Qual der Wahl - unpandemisches Spring Sonnet

Walther

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Qual der Wahl

Der warme Wind: Er wiegt so gut. Und sicher
Ist nicht mehr Winter, nicht mehr bäh! und kalt,
Und in den Frühlingswiesen wohnt Gekicher.
Frühmorgens, wenn der laute Zwitscherterror schallt,

Schließ ich das Fenster, dreh mich nochmal rum
Und lass die Sonne meine Träume fluten.
Dann denke ich mir schon, es wär nicht dumm,
Sich solchen Tags doch endlich mal zu sputen,

Um all die blauen Bänder aufzuwickeln,
Die in der weiten Landschaft lockend liegen.
Kerl, es ist Zeit, den Schönen nach zu spickeln,
Zu schauen, ob sie sich auch wirklich kriegen!

Doch ich bin lasch – und meine Liebste lascher:
Wir bleiben da und spielen Kusserhascher.
 

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