Wordy
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Gegensprechanlage im Wartezimmer: “Wir haben einen Notfall hier. Es dauert noch ein bisschen. Wir bitten Sie noch um etwas Geduld.”
Mit einem Surren verstummt der Lautsprecher der Gegensprechanlage.
Bärbel: “Das dauert jetzt aber schon ganz schön lange.”
Bärbel stöhnt und verdreht die Augen.
“Was dem wohl passiert ist. Muss ja ein ganz schöner Unfall gewesen sein.”
Kurt: “Oder Erkrankung. Statistisch gesehen sterben die meisten Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, gefolgt von Krebserkrankungen.”
Harry grinsend in Erwartung der Reaktion der anderen:
“An akutem Krebs wird er ja wohl nicht leiden"
Bärbel kichert. Harry lehnt sich zufrieden grinsend zurück.
Bärbel: “Statistiken sind doch eh alle gefälscht. - Wie es denen gerade in den Kram passt.”
Kurt: “Denen?”
Bärbel schaut Kurt fassungslos an. Als Kurt erkennt, dass Bärbel keine Ahnung hat, wovon er spricht, senkt er seinen Kopf zurück in die Zeitung und vertieft sich weiter in den Bericht über die Familie Sassoon, die mächtiger und reicher gewesen war, als die Rothschilds.
Kurt: “Die Familie Sassoon. Ist so ne reiche Familie aus Indien. Meinen Sie die? Hier steht ein Artikel darüber. Können Sie lesen, wenn Sie können.
Er hält Bärbel die Zeitung hin. Mangels Reaktion behält er die Zeitung.
Längere Stille.
“Die Regierung.”, sagt Bärbel plötzlich.”
Alle sehen sich ratlos an.
Bärbel: “‘Denen’, die Regierung.”
Harry: “Hä?”
Bärbel: “ Ja, Herr Müller wollte doch wissen, was ich mit ‘denen’ meine.”
Bärbel: “Mit ‘denen’, meine ich die Regierung. - Und natürlich die Superreichen. Sie wissen schon die oberen 1000.”
Kurt muss die Wut im Zaum halten, die ihn bei derlei Aussagen überkommt. Ungläubig lugt er über den Rand seiner Zeitschrift zu Bärbel hinüber. Am liebsten würde er ihr an die Gurgel springen.
Kurt: “Die Statistik stammt aus einer medizinischen Einrichtung. Das hat mit der Regierung nichts zu tun.”
Bärbel: “Ja, das erzählen ‘die’ uns. Tatsächlich ist es doch so, dass ‘die’ überall mitmischen. Die wollen die Bürger verrückt machen, damit sie willenlose Sklaven haben, damit wir nicht merken was vorgeht.”
Kurt holt Luft, um Bärbel zu fragen, ob sie wirklich so blöd sei oder nur so tue, als Harry ihn unterbricht.
Martin: “Worum geht es hier eigentlich?"
Bärbel: “Na ja sie wissen doch.”
Harry: “Dass die Regierung die Nacht erfunden hat, um die Batterien in den Vögeln zu wechseln?”
Gelächter.
Kurt: “Statistisch gesehen, sind die dritthäufigste Todesursache psychische Erkrankungen.”
Lauteres Gelächter.
Harry entweicht das Grinsen aus seinem Gesicht. Er rutscht in seinem Stuhl zurück und verschränkt die Arme vor seinem Körper und schaut verlegen zu Boden. Die anderen nehmen das nicht wahr und amüsieren sich weiter.
Bärbel beleidigt: “Ihr werdet noch an mich denken, wenn es soweit ist.”
Martin wird still. Mittlerweile lacht nur noch Kurt. Als er bemerkt, dass er alleine damit ist, räuspert er sich und widmet sich wieder seiner Zeitschrift.
Draußen hört man die Sprechstundenhilfe:
“Bitte gehen Sie noch ins Wartezimmer. Es dauert noch einen Moment. Wir hatten leider einen Notfall.”
Die Türe zum Wartezimmer öffnet sich und Hanne betritt den Raum.
Hanne: “Hallo zusammen.”
Alle: “Hallo.”
Harry: “Ich hoffe, Sie haben viel Zeit mitgebracht.”
Bärbel: “Die haben einen Notfall hier.”
Kurt: “Wir warten schon seit zwei Stunden.”
Bärbel: “Jetzt sei doch nicht so. Für einen Notfall kann doch keiner was.”
