine Sorge, deine Antwort war mir nicht entgangen. Ich vermute, dass das Ausblenden eher ein Versehen war, oder eine Verwechslung, denn mit der anonymen Bewertung habe ich ja nichts zu tun.

Dennoch gestehe ich, dass ich deine Gedichte lieber in der "flüssigen Fassung" lese, dann passt es besser zum inhaltlich und sprachlich skurrilen Stil (das ist als Lob zu verstehen), der deine Werke charakterisiert. Auch wenn ich mich hin und wieder etwas überfordert fühle :)

Nimm die schlechten Bewertungen nicht allzu ernst; es sind und bleiben subjektive Einschätzungen (auch unsere sind es), oftmals wird eben auch "Geschmack" bewertet, bei jeder Art von Kunst immer so eine Sache ... Solange es nicht persönlich und gehässig wird ...

LG
Tula
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Oben Unten