Schweigen (extreme verdichtung)

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Mondnein

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Der indirekt (un)-ausgesprochene Gedanke darin, lieber Patrick,

ist wohl das "Glück" als die Frucht der MUnd-Blüte.

Erinnert mich an das suprem-konzentrierte "Sophokles"-Distichon Hölderlins.
Und das will was heißen.

grusz, hansz
 

Mondnein

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Zwischen dem s und dem sch der folgenden Zeile, Etma,

steht ein Hiatus, verstärkt durch den Zeilensprung.

Aber ansonsten ist ein sch nach einem s nicht nur möglich, sondern in Komposita wie z.B. "Grasschnecke" notwendig. Warum auch nicht. Ästhetik geht in der Dichtung über alle Regeln, gleich, ob jemand die aufstellt (Legitimation?), gleich ob keiner die aufstellt (Roboter mit Senf).

Besonders reizvoll wäre eine Zischlautfolge, die sich durch die Seele eines hypochondrischen Dichters schnitte, sei es der Ästhetik des Häßlichen wegen, sei es der Dynamik des weißen Rauschens wegen: "And the gods made love", Jimi Hendrix, erstes Stück des Konzeptalbums "Electric Ladyland", wo mit lauter ßßßß und schschschschsch der ewige Dauerorgasmus der Götter versinnlicht wird. Ein berauschendes Kunstwerk, dieses Musikstück.

grusz, hansz
 

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