Schritt ins Leben

Schritt ins Leben
von Willi Corsten

Heute nun verlässt du dieses Haus
ziehst in die raue Welt hinaus
die Kinderzeit ist jetzt vorbei
dein Tun und Lassen scheinbar frei.

Was kommt, steht in den Sternen
liegt noch in unbekannten Fernen.
Sicher ist nur stetes Wandeln
im Hoffen und im Handeln.

Einen Rat will ich dir geben
lebe vollbewusst das Leben
nicht im Sinn von Überfluss
nein, im Bescheiden ruht Genuss.

Lass nicht alles mit dir machen
wag einmal ausgefallne Sachen
lass Fünfe auch mal grade sein
träum manchmal in den Tag hinein.

Doch sei zum Kampfe stets bereit
und wehre dich zur rechten Zeit
vergiss auch nicht nach vielen Jahren
wo deiner Kindheit Wurzeln waren.

Zeige Kraft und Selbstvertrauen
so kannst du deine Zukunft bauen
verlier vor Allem nicht den Mut
dann meisterst du das Schicksal gut.
 

heidekind

Mitglied
Schritt ins Leben.....

Lieber Willi, Du hast den "Schritt ins Leben" treffend geschildert. Im Grunde bleiben Kinder immer Kinder, aber man begleitet sie mit den allerbesten Wünschen, die Voraussetzungen haben wir ihnen sicher geschaffen.....Und sie können sich immer auf die Eltern verlassen, wenn sie mal etwas wagen und es nicht so gut klappt. Das bringst du ja auch zum Ausdruck. Es war sehr interessant, vor Deinem Beitrag den von -unicorn- zu lesen, Tod und Leben - Freud und Leid - dicht beeinander. So ist das Leben. Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute. Heidemarie-Heidekind
 
Liebe Heidemarie,
recht schönen Dank für deine Anerkennung.
Ja Kinder bleiben immer verbunden mit dem Elternhaus. Kein Wunder, denn die frühen Jahre prägen ja oft ein ganzes Leben.
Es grüßt dich lieb
Willi
 
S

Silvi Degree

Gast
Lebensweisungen,

die mir sehr gut gefallen .Leider versäumen es in der heutigen Zeit oftmals die Eltern ihre Kinder auf diese Dinge hin zu weisen.Entweder sie sind mit sich und ihren Jobproblemen einfach zu beschäftigt ,um sich ihren Kindern zu widmen oder sie haben jegliches Interesse an allem und jedem verloren .Und- diese Haltung überträgt sich somit auf die junge Generation .Ich fand das immer wieder in meiner Tätigkeit bestätigt.
Man sollte diese sehr schön formulierten Ratschläge den Eltern als "Rezepte" mitgeben.
Liebe Grüße zum Abend
Silvi
 
Liebe Silvi,
danke für dein Interesse und für die treffende Definition meines Textes. Ja, es wird viel gesündigt an den Kindern. Die Folgen spüren wir fast täglich. Schade.
Mit lieben Grüßen
Willi
 

Brigitte

Mitglied
Lieber Willi,
Das sind schöne Wünsche auf dem Weg ins neue Leben.
Wie Silvi schrieb, ist es leider so, dass viele Eltern es versäumen, ihren Kindern mit guten Wünschen den Weg in ein eigenes Leben zu "ebnen", weil sie oft mit sich selbst und ihren eigenen Problemen beschäftigt sind.
Andererseits gibt es aber auch junge Menschen, die sich überhaupt nicht darum kümmern, wenn man ihnen Wünsche und Ratschläge mit auf den Weg gibt, was wiederum sehr enttäuschend für die Eltern ist.
Und ich finde es immer schade, wenn das Band zwischen Eltern und Kindern reisst, denn man bleibt doch immer das Kind seiner Eltern.

Liebe Grüsse
Brigitte
 
Liebe Brigitte,
ja, die einen haben keine Zeit, und (oder) die anderen nehmen keinen gut gemeinten Rat an.
Doch waren wir anders
fragt ein wenig schuldbewusst
Willi
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
 
R

Rote Socke

Gast
Lieber Willi,

sogesehen dürfte ja nichts mehr schief gehen im Leben, wenn sich die Zielgruppe das Gedicht zu Herzen nehmen würden. Aber Theorie und Praxis sind zwei Paar Schuhe.
Eines ist aber klar: Deine Zeilen ermutigen sehr sich darüber nochmal Gedanken zu machen und das ist doch erste Schritt zur Besserung. Von daher lohnt der Text allemal.
Hoffentlich lesen ihn viele.

LG
Volkmar
 

Brigitte

Mitglied
Du hast sicher Recht, lieber Willi,
wir waren bestimmt auch nicht anders.
Den Sinn und Wert so manches Rates begreifen wir ohnehin erst viel später, und hoffentlich ist es dann nicht zu spät, seinen Eltern einmal zu danken für alles...

Auch dir ein schönes Wochenende und
liebe Grüsse
Brigitte
 
Lieber Volkmar,
danke für Deine Antwort.
Ja, Theorie und Praxis sind zwei Paar Schuhe, wie Du richtig sagst. Klüger wird man später erst.
Viele Grüße
Willi
 
Liebe Brigitte,
danke auch dir. Wir begreifen in der Tat erst später, was wir an den Eltern gehabt haben.
Hoffentlich aber nicht zu spät.
Es grüßt dich lieb
Willi
 
S

Sanne Benz

Gast
lieber willi,
ich hatte dein gedicht schon vor einiger zeit gelesen..
manchmal lese ich etwas später noch einmal bevor ich meinen senf dazu gebe. :)
Du hast diese Lebens-situation sehr gut rüber gebracht und es gefällt mir sehr.Ich könnte es so an meine tochter weiterreichen..
Hatte auch schon mal so etwas über einen "abschied" geschrieben..meine ist ja auch fast 20 und sie geht nun, mit baby und freund auch eigene wege.
"fertig ist der erste streich" *lach*
der zweite ist gottseidank noch paar jahre in arbeit...:)
schönes wochenende
lG
sanne
 
Liebe Sanne,
danke fürs Lesen.
Nun ja, sehe es doch einfach so: Eine Sorge hast du weniger (die älteste Tochter), die Jüngere braucht noch ein wenig Pflege.
Aber ich denke, Eltern können nie ganz los lassen.
Es grüßt dich lieb
Willi
 
S

Sanne Benz

Gast
nein,lieber willi..
eltern können und WOLLEN nie los lassen..
aber wenn es positiv ist..(kenne es auch negativ von anderen eltern,leider) dann ist es doch ok.
Und sorgen,die wird man sich das ganze leben lang machen, oder? :)
schönes wochenende
liebe grüße
sanne
 

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