Rumpel, der Neue

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molly

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Rumpel, der Neue
(Aktuelle Version)

In der Nacht begannen die Kuscheltiere zu streiten. Das weiße Schaf fürchtete sich vor dem spitzen Schnabel des Raben. Der Rabe krächzte empört, weil die Tigerkatze mit den scharfen Krallen nach ihm schlug. Die Tigerkatze fauchte, denn der braune Hund knurrte. Er wollte nicht länger neben dem Schaf liegen. Sie stritten so lange, bis der alte Bär laut brummte und befahl, endlich still zu sein. Er saß allein in einer Ecke, sein linkes Ohr fehlte. So ging das jeden Abend, bis Rumpel, der neue Plüschelefant, zu den Stofftieren ins Kinderzimmer kam. Die Katze fauchte: „Du hast uns gerade noch gefehlt! Es sind genug Tiere da!“ Der Hund bellte: „Du bist zu dick, du brauchst zuviel Platz im Regal!“ Das Schaf blökte: „Jetzt wird das Kind nur noch mit dir spielen wollen. Und niemand streichelt mich!“ Der Rabe krächzte: „Hau bloß ab, ich mag keine Elefanten!“
Die Tiere rückten bedrohlich näher. Rumpel versuchte sich klein zu machen. Plötzlich flog ihm der Rabe auf den Kopf, der Hund knurrte. Die Katze zeigte ihre Krallen. Und das Schaf stampfte auf. Rumpel ging einen Schritt zurück. Dabei trat er dem alten Teddy auf die Füße. Rumpel entschuldigte sich hastig. „Ist schon gut, du hast ja hinten keine Augen“, stöhnte der Teddy und rieb vorsichtig seine Füße . Rumpel setzte sich neben ihn und sagte: „Ich kann dir eine Geschichte erzählen, dabei vergisst du deine Schmerzen!“ Der Bär blinzelte ihm dankbar zu und Rumpel erzählte die Geschichte vom Zooelefant.
Der Elefant lebte allein in einem Zoo und hieß Zollifant. Eines Tages hatte er es satt, nur eingesperrt im Zoo zu leben. Zuerst trompetete er so laut, dass die Affen von den Bäumen fielen.
Danach wirbelte er Staub auf und die Kamele nebenan erstickten beinahe daran. Zuletzt stampfte er ein riesengroßes Loch in den Boden. Er legte sich hinein, machte die Augen zu und begann zu träumen.
Auf seiner Traumwolke schwebte er in das ferne, warme Land nach Afrika, dahin, wo der Steppenwind sang und viele wilde Tiere frei lebten. Er träumte von einer großen Elefantenherde, mit der er durch die Gegend zog.
Jeden Tag träumte der Zollifant von diesem schönen Land. Aber er wusste auch, dass er niemals dahin reisen konnte. Er wurde immer trauriger, bis eines Tages der Zirkus Schmu in die Stadt kam. Davon ahnte der Zollifant nichts, er lag in seinem Loch und hatte die Augen geschlossen. Gerade, als er an Krokodile dachte, traf ihn ein heftiger Rüsselstoß. Der Zollifant vergaß den Traum, denn vor ihm stand der Elefant vom Zirkus. Dieser streichelte nun den Zollifant mit dem Rüssel. Er fragte: „Darf ich ein wenig bei dir ausruhen? Ich habe es so satt, von Stadt zu Stadt zu ziehen und durch die große Welt zu reisen.“ Der Zollifant rüsselte: „ Du hast es gut, du bist nicht eingesperrt und kennst sogar Afrika.“
Der Zirkuselefant erzählte dem Zollifant von den fernen Ländern und von seinem Zirkusleben. Der Zollifant berichtete von seinen Träumen und dem Leben im Zoo. Sie vergaßen ihren Zorn und wurden gute Freunde.
Im Regal der Kuscheltiere war es ganz still geworden. Als Rumpel fertig war schnurrte die Katze: „Du hast uns wirklich noch gefehlt! Denn Geschichten erzählen kann bei uns keiner.“

