Pico

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HerbertH

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Pico

lavaköpfe riesiger reptilien ragen
fragend ins meer und wellen
brechen an ungeschliffenem
gestein und rollen über
rundgeschliffenes

doch das gebiss des krokodils ist
groß und mächtig und kaum
zu toppen von den wurzelungetümen
unter grünem laubdach hochgetürmt
auf den eltern der felsen

ein schwarzer labrador
legt sein steiniges maul
über salzige wogen
und beschaut regungslos
den horizont
 

wüstenrose

Mitglied
Lieber Herbert,

durch deine Küstenimpressionen dieser (mir unbekannten) Insel entstehen vor meinem inneren Auge urwüchsige, archaische Bilder. Und, nicht zuletzt, findet die Sehnsucht, die aus den Zeilen spricht, den Weg bis zum Leser: Ich möchte auch dort sein, wo Zeit und Strömung gebrochen werden, wo Ruhe einkehrt, wo Raum ist für Sammlung und Meditation.
Dein Gedicht gefällt mir sehr gut.

lg wüstenrose
 

HerbertH

Mitglied
Liebe Wüstenrose,

es freut mich sehr, dass dieses Gedicht diese Naturerlebnisse und
Bilder so zu Dir transportieren konnte. So wie Du es beschreibst, genauso hielten mich diese Eindrücke fest im Griff und ich kann nur wünschen, dass auch Du das Glück hast, diese Insel der Azoren einmal zu bereisen.

Liebe Grüsse

Herbert
 

HerbertH

Mitglied
Wenn man die schroffe Küstenlandschaft auch nicht gerade als Strand bezeichnen kann, werde ich dennoch auch dieses Gedicht in den Strandlieder-Zyklus aufnehmen...
 

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