Schildawald

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Walther

Mitglied
Schildawald

Am Ende steht das Schild im Wald.
Dort steht es gut, ist nicht allein.
Und ist es draußen affenkalt:
Kein Schild wird je erfroren sein.

Das ist es doch: Ein Schild zeigt an.
Es macht dem Seher klar: Das geht.
Wohin es geht, zeigt’s auch. Es kann
Auch schlecht zu lesen sein: Zu spät

Wird so der Fingerzeig erkannt.
Man steht im Wald, der Weg voll Matsch,
Und hat sich jetzt total verrannt:
Das Leben spielt Kladderadatsch.

Man liest das Schild im Schildawald,
Worauf „Ich Arsch!“ recht laut erschallt.
 
Zuletzt bearbeitet:

L'étranger

Mitglied
Hallo Walther,

Technisch sauber (wie immer) und flott - schöne Enjambements;

mit einem kleinen Schreibfehler noch in Vers 2 der 3 Strophe.

Gruß Lé.
 
G

Gelöschtes Mitglied 21884

Gast
Heiteren Gemüts musst Du am 'Katheder' dieses Gedicht ent/hingeworfen haben ... so solls sein! Mir gelänge sowas erst nach langer Würgerei. Beneidenswert!

Gruß
Béla
 

Walther

Mitglied
Hallo Walther,

Technisch sauber (wie immer) und flott - schöne Enjambements;

mit einem kleinen Schreibfehler noch in Vers 2 der 3 Strophe.

Gruß Lé.
Hi Lè.,
danke sehr für hinweis, freundliche worte und die leseempfehlung.
das freut an einem trüben novembermorgen!
lg W.
Moin,
wie gewohnt mit Raffinesse und Schwung dargeboten.
LG
Oscarchen
Hi Oscarchen,
danke der lobenden einschätzung und des beitragsempfehlung. die besondere aufgabe des blödsinns ist ein hörerer.
lg W.
Heiteren Gemüts musst Du am 'Katheder' dieses Gedicht ent/hingeworfen haben ... so solls sein! Mir gelänge sowas erst nach langer Würgerei. Beneidenswert!

Gruß
Béla
Hi Béla,
danke vielmals, geworfen hat's die muse. ich war bloß geburtshelfer.
danke für die leseempfehlung!
lg W.
 

Tula

Mitglied
Moin Walther
Man möchte hier hinzusetzen:

Wir wandeln durch den Schildawald
und frieren uns die Hirne kalt.

LG
Tula
 


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