Räuber / Kinder

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molly

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Räuber ( aktuelle Version)

Es lebte Räuber Kunibert
in einem Wald recht unbeschwert.
Der Schurke wohnte ganz gemütlich,
in seinem Baumhaus war es friedlich.

Einst kehrte er vom Raub zurück,
und kletterte mit viel Geschick,
ins stille Haus im Eichenbaum.
Da dachte er, dies sei im Traum.

Dann schrie er laut und ganz entsetzt:
Die Hängematte war besetzt!
Dem Gauner wurd’s im Magen flau,
in seiner Matte lag ‘ne Frau!

"Hau ab!" rief sie. "Das sag ich Dir:
Dein Baumhaus, das gehört jetzt mir!"
Dem Räuber schlotterten die Knie,
er fühlte elend sich, wie nie.

Der Schurke stieß die Matte an.
„Halt“ rief sie, er dacht‘ nicht dran.
Sie klagte sehr, es ging ihr schlecht.
Er sagte nur: „Geschieht dir recht.“

Sie hielt sich fest an seinem Kissen,
Nun wollte er den Namen wissen.
Sie krächzte: „Kunigunde heiße ich.“
Er sagte: „Gut, dann koch für mich!“

Das kam ihr gar nicht in den Sinn,
sie war doch eine Räuberin,
und Kochen, Putzen, all' die Sachen,
die würden sie gemeinsam machen!

Der Räuber seufzte: „Dann bleib hier,
die neue Matte kauf ich dir,
ein Kuschelkissen noch dazu,
und jetzt sei still, lass mich in Ruh.

(c)M.R
 
Zuletzt bearbeitet:

molly

Mitglied
Räuber

Einst lebte Räuber Kunibert
in einem Wald recht unbeschwert.
Der Räuber wohnte ganz gemütlich,
in seinem Baumhaus war es friedlich.

Er kehrte mal vom Raub zurück,
und kletterte mit viel Geschick,
ins stille Haus im Eichenbaum.
Er dachte gleich, er sei im Traum.

Dann schrie er laut und ganz entsetzt:
die Hängematte war besetzt!
Dem Räuber wurd’s im Magen flau,
in seiner Matte lag ‘ne Frau!

Sie rieft: „hau ab, oder bist du taub.
Dein Baumhaus ist mein bester Raub.
Dem Räuber schlotterten die Knie,
er fühlte elend sich, wie nie.

Der Räuber stieß die Matte an.
Halt“ rieft sie, er dacht‘ nicht dran.
Sie klagte sehr, ihr ging es schlecht.
Er sagte nur: „geschieht dir recht.“

Sie hielt sich fest an seinem Kissen,
Nun wollte er den Namen wissen.
Sie krächzte: „Kunigunde heiße ich.“
Er sagte: „Gut, dann koch für mich!“

Das kam ihr gar nicht in den Sinn,
sie war doch eine Räuberin,
und kochen, putzen, alle Sachen,
das würden sie gemeinsam machen!

Der Räuber seufzte: „dann bleib hier,
die neue Matte kauf ich dir,
ein Kuschelkissen noch dazu,
dann schlafen wir in guter Ruh.“
 

blackout

Mitglied
Räuber/Kinder

Molly, ein Kindergedicht. An welches Alter hattest du dabei gedacht? Die Story nicht sehr umwerfend: Räuber wird von Räuberin seines Baumhauses beraubt, aber Räuber ärgert sich nicht und schmeißt sie vom Baum, sondern kauft eine zweite Matte, und so wurden sie glücklich. Ein Lehrgedicht: Wenn dir einer auf die Backe haut, halt auch noch die andere hin, damit es keinen Zank und Streit gibt. So erzieht man Duckmäuser.

Die Sprache entspricht sicher dem Alter 5 bis 7 Jahre. Aber ich frage mich, wo doch so viele Räuber gerade in der Kinderliteratur ihr Unwesen treiben, muss es unbedingt ein Räuber, ein Krimineller sein? Ein ganz normaler Junge von heute wäre meiner Ansicht nach pädagogisch wertvoller.

Zum Technischen:
Es ist ein erzählendes Gedicht, deshalb auch recht lang.
Ein Jambusgedicht mit im allgemeinen vier Hebungen, nur im ersten Vers unterschlägst du eine.

Noch ein paar Kleinigkeiten: 3. Person Singular Präteritum lautet "rief" und nicht "rieft". Du hast diese falsche Form zweimal im Gedicht.

Kochen, Putzen usw. sind in diesem Fall Substantive und werden großgeschrieben.

Und dann frage ich mich, warum es der Kunigunde eigentlich schlecht geht, wo sie jetzt eigentlich ganz munter sein müsste nach ihrem Raub, schlecht geht es doch eine Strophe vorher dem Kunibert, dem geht es sogar elend. Da werden die Kinder einhaken.