Für Kinder ab 4 Jahren
 
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molly

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Rumpel, der Neue

In der Nacht begannen die Kuscheltiere zu streiten. Das weiße Schaf fürchtete sich vor dem spitzen Schnabel des Raben. Der Rabe krächzte empört, weil die Tigerkatze mit den scharfen Krallen nach ihm schlug. Die Tigerkatze fauchte, denn der braune Hund knurrte. Er wollte nicht länger neben dem Schaf liegen. Sie stritten so lange, bis der alte Bär laut brummte und befahl, endlich still zu sein. Er saß allein in einer Ecke, sein linkes Ohr fehlte. So ging das jeden Abend, bis Rumpel, der neue Plüschelefant, zu den Stofftieren ins Kinderzimmer kam. Die Katze fauchte: „Du hast uns gerade noch gefehlt! Es sind genug Tiere da!“ Der Hund bellte: „Du bist zu dick, du brauchst zuviel Platz im Regal!“ Das Schaf blökte: „Jetzt wird das Kind nur noch mit dir spielen wollen. Und niemand streichelt mich!“ Der Rabe krächzte: „Hau bloß ab, ich mag keine Elefanten!“
Die Tiere rückten bedrohlich näher. Rumpel versuchte sich klein zu machen. Plötzlich flog ihm der Rabe auf den Kopf, der Hund knurrte. Die Katze zeigte ihre Krallen. Und das Schaf stampfte auf. Rumpel ging einen Schritt zurück. Dabei trat er dem alten Teddy auf die Füße. Rumpel entschuldigte sich hastig. „Ist schon gut, du hast ja hinten keine Augen“, stöhnte der Teddy. Rumpel setzte sich vorsichtig neben ihn und sagte: „Ich kann dir eine Geschichte erzählen, dann vergisst du deine Schmerzen!“ Der Bär blinzelte ihm dankbar zu und Rumpel erzählte die Geschichte vom Zooelefant.
Der Elefant lebte allein in einem Zoo und hieß Zollifant. Eines Tages hatte er es satt, nur eingesperrt im Zoo zu leben. Zuerst trompetete er so laut, dass die Affen von den Bäumen fielen.
Dann wirbelte er Staub auf und die Kamele nebenan erstickten beinahe daran. Zuletzt stampfte er ein riesengroßes Loch in den Boden. Er legte sich hinein, machte die Augen zu und begann zu träumen.
Auf seiner Traumwolke schwebte er in das ferne, warme Land nach Afrika, dahin, wo der Steppenwind sang und viele wilde Tiere frei lebten. Er träumte von einer großen Elefantenherde, mit der er durch die Gegend zog.
Jeden Tag träumte der Zollifant von diesem schönen Land. Aber er wusste auch, dass er niemals dahin reisen konnte. Er wurde immer trauriger, bis eines Tages der Zirkus Schmu in die Stadt kam. Davon ahnte der Zollifant nichts, er lag in seinem Loch und hatte die Augen geschlossen. Gerade, als er an Krokodile dachte, traf ihn ein heftiger Rüsselstoß. Der Zollifant vergaß den Traum, denn vor ihm stand der Elefant vom Zirkus. Dieser streichelte nun den Zollifant mit dem Rüssel. Er fragte: „Darf ich ein wenig bei dir ausruhen? Ich habe es so satt, von Stadt zu Stadt zu ziehen und durch die große Welt zu reisen.“ Der Zollifant rüsselte: „ Du hast es gut, du bist nicht eingesperrt und kennst sogar Afrika.“
Der Zirkuselefant erzählte dem Zollifant von den fernen Ländern und von seinem Zirkusleben. Der Zollifant berichtete von seinen Träumen und dem Leben im Zoo. Sie vergaßen ihren Zorn und wurden gute Freunde.
Im Regal der Kuscheltiere war es ganz still geworden. Als Rumpel fertig war schnurrte die Katze: „Du hast uns wirklich noch gefehlt! Denn Geschichten erzählen kann bei uns keiner.“
 

