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Schäfer auf der Alb

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Walther

Mitglied
Schäfer auf der Alb


Die jungen Schafe springen, stolpern, spielen.
Die Herde grast. Die Sonne scheint und wärmt.
Weit hinten rennt der Hund. Sein Bellen lärmt.
Die rechte Hand erhoben wie zum Zielen,

Die linke auf den Hirtenstab gestützt,
Zeigt ihm der Schäfer seinen Weg. Sein Singen
Berührt das Hundeohr, mag‘s auch verklingen
Im Hufgetrappel. Ob ein Pfeifen nützt?

Bewegung wellt sich langsam durch die Vielen.
Geruhsam heben sich die Köpfe. Ein Mäh,
Leicht ärgerlich, ein Lamm sucht Zitzen.

Der große Mann reibt seine vielen Schwielen.
Die müde Herde dreht sich, langsam, zäh.
Am Abend wird er still am Feuer sitzen.
 

Walther

Mitglied
Schäfer auf der Alb


Die jungen Schafe springen, stolpern, spielen.
Die Herde grast. Die Sonne scheint und wärmt.
Weit hinten rennt der Hund. Sein Bellen lärmt.
Die rechte Hand erhoben wie zum Zielen,

Die linke auf den Hirtenstab gestützt,
Zeigt ihm der Schäfer seinen Weg. Sein Singen
Berührt das Hundeohr, mag‘s auch verklingen
Im Hufgetrappel. Ob ein Pfeifen nützt?

Bewegung wellt sich langsam durch die Vielen.
Geruhsam heben sich die Köpfe. "Mäh!",
Blökt's ärgerlich, ein Lamm sucht Zitzen.

Der große Mann reibt seine vielen Schwielen.
Die müde Herde dreht sich, langsam, zäh.
Am Abend wird er still am Feuer sitzen.
 

Walther

Mitglied
Schäfer auf der Alb


Die jungen Schafe springen, stolpern, spielen.
Die Herde grast. Die Sonne scheint und wärmt.
Weit hinten rennt der Hund. Sein Bellen lärmt.
Die rechte Hand erhoben wie zum Zielen,

Die linke auf den Hirtenstab gestützt,
Zeigt ihm der Schäfer seinen Weg. Sein Singen
Berührt das Hundeohr, mag‘s auch verklingen
Im Hufgetrappel. Ob ein Pfeifen nützt?

Bewegung wellt sich langsam durch die Vielen.
Geruhsam heben sich die Köpfe. "Mäh!",
Blökt's ärgerlich, ein Lamm sucht Zitzen.

Der große Mann reibt seine vielen Schwielen.
Die müde Herde dreht sich, träge, zäh.
Am Abend wird er still am Feuer sitzen.
 

Walther

Mitglied
hi anbas,

stimmt, also habe ich eine andere version rausgekramt, und - schwupp - da stimmte das metrum! :)

lg w.
 
C

cellllo

Gast
Wunderschönes Thema
unter der Holzhacke :
Erste Holzscheite fallen als kurze, betont banale Sätze,
die immerhin die Szene überblicken + Geräusch :
Bellen "lärmt" bzw. stört empfinglich die lyrische Friedlichkeit,
zumal man danach dann gleich vom total unvermittelten unverständlichen
Nahsicht-Detail einer "rechten Hand"
und ihrem - gar aggressiven (?) - Zielen überrascht wird...
"Singen" berührt niemals haptisch, emotionale (Be)Rührung ist
bei "ihm" ( ach ja, damit wird auf den Hund zurückgegriffen )
ziemlich fragwürdig......
Man hat noch die grasende Herde im Kopf,
das Hufgetrappel greift deshalb an dieser Stelle
unvermittelt und sinnlos voraus,
denn erst wird fragend ein Pfeifen erwogen !
"Bewegung wellt sich langsam durch die Vielen"
= der einzige wahrhaft poetisch gelungene Satz !!! -
leider nicht weiterentwickelt, sondern vom
geruhsamen Köpfeheben eigentlich wieder gestoppt...
Glücklicherweise muss sich die Herde inzwischen
nicht mehr "Ein" einziges Mäh teilen !
Oder blökt´s = es = das Zitzen suchende Lamm etwa "ärgerlich"
und welcher poetischen Stimmung dient das ?
Nach dem Lamm-Detail
plötzlich ein Schäfer-Detail
dann unvermittelt wieder Bewegung der ganzen Herde
und die plötzliche Vision des Abends allein auf den Schäfer bezogen....
Alles in allem :
Schade um das wunderschöne Thema :-(
cellllo
 

Walther

Mitglied
korrigierte version :)

korrigenda:

hi cellllo,

danke, daß du mich wieder einmal besucht hast. ebenso danke ich ganz herzlich für deine freundliche kritik, die ich verständlicherweise nicht ganz teilen kann.