Wobei ich mich frage, ob sich Kinder dieses Alters mit einer so ereignislosen Story zufriedengeben werden. Die brauchen doch wohl ein bisschen mehr Rabatz.

blackout
 

molly

Mitglied
Räuber

Einst lebte Räuber Kunibert
in einem Wald recht unbeschwert.
Der Räuber wohnte ganz gemütlich,
in seinem Baumhaus war es friedlich.

Er kehrte mal vom Raub zurück,
und kletterte mit viel Geschick,
ins stille Haus im Eichenbaum.
Er dachte gleich, er sei im Traum.

Dann schrie er laut und ganz entsetzt:
die Hängematte war besetzt!
Dem Räuber wurd’s im Magen flau,
in seiner Matte lag ‘ne Frau!

Sie rief: „hau ab, oder bist du taub.
Dein Baumhaus ist mein bester Raub.
Dem Räuber schlotterten die Knie,
er fühlte elend sich, wie nie.

Der Räuber stieß die Matte an.
Halt“ rief sie, er dacht‘ nicht dran.
Sie klagte sehr, ihr ging es schlecht.
Er sagte nur: „geschieht dir recht.“

Sie hielt sich fest an seinem Kissen,
Nun wollte er den Namen wissen.
Sie krächzte: „Kunigunde heiße ich.“
Er sagte: „Gut, dann koch für mich!“

Das kam ihr gar nicht in den Sinn,
sie war doch eine Räuberin,
und kochen, putzen, alle Sachen,
das würden sie gemeinsam machen!

Der Räuber seufzte: „dann bleib hier,
die neue Matte kauf ich dir,
ein Kuschelkissen noch dazu,
dann schlafen wir in guter Ruh.“
 

molly

Mitglied
Hallo blackout,

ich danke Dir für Dein ehrliches Echo. Kunibert und Kunigunde sind zwei, die in meinen Pfeffermännchen Geschichten Rabatz machen.
Ich wollte die Geschichte, wie die beiden sich kennen gelernt haben, einfach einmal in Reimform schreiben.
Aus pädagogischen Gründen ;) kauft Kunibert eine Matte und klaut sie nicht. Übel wird es Kuigunde, weil er die Matte anstößt und nicht damit aufhört.

"rieft"- sind reine Druckfehler.

Vioele Grüße

molly
 

molly

Mitglied
Räuber

Einst lebte Räuber Kunibert
in einem Wald recht unbeschwert.
Der Räuber wohnte ganz gemütlich,
in seinem Baumhaus war es friedlich.

Er kehrte mal vom Raub zurück,
und kletterte mit viel Geschick,
ins stille Haus im Eichenbaum.
Er dachte gleich, er sei im Traum.

Dann schrie er laut und ganz entsetzt:
die Hängematte war besetzt!
Dem Räuber wurd’s im Magen flau,
in seiner Matte lag ‘ne Frau!

Sie rief: „hau ab, oder bist du taub.
Dein Baumhaus ist mein bester Raub.
Dem Räuber schlotterten die Knie,
er fühlte elend sich, wie nie.

Der Räuber stieß die Matte an.
Halt“ rief sie, er dacht‘ nicht dran.
Sie klagte sehr, ihr ging es schlecht.
Er sagte nur: „geschieht dir recht.“

Sie hielt sich fest an seinem Kissen,
Nun wollte er den Namen wissen.
Sie krächzte: „Kunigunde heiße ich.“
Er sagte: „Gut, dann koch für mich!“

Das kam ihr gar nicht in den Sinn,
sie war doch eine Räuberin,
und Kochen, Putzen, alle Sachen,
das würden sie gemeinsam machen!

Der Räuber seufzte: „dann bleib hier,
die neue Matte kauf ich dir,
ein Kuschelkissen noch dazu,
dann schlafen wir in guter Ruh.“
 

anbas

Mitglied
Liebe Monika,

es ist spät und nachher, wenn ich aufstehen muss, werde ich mich verfluchen - aber ich kann es nicht lassen. Hier also ein paar Anmerkungen von mir:

Räuber

Einst lebte Räuber Kunibert
in einem Wald recht unbeschwert.
Der Räuber wohnte ganz gemütlich,
in seinem Baumhaus war es friedlich.

[blue]Einst kehrte er[/blue] vom Raub zurück,
und kletterte mit viel Geschick,
ins stille Haus im Eichenbaum.
[blue]Da dachte er, dies[/blue] sei im Traum.

Dann schrie er laut und ganz entsetzt:
die Hängematte war besetzt!
Dem Räuber wurd’s im Magen flau,
in seiner Matte lag ‘ne Frau!