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Rumpel, der Neue

In der Nacht begannen die Kuscheltiere zu streiten. Das weiße Schaf fürchtete sich vor dem spitzen Schnabel des Raben. Der Rabe krächzte empört, weil die Tigerkatze mit den scharfen Krallen nach ihm schlug. Die Tigerkatze fauchte, denn der braune Hund knurrte. Er wollte nicht länger neben dem Schaf liegen. Sie stritten so lange, bis der alte Bär laut brummte und befahl, endlich still zu sein. Er saß allein in einer Ecke, sein linkes Ohr fehlte. So ging das jeden Abend, bis Rumpel, der neue Plüschelefant, zu den Stofftieren ins Kinderzimmer kam. Die Katze fauchte: „Du hast uns gerade noch gefehlt! Es sind genug Tiere da!“ Der Hund bellte: „Du bist zu dick, du brauchst zuviel Platz im Regal!“ Das Schaf blökte: „Jetzt wird das Kind nur noch mit dir spielen wollen. Und niemand streichelt mich!“ Der Rabe krächzte: „Hau bloß ab, ich mag keine Elefanten!“
Die Tiere rückten bedrohlich näher. Rumpel versuchte sich klein zu machen. Plötzlich flog ihm der Rabe auf den Kopf, der Hund knurrte. Die Katze zeigte ihre Krallen. Und das Schaf stampfte auf. Rumpel ging einen Schritt zurück. Dabei trat er dem alten Teddy auf die Füße. Rumpel entschuldigte sich hastig. „Ist schon gut, du hast ja hinten keine Augen“, stöhnte der Teddy. Rumpel setzte sich vorsichtig neben ihn und sagte: „Ich kann dir eine Geschichte erzählen, dann vergisst du deine Schmerzen!“ Der Bär blinzelte ihm dankbar zu und Rumpel erzählte die Geschichte vom Zooelefant.
Der Elefant lebte allein in einem Zoo und hieß Zollifant. Eines Tages hatte er es satt, nur eingesperrt im Zoo zu leben. Zuerst trompetete er so laut, dass die Affen von den Bäumen fielen.
Dann wirbelte er Staub auf und die Kamele nebenan erstickten beinahe daran. Zuletzt stampfte er ein riesengroßes Loch in den Boden. Er legte sich hinein, machte die Augen zu und begann zu träumen.
Auf seiner Traumwolke schwebte er in das ferne, warme Land nach Afrika, dahin, wo der Steppenwind sang und viele wilde Tiere frei lebten. Er träumte von einer großen Elefantenherde, mit der er durch die Gegend zog.
Jeden Tag träumte der Zollifant von diesem schönen Land. Aber er wusste auch, dass er niemals dahin reisen konnte. Er wurde immer trauriger, bis eines Tages der Zirkus Schmu in die Stadt kam. Davon ahnte der Zollifant nichts, er lag in seinem Loch und hatte die Augen geschlossen. Gerade, als er an Krokodile dachte, traf ihn ein heftiger Rüsselstoß. Der Zollifant vergaß den Traum, denn vor ihm stand der Elefant vom Zirkus. Dieser streichelte nun den Zollifant mit dem Rüssel. Er fragte: „Darf ich ein wenig bei dir ausruhen? Ich habe es so satt, von Stadt zu Stadt zu ziehen und durch die große Welt zu reisen.“ Der Zollifant rüsselte: „ Du hast es gut, du bist nicht eingesperrt und kennst sogar Afrika.“
Der Zirkuselefant erzählte dem Zollifant von den fernen Ländern und von seinem Zirkusleben. Der Zollifant berichtete von seinen Träumen und dem Leben im Zoo. Sie vergaßen ihren Zorn und wurden gute Freunde.
Im Regal der Kuscheltiere war es ganz still geworden. Als Rumpel fertig war schnurrte die Katze: „Du hast uns wirklich noch gefehlt! Denn Geschichten erzählen kann bei uns keiner.“

Für Kinder ab 4 Jahren
 

molly

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Rumpel

Danke, Marie-Luise, das erste Echo überhaupt für meine Kindergeschichten und danke auch für die Wertung.
Liebe Grüße molly
 

HelenaSofie

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Hallo molly,

deinen Text habe ich nun einmal konzentriert gelesen. Eine fantasievolle, bildlich gut vorstellbare Geschichte in kindgemäßer Sprache mit abwechslungsreichen Formulierungen.
Geschichten erzählen als Aufnahmegebühr find ich prima.
Was meinst du zu:
Rumpel ging erschrocken einen Schritt zurück.
...stöhnte der Teddy und rieb vorsichtig seine Füße (weil der Schmerz ja noch anhielt).

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende mit vielen Sonnenstrahlen