Harry: “Doch, der, der den Notfall hat.”
Kurt: “Außer er hat eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. - Oder sowas.”
Mit einem Surren verstummt der Lautsprecher der Gegensprechanlage.
Bärbel: “Das dauert jetzt aber schon ganz schön lange.”
Bärbel stöhnt und verdreht die Augen.
“Was dem wohl passiert ist. Muss ja ein ganz schöner Unfall gewesen sein.”
Kurt: “Oder Erkrankung. Statistisch gesehen sterben die meisten Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, gefolgt von Krebserkrankungen.”
Harry grinsend in Erwartung der Reaktion der anderen:
“An akutem Krebs wird er ja wohl nicht leiden"
Bärbel kichert. Harry lehnt sich zufrieden grinsend zurück.
Bärbel: “Statistiken sind doch eh alle gefälscht. - Wie es denen gerade in den Kram passt.”
Kurt: “Denen?”
Bärbel schaut Kurt fassungslos an. Als Kurt erkennt, dass Bärbel keine Ahnung hat, wovon er spricht, senkt er seinen Kopf zurück in die Zeitung und vertieft sich weiter in den Bericht über die Familie Sassoon, die mächtiger und reicher gewesen war, als die Rothschilds.
Kurt: “Die Familie Sassoon. Ist so ne reiche Familie aus Indien. Meinen Sie die? Hier steht ein Artikel darüber. Können Sie lesen, wenn Sie können.
Er hält Bärbel die Zeitung hin. Mangels Reaktion behält er die Zeitung.
Längere Stille.
“Die Regierung.”, sagt Bärbel plötzlich.”
Alle sehen sich ratlos an.
Bärbel: “‘Denen’, die Regierung.”
Harry: “Hä?”
Bärbel: “ Ja, Herr Müller wollte doch wissen, was ich mit ‘denen’ meine.”
Bärbel: “Mit ‘denen’, meine ich die Regierung. - Und natürlich die Superreichen. Sie wissen schon die oberen 1000.”
Kurt muss die Wut im Zaum halten, die ihn bei derlei Aussagen überkommt. Ungläubig lugt er über den Rand seiner Zeitschrift zu Bärbel hinüber. Am liebsten würde er ihr an die Gurgel springen.
Kurt: “Die Statistik stammt aus einer medizinischen Einrichtung. Das hat mit der Regierung nichts zu tun.”
Bärbel: “Ja, das erzählen ‘die’ uns. Tatsächlich ist es doch so, dass ‘die’ überall mitmischen. Die wollen die Bürger verrückt machen, damit sie willenlose Sklaven haben, damit wir nicht merken was vorgeht.”
Kurt holt Luft, um Bärbel zu fragen, ob sie wirklich so blöd sei oder nur so tue, als Harry ihn unterbricht.
Martin: “Worum geht es hier eigentlich?"
Bärbel: “Na ja sie wissen doch.”
Harry: “Dass die Regierung die Nacht erfunden hat, um die Batterien in den Vögeln zu wechseln?”
Gelächter.
Kurt: “Statistisch gesehen, sind die dritthäufigste Todesursache psychische Erkrankungen.”
Lauteres Gelächter.
Harry entweicht das Grinsen aus seinem Gesicht. Er rutscht in seinem Stuhl zurück und verschränkt die Arme vor seinem Körper und schaut verlegen zu Boden. Die anderen nehmen das nicht wahr und amüsieren sich weiter.
Bärbel beleidigt: “Ihr werdet noch an mich denken, wenn es soweit ist.”
Martin wird still. Mittlerweile lacht nur noch Kurt. Als er bemerkt, dass er alleine damit ist, räuspert er sich und widmet sich wieder seiner Zeitschrift.
Draußen hört man die Sprechstundenhilfe:
“Bitte gehen Sie noch ins Wartezimmer. Es dauert noch einen Moment. Wir hatten leider einen Notfall.”
Die Türe zum Wartezimmer öffnet sich und Hanne betritt den Raum.
Hanne: “Hallo zusammen.”
Alle: “Hallo.”
Harry: “Ich hoffe, Sie haben viel Zeit mitgebracht.”
Bärbel: “Die haben einen Notfall hier.”
Kurt: “Wir warten schon seit zwei Stunden.”
Bärbel: “Jetzt sei doch nicht so. Für einen Notfall kann doch keiner was.”
Harry: “Doch, der, der den Notfall hat.”
Kurt: “Außer er hat eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. - Oder sowas.”