Sie rief: „hau ab, oder bist du taub.
Dein Baumhaus ist mein bester Raub.
Da die erste Zeile metrisch holpert, schlage ich Folgendes vor:

[blue]"Hau ab!" rief sie, "Das sag ich Dir:
Dein Baumhaus, das gehört jetzt mir!"[/blue]
Dem Räuber schlotterten die Knie,
er fühlte elend sich, wie nie.

Der Räuber stieß die Matte an.
[red]"[/red]Halt“ rief sie, er dacht‘ nicht dran.
Sie klagte sehr, ihr ging es schlecht.
Er sagte nur: „[red]G[/red]eschieht dir recht.“

Sie hielt sich fest an seinem Kissen,
Nun wollte er den Namen wissen.
Sie krächzte: „Kunigunde heiße ich.“
Er sagte: „Gut, dann koch für mich!“

Das kam ihr gar nicht in den Sinn,
sie war doch eine Räuberin,
und Kochen, Putzen, [blue]all' die[/blue] Sachen,
[blue]die[/blue] würden sie gemeinsam machen!

Der Räuber seufzte: „[red]D[/red]ann bleib hier,
die neue Matte kauf ich dir,
ein Kuschelkissen noch dazu,
dann schlafen wir in guter Ruh.“
[blue](und jetzt sei still, lass mich in Ruh") ;)[/blue]
Wie immer - alles nur Ideen und Vorschläge.

Liebe Grüße

Andreas
 

molly

Mitglied
Lieber Andreas,

super, wie immer, vor allem auch der letzte Satz.

Doch in den ersten beiden Versen käme jedesmal "Einst" vor.

Da muss ich mir noch was überlegen.

Vielen Dank, ich verbessere so schnell wie möglich.

Liebe Grüße

Monika
 

molly

Mitglied
Räuber

Es lebte Räuber Kunibert
in einem Wald recht unbeschwert.
Der Räuber wohnte ganz gemütlich,
in seinem Baumhaus war es friedlich.

Einst kehrte er vom Raub zurück,
und kletterte mit viel Geschick,
ins stille Haus im Eichenbaum.
Da dachte er, dies sei im Traum.

Dann schrie er laut und ganz entsetzt:
die Hängematte war besetzt!
Dem Räuber wurd’s im Magen flau,
in seiner Matte lag ‘ne Frau!

"Hau ab!" rief sie, "Das sag ich Dir:
Dein Baumhaus, das gehört jetzt mir!"
Dem Räuber schlotterten die Knie,
er fühlte elend sich, wie nie.

Der Räuber stieß die Matte an.
„Halt“ rief sie, er dacht‘ nicht dran.
Sie klagte sehr, ihr ging es schlecht.
Er sagte nur: „Geschieht dir recht.“

Sie hielt sich fest an seinem Kissen,
Nun wollte er den Namen wissen.
Sie krächzte: „Kunigunde heiße ich.“
Er sagte: „Gut, dann koch für mich!“

Das kam ihr gar nicht in den Sinn,
sie war doch eine Räuberin,
und Kochen, Putzen, all' die Sachen,
die würden sie gemeinsam machen!

Der Räuber seufzte: „Dann bleib hier,
die neue Matte kauf ich dir,
ein Kuschelkissen noch dazu,
und jetzt sei still, lass mich in Ruh.

(c)M.R
 

anbas

Mitglied
Liebe Monika,

schon deutlich besser!

Wie so oft fallen mir allerdings weitere "Baustellen" auf, sobald die gröbsten behoben wurden ...

Schau mal, ob Du das Wort "Räuber" etwas seltener nutzen kannst - vor allem im ersten Vers.

Liebe Grüße

Andreas
 

molly

Mitglied
Danke, Andreas

:D Ha, die gröbsten behoben! Ich habe noch 2 passende Wörter gefunden, warte aber bis Morgen.

Liebe Grüße

Monika
 

molly

Mitglied
Räuber

Es lebte Räuber Kunibert in LL
in einem Wald recht unbeschwert.
Der Schurke wohnte ganz gemütlich,
in seinem Baumhaus war es friedlich.

Einst kehrte er vom Raub zurück,
und kletterte mit viel Geschick,
ins stille Haus im Eichenbaum.
Da dachte er, dies sei im Traum.

Dann schrie er laut und ganz entsetzt:
die Hängematte war besetzt!
Dem Gauner wurd’s im Magen flau,
in seiner Matte lag ‘ne Frau!

"Hau ab!" rief sie. "Das sag ich Dir:
Dein Baumhaus, das gehört jetzt mir!"
Dem Räuber schlotterten die Knie,
er fühlte elend sich, wie nie.

