schrei be nennen

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ein altes traumgedicht legt

lautlos und langsam die nacht

unter ihr feuchtes betttuch

schrill schreit ein roter milan

im gedichteten waldrandgeäst

über laute bewacht angeleint

ein halbmond in seinem hof

verzerrte sturmwolken



lose silben regnen auf die bleiche

und friedlicher sternenbesatz

bestrahlt den unsichtbaren boden

zahllose gegner sind vergebens

in buchstabenreihen angetreten

und warten in lustträumen

mit ihrer ehrenbezeugung

vergeblich auf ihren kommandeur

und schon fallen mir kaum

weitere abbilder dafür ein



geordnet wird das halbe leben

der anderen hälfte bleibt begeistert

der unsinn den sie freiheit nennen
 

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