Regenschaukel

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Ubertas

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Lieber Béla,
ich sehe in deinem Gedicht mehrere Ebenen verortet. Und ich komme nicht umher, mich dem Schaukelflug völlig zu ergeben.
Heute Vormittag saß ich am Schreibtisch, hinter dem Zaun liegt der Spielplatz, dort ist er, solange ich denken kann. Hätte mich die Neugier umgetrieben, wäre es notwendig gewesen, auf den Balkon zu gehen, um hinüber sehen zu können. Vom Spielplatz herüber, durch das offene Fenster, drang das glucksende, fröhliche Lachen eines kleinen Mädchens, der Stimme nach, so schätze ich, um die drei Jahre alt. Ich sah sie nicht, ich hörte sie nur und dazu die Stimme eines Vaters, mit einem Ton, der mir nur noch selten zu Ohren kommt. In seiner Stimme war aufrichtige Liebe, in der Stimme des so kleinen Wesens, mit dem er sprach, eine innige Freude, ein Kichern, das nur aus dem Herzen stammen kann.
Jetzt hast du dieses wundervolle Gedicht geschrieben, mit all seinen Facetten. Und für einen ganz besonderen Moment fügt sich das Krummstellen der Beine im Flug nach hinten zusammen mit dem Strecken nach vorne.
Was hineinfliegt, braucht der Mund nicht zählen,
Was mir beim Lesen bleibt, zwischen dem Unzählbarem im Mund, ist der Trank aus Wolkenmilch. Deine Regenschaukel hat mich wohin genommen.
Sie ist viel mehr, als es Worte fassen könnten in einem Kommentar!
Ich danke dir für dein Gedicht. Es geht mir sehr nah.
Liebe Grüße,
ubertas
 



 
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