Der Schurke stieß die Matte an.
„Halt“ rief sie, er dacht‘ nicht dran.
Sie klagte sehr, ihr ging es schlecht.
Er sagte nur: „Geschieht dir recht.“

Sie hielt sich fest an seinem Kissen,
Nun wollte er den Namen wissen.
Sie krächzte: „Kunigunde heiße ich.“
Er sagte: „Gut, dann koch für mich!“

Das kam ihr gar nicht in den Sinn,
sie war doch eine Räuberin,
und Kochen, Putzen, all' die Sachen,
die würden sie gemeinsam machen!

Der Räuber seufzte: „Dann bleib hier,
die neue Matte kauf ich dir,
ein Kuschelkissen noch dazu,
und jetzt sei still, lass mich in Ruh.

(c)M.R
 

molly

Mitglied
Hi Andreas,

nun habe ich die all zuvielen Räuber durch Gauner und Schurken ersetzt und hoffe, dass jetzt keine Baustelle mehr offen ist.

Danke Dir und liebe Grüße

Monika
 

anbas

Mitglied
Ähm ... schau Dir mal die erste Zeile an
Es lebte Räuber Kunibert in LL
:eek: ... was ist da passiert???

Außerdem:
Wenn nach einem Doppelpunkt ein vollständiger Satz folgt, geht es - soweit ich weiß - mit Großschreibung weiter. Also:
Dann schrie er laut und ganz entsetzt:
[blue]D[/blue]ie Hängematte war besetzt!
Den Rest schaue ich mir heute Abend an.

Liebe Grüße

Andreas
 

molly

Mitglied
Räuber

Es lebte Räuber Kunibert
in einem Wald recht unbeschwert.
Der Schurke wohnte ganz gemütlich,
in seinem Baumhaus war es friedlich.

Einst kehrte er vom Raub zurück,
und kletterte mit viel Geschick,
ins stille Haus im Eichenbaum.
Da dachte er, dies sei im Traum.

Dann schrie er laut und ganz entsetzt:
Die Hängematte war besetzt!
Dem Gauner wurd’s im Magen flau,
in seiner Matte lag ‘ne Frau!

"Hau ab!" rief sie. "Das sag ich Dir:
Dein Baumhaus, das gehört jetzt mir!"
Dem Räuber schlotterten die Knie,
er fühlte elend sich, wie nie.

Der Schurke stieß die Matte an.
„Halt“ rief sie, er dacht‘ nicht dran.
Sie klagte sehr, ihr ging es schlecht.
Er sagte nur: „Geschieht dir recht.“

Sie hielt sich fest an seinem Kissen,
Nun wollte er den Namen wissen.
Sie krächzte: „Kunigunde heiße ich.“
Er sagte: „Gut, dann koch für mich!“

Das kam ihr gar nicht in den Sinn,
sie war doch eine Räuberin,
und Kochen, Putzen, all' die Sachen,
die würden sie gemeinsam machen!

Der Räuber seufzte: „Dann bleib hier,
die neue Matte kauf ich dir,
ein Kuschelkissen noch dazu,
und jetzt sei still, lass mich in Ruh.

(c)M.R
 

molly

Mitglied
Ich fasse es nicht, einfach unglaublich, am besten trinke ich jetzt wohl Kaffee. Das machen wohl die verschwundenen Tiere, über die ich mir Gedanken mache.

Aber Dir sei Dank!

Monika
 

Tula

Mitglied
Hallo molly

An der Stelle "ihr ging es schlecht" würde ich "es ging' ihr schlecht" vorziehen, damit der Vorwand des nicht-mehr-weg-Wollens besser zum Tragen kommt.

Da es den Kunibert auch als Ritter gibt, wäre in solch einem Falle Kunigunde verständlich. Der Name erinnert eindeutig an die Minnesang-Epoche. Als Räuberfrau scheint mir der Name nicht so passend. Mir fiele da Jenny ein, allerdings mit irischem Whiskey-Bezug.

Irgendwie muss ich der ersten Kritik zustimmen, dass es noch kindlich-komisch-putziger daherkommen könnte. Wobei ich ja kein Kind mehr bin, weiß der Kunibert worüber diese heute lauthals lachen.

LG
Tula
 

molly

Mitglied
Hallo Tula,

ich danke Dir für Deinen Beitrag, doch im Moment möchte ich jetzt nichts ändern. Aber ich werde mir Deinen Vorschlag überlegen.

Kunibert und Kunigunde kommen nicht aus der Ritterzeit, sondern von den Pfeffermännchen bei den Kindergeschichten.

Und umtaufen geht nicht. Viele Kinder kennen die beiden Räuber.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende

molly
 

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