reale ismen

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will noch immer
kein heile welt dichter sein
der vollmond bleibt
ein eierpfannkuchen und
die liebe weder eine banalität
noch ohne vernunft vernünftiger

kinder sind nicht die zukunft
noch morgen verantworten wir
philosophen die sich ihr leben erdenken
und ismen unserem größenwahn zuteilen
über die obere hauptstraße erreiche ich
weiterhin schlecht beleuchtete nebengassen
vor allem die rückkehr wird mühsamer

und am ende bleibt einzig ein realer
 

Perry

Mitglied
Hallo Karl,

ich teile deinen Realismus, denn die Welt ist voller ...ismen.
Allerdings sind es durchaus unsere Kinder, denen die Zukunft gehört, wenn sie denn noch eine lebenswerte vorfinden.
LG
Manfred
 
Lieber Manfred,
Kinder werden die Zukunft erleben, die u.a. wir ihnen ermöglichen...
Danke für Deine Anmerkungen
und herzlichen Gruß
Karl
 

Mondnein

Mitglied
Ja, Karl,

es ist immer sehr wohltuend, wenn Klischees aufgebrochen werden. Z.B. das von den Kindern, die die Zukunft seien. Gerade gestern habe ich noch "gelernt", daß der Pfarrer Bronté seine drei Töchter überlebt hat. Wir alle sind Gegenwart, das könnte eigentlich genügen, hat aber auch genug Widerspruch in sich.

Interessanter Schluß: "ein realer" - nicht das Neutrum, was jedem auf der Zunge liegt, sondern das personale Masculinum. Vielleicht elliptisch: ein Adjektiv, dem das Substantantiv in den Abgrund des Abbruchs gefallen ist, ins schreckhafte Verstummen des Lieds. Gibt zu denken.

grusz, hansz
 
Hallo Mondnein,
vielen Dank für Deine Gedanken zu meinem Text. Die gaben auch mir Anlass weiterzudenken.
Ich mag keine Klischees, obwohl mir beim Schreiben auch immer wieder welche unterkommen.
Herzliche Grüße
Karl
 

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