HelenaSofie
 

molly

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Rumpel, der Neue

In der Nacht begannen die Kuscheltiere zu streiten. Das weiße Schaf fürchtete sich vor dem spitzen Schnabel des Raben. Der Rabe krächzte empört, weil die Tigerkatze mit den scharfen Krallen nach ihm schlug. Die Tigerkatze fauchte, denn der braune Hund knurrte. Er wollte nicht länger neben dem Schaf liegen. Sie stritten so lange, bis der alte Bär laut brummte und befahl, endlich still zu sein. Er saß allein in einer Ecke, sein linkes Ohr fehlte. So ging das jeden Abend, bis Rumpel, der neue Plüschelefant, zu den Stofftieren ins Kinderzimmer kam. Die Katze fauchte: „Du hast uns gerade noch gefehlt! Es sind genug Tiere da!“ Der Hund bellte: „Du bist zu dick, du brauchst zuviel Platz im Regal!“ Das Schaf blökte: „Jetzt wird das Kind nur noch mit dir spielen wollen. Und niemand streichelt mich!“ Der Rabe krächzte: „Hau bloß ab, ich mag keine Elefanten!“
Die Tiere rückten bedrohlich näher. Rumpel versuchte sich klein zu machen. Plötzlich flog ihm der Rabe auf den Kopf, der Hund knurrte. Die Katze zeigte ihre Krallen. Und das Schaf stampfte auf. Rumpel ging einen Schritt zurück. Dabei trat er dem alten Teddy auf die Füße. Rumpel entschuldigte sich hastig. „Ist schon gut, du hast ja hinten keine Augen“, stöhnte der Teddy und rieb vorsichtig seine Füße . Rumpel setzte sich neben ihn und sagte: „Ich kann dir eine Geschichte erzählen, dabei vergisst du deine Schmerzen!“ Der Bär blinzelte ihm dankbar zu und Rumpel erzählte die Geschichte vom Zooelefant.
Der Elefant lebte allein in einem Zoo und hieß Zollifant. Eines Tages hatte er es satt, nur eingesperrt im Zoo zu leben. Zuerst trompetete er so laut, dass die Affen von den Bäumen fielen.
Danach wirbelte er Staub auf und die Kamele nebenan erstickten beinahe daran. Zuletzt stampfte er ein riesengroßes Loch in den Boden. Er legte sich hinein, machte die Augen zu und begann zu träumen.
Auf seiner Traumwolke schwebte er in das ferne, warme Land nach Afrika, dahin, wo der Steppenwind sang und viele wilde Tiere frei lebten. Er träumte von einer großen Elefantenherde, mit der er durch die Gegend zog.
Jeden Tag träumte der Zollifant von diesem schönen Land. Aber er wusste auch, dass er niemals dahin reisen konnte. Er wurde immer trauriger, bis eines Tages der Zirkus Schmu in die Stadt kam. Davon ahnte der Zollifant nichts, er lag in seinem Loch und hatte die Augen geschlossen. Gerade, als er an Krokodile dachte, traf ihn ein heftiger Rüsselstoß. Der Zollifant vergaß den Traum, denn vor ihm stand der Elefant vom Zirkus. Dieser streichelte nun den Zollifant mit dem Rüssel. Er fragte: „Darf ich ein wenig bei dir ausruhen? Ich habe es so satt, von Stadt zu Stadt zu ziehen und durch die große Welt zu reisen.“ Der Zollifant rüsselte: „ Du hast es gut, du bist nicht eingesperrt und kennst sogar Afrika.“
Der Zirkuselefant erzählte dem Zollifant von den fernen Ländern und von seinem Zirkusleben. Der Zollifant berichtete von seinen Träumen und dem Leben im Zoo. Sie vergaßen ihren Zorn und wurden gute Freunde.
Im Regal der Kuscheltiere war es ganz still geworden. Als Rumpel fertig war schnurrte die Katze: „Du hast uns wirklich noch gefehlt! Denn Geschichten erzählen kann bei uns keiner.“

Für Kinder ab 4 Jahren
 

molly

Mitglied
Hallo HelenaSofie,
danke fürs lesen, den guten Tip und die Bewertung. Deinen Vorschlag habe ich schon umgesetzt. Ein kleiner Satz macht viel aus.
Ich wünsche Dir auch ein schönes, sonniges Wochenende.
Liebe Grüße
molly
 

Grauschimmel

Mitglied
ohne Vorspann

Hi molly, gelungene Sprache, schöne Bilder, witzig, unaufgesetzt "pägadodisch", schließe mich den anderen Vorrednern an. Gruß Grauschimmel
 

Artair

Mitglied
Liebe Molly,
eine wirklich niedliche Geschichte und schön, dass Rumpel dann am Ende doch gut aufgenommen wird :).
Ich denke, sie ist auch super geeignet für ein Kind, dass vielleicht neu in eine Gruppe/z.B. Kindergartengruppe/Turngruppe oder ähnliches kommt. Man kann über die Geschichte gut mit dem Kind ins Gespräch kommen und seine eventuellen Ängste und Sorgen besprechen.
Gern gelesen!
Liebe Grüße,
Artair
 

molly

Mitglied
Danke Artair, fürs lesen und für die sehr gute Bewertung.
Viele Kinder haben es oft schwer, in einer festgefügten Gruppe gleich aufgenommen zu werden. Auf beiden Seiten müssen erstmal Ängste abgebaut werden.
Liebe Grüße und ein frohes Wochenende
molly
 

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