Rufer und Wüste

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Walther

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Rufer und Wüste

Ich geh durch die Lande, die Hirnschale leer:
Gedanke, versande, ich mag dich nicht mehr,
Und du, lieber Denker, du kannst mich mal grüßen,
Und mir, du Verrenker, dies Leben versüßen,
Dass du dich verpisst, wohin niemand gern geht.

Ich schüttle die Bäume, ich schüttle den Kopf,
Und morde die Träume und leere den Kropf:
Mich will keiner hören, ich kann das verstehen,
Ich muss halt verstören, um klarer zu sehen,
Ob da etwas ist, was uns bleibt, nicht vergeht.

Ich zähle die Krähen und wünsche den Tod,
Denn die, die nicht säen, vergrößern die Not,
Verderben die Wälder, verdrecken die Meere.
Und machen die Felder zu Wüste und Leere.
Ich hab dich vermisst: Weil ich weiß, es ist spät,

Renn ich in die Städte, stell mich auf den Markt
Und halte die Wette, es gibt den Infarkt.
Ich rufe die Rufer aus Dürre und Wüsten!
Die Welt, die erschuf er und hoffte, wir wüssten,
Dass sie nicht vergisst, dass der erntet, der sät.
 

Walther

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Hi Anbas, du beziehst dich auf das doppelte "hören" / (s2v3 und s3v1 mit der von mir vorgestellten änderung? lg W.
 

Walther

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Hi, ich auch. :) OK, verstehe. das bild der krähe paßt mit dem hören besser zusammen. und der vokal "ö" macht beim vortrag die stimmung, die ich wollte. lg W.
 

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