Refugium

Zettelin

Mitglied
Refugium

Lebendige Stille umhüllt meinen Weg.
Hier bin ich für mich, aber niemals allein.
Der Takt der termingequälten Welt,
prallt ab – dringt hier nicht hinein.

Als wären hunderte Pforten aneinandergereiht,
durch braune Säulen strebe ich weiter voran.
Ein Sänger im Grün hoch oben versteckt,
singt ein Lied, das nur er singen kann.

Mein Weg ohne Ende wird selber zum Ziel,
über verästelte Wege als Spiegel der Kronen.
Effizienz und Frist sind Fesseln des Takts,
die im Hier und Jetzt keine Gedanken lohnen.

Am Ende muss ich dennoch zurück,
in das Reich, das Null und Eins dominieren.
Aber Stamm und Wipfel sind neu gestärkt,
weil die Gesetze des Takts hier nicht regieren.
 



 
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