da nicht ich weiß, ob du dich mit der schäferei auskennst oder einem schäfer schon einmal bei der arbeit zugeschaut hast, gehe ich einmal davon aus, es mit einem echten experten auf diesem gebiet zu tun haben. du hast im detail erkannt, wie das mit den herden auf der schwäbischen alb so läuft, das habe ich sofort verstanden. du weißt auch exakt, was abends im/am schäferwagen geschieht, wenn der schäfer wieder einmal auf wanderung ist, um die naturlandschaft auf der hochfläche zu pflegen.

und natürlich weißt du um die härte des berufs und davon, daß er ein nachwuchsproblem hat, so daß bald die versteppung der hochebenen droht. wie du überhaupt alles so ganz genau und perfekt beurteilen und einordnen kannst. nicht nur ich bewundere die sicherheit um urteil. du schüttest ein wahres füllhorn an wissen über jede art von sprachkunst aus, daß es eine freude und bereicherung dieses forums ist. danke, danke, danke! ich verbeuge mich!

du gestattest in deiner souveränen und großzügigen art, daß ich meinen text einfach unverändert stehen lasse, da er aus deiner sicht sowieso nicht gerettet werden kann, als erschreckendes beispiel für die, die dir folgen, wie man nicht schreiben sollte. auch dafür danke ich dir ganz herzlich!

wann läßt du uns einmal an einem deiner sicherlich unerreichbaren werke teilhaben?

mit dem ausdruck höchster verehrung!

lg w.
 
C

cellllo

Gast
Guten Abend Walther !
Sicherlich wäre Dein Gedicht "Schäfer auf der Alb" sehr
schön gelungen, wenn die Qualität einzig von genauen Ortskenntnissen
und von der Kenntnis des Schäferberufs abhängen würde !
Es braucht leider kaum solche Kenntnisse, um die gravierenden Mängel
dieses Deines Gedichts zu erkennen.
Was Dir zu schaffen macht ist einzig die Tatsache,
dass ich mich nicht ins Rudel des Platzhirschs füge
und es wage, meine ehrliche Meinung zu sagen.

Aber Du hast Recht : Der "Schäfer auf der Alb" ist wirklich
noch relativ gnädig erträglich im Vergleich zu Deinen neusten
"Gedanken zum Herbst",
wo es mir buchstäblich die Sprache verschlägt, wie man sich´s leisten kann,
sowas überhaupt einzustellen und ich gerne allen anderen den Vortritt lasse
zu kommentieren und deine Holzhackerei zu bremsen.
Aber da kann man lang warten, denn das Rudel funktioniert prächtig :
Was immer der alteingesessene Platzhirsch von sich gibt, wird akzeptiert,
oder man begnügt sich bescheiden, allerhöchstens
an einem kleinen unwesentlichen Detail zu kratzen,
was der Platzhirsch dann ZITAT : "- schwupps -" beiseite wischt !

Aber noch mehr hast Du Recht :
JA, ich bin selbst total unproduktiv, DENN :
ich würd mir lieber die Zunge abbeißen,
als so unausgearbeitetes Unterdurchschnittliches einzustellen !!!
cellllo
 

Walther

Mitglied
ach,

du liebster gnädigster cellllo,

beehrst du mich schon wieder! ja, so ist das mit dem mittelmaß. weil er in der mitte saß, nahm er an der mitte maß. ist es nicht so? weil ich nichts bin und weil ich nichts kann, fang ich einmal klein mit kritiken an?

ja, es ist schon schlimm mit den sog. platzhirschen. da kann einem schon die galle überlaufen, wenn man sieht, wie die sich in ihrer eingebildeten sonne aalen. das kann man nachvollziehen. und wenn sie dann auch kritik und vorschläge einfach so wegwischen, so herablassend, das geht gar nicht. das muß man bestrafen!

und weil es damit nicht genug ist, muß man zum rundumschlag ausholen und gleich auch noch mitteilen, daß der andere mist auch mist ist. es ist wichtig, daß man der ganzen welt mitteilt, was für ein arroganter nichtskönner der hirsch ist, der fast platzt!

ich weiß, eine solche rolle ist wichtig, bedeutungsvoll, welterhaltend, denn einer muß diese notwendige katharsis ja herbeiführen! und das bist du,

mein held cellllo,

weil nur du das leisten kannst!

weiter so!

lg w.
 
C

cellllo

Gast
Rundumschlag ? ?

Ich habe genau zwei ! ! Gedichte genannt,
die peinlich schlecht sind.

Ihnen, Herr Stonet, läuft die Galle über,
sonst niemandem.

cellllo
 

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