sandburgen

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L'étranger

Mitglied
Danke für den Hinweis mit der Schriftart. Das Fette hatte sich irgendwie reingeschlichen, ohne dass ich es wollte.

Ich habe auch den fetten Abschluss durch Umstellung der Verse ein wenig bereinigt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 21884

Gast
Ja, der beinah atemlose Schlussakkord gefällt. Gut ... auch die Ansprache zunächst, die etwas erwachsener hätte ausfallen sollen.

Gruß
Béla
 

Mondnein

Mitglied
Hallo, Letranger,

bei dem abundanten genre der Ich-Dir-Gedichte fragt sich die lesende Aufmerksamkeit unmittelbar, ob sie angesprochen wird; und wenn ja, ob persönlich.
Oder ob die Autorinnenseele oder Autoraußensicht sich selbst bespricht, so als verkapptes Lyri.
Oder ob das irgendein Luftkuß links rechts links an der Wange vorbei ist. Das mag vielleicht die häufigste Zielrichtung sein, die unverbindliche.

Der Inhalt müßte es zeigen, welche der drei Adressen sich angesprochen fühlen soll. Wem baut die Strandqueen "Sandburgen"? Dem gehüteten Kind wohl kaum, denn das würde dem die eifrige Selbsttätigkeit abbinden. Dem Geliebten auch kaum, denn der fühlt sich verkindscht oder verspießert. Sich selbst, naja, nabelbeschaute Weninteressiertsverlorenheit. Wer "wills wissen"?

grusz, hansz
 

L'étranger

Mitglied
Hallo Hansz,

nicht dir, aber den anderen Lesern zuliebe, lüfte ich hier das Geheimnis dieser Zeilen.

Das Gedicht spricht vom "Gedichteschreiber" an den fiktiven Leser.

In der ersten Strophe geht es um die Gedichte, bzw. das was die Gedichte im Leser bewegen wollen, in der zweiten Strophe um die Hoffnung auf einen wohlgesonnenen, interessierten Leser (also tatsächlich eher nicht dich ;-) ).

Gruß Lé.

P.S. Autorinnen schreibt man mit großem "I", wenn man es geschlechtsneutral meint.
Ansonsten würde bei mir "Autor" genügen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mondnein

Mitglied
Ja, Lé,
das zum Substantiv gefrorene "innen" ist neutrum, die zur Person aufgetaute "innenseele" allerdings femininum.

Ich bin wohlgesonnen und interessiert. Wenn das nicht unbescheiden wäre, würde ichs als Charakterzug einschätzen.
Nein, auch dann (wenn es nicht unbescheiden wäre) würde ichs eher nicht auf meinen Charakter schieben, denn natürlich ist es das Gedicht an und für (die Leseraußen) -sich (t), das Wohlgesinnung und Interesse anzieht wie ein Magnet.
Immer!

grusz, hansz
 

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo Lé,

In der ersten Strophe geht es um die Gedichte, bzw. das was die Gedichte im Leser bewegen wollen, in der zweiten Strophe um die Hoffnung auf einen wohlgesonnenen, interessierten Leser (also tatsächlich eher nicht dich ;-) ).
Genauso habe ich dein Gedicht verstanden, spätestens der schwarze Sänger brachte mich auf diese Fährte.

Liebe Grüße
Manfred
 

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