seit einhundert jahren

5,00 Stern(e) 5 Bewertungen
die eisenkrähen hatten mich zur vorsitzenden
ihrer nachtschatten bestimmt und nun sitze ich
im gemachten nest

befehle den zahlen
gerade zu stehen
zwinge die sonne
in den kreis ___________sie gibt sich mir sowieso
________________________viel zu männlich

am ende der laufbahn lege ich
den vorsitz nieder doch nicht ohne zuvor
eine revolution der denkungsart
verfügt zu haben

für die folgen erkläre ich mich
für nicht schuldig
im sinne der anklage
 
Zuletzt bearbeitet:

fee_reloaded

Mitglied
Ein absolut brillianter Text, liebe Charlotte!!!!

Da sitzt alles da, wo es hingehört, und erzeugt eine Dichtheit und einen Witz, der mich vom ersten bis zum letzten Wort in seinen Bann zieht. Besser kann ich's nicht erklären, was dein Gedicht mit mir macht. Es ist einfach nur genial gut!!!!

Liebe Grüße,
Claudia
 

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo Charlotte,

das ist famose Lyrik!
Ich überlege nur, wer die Eisenkrähen sind. Aber eigentlich muss ich es gar nicht wissen. Diese Metapher macht dein Gedicht geheimnisvoller und umso besser.

Liebe Grüße
Manfred
 
liebe Claudia, lieber Manfred,
vielen, vielen Dank.
der eisenkrähen schatten liegen schon lange auf meinen gedanken.
und heute hatten sie mich.

freut mich wirklich, dass ihr es so aufnehmt. und danke für die empfehlung.
liebe grüße
charlotte
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Ich empfinde es als sehr schönes Antikriegsgedicht. Ich habe viele Assoziationen, recht ungewöhnliche, wahrscheinlich.

Es verwendet starke Bilder.

Mir gerieten konkrete Personen in den Sinn, die Krieg in Frieden umdeuten und die glauben, der Mathematik befehlen zu können. Eine Frau, die eine hohe Position erhielt und sie nutzt, um Naturgesetzen Befehle zu erteilen.
 

revilo

Mitglied
die eisenkrähen hatten mich zur vorsitzenden
ihrer nachtschatten bestimmt und nun sitze ich
im gemachten nest

befehle den zahlen
gerade zu stehen
zwinge die sonne
in den kreis ___________sie gibt sich mir sowieso
________________________viel zu männlich

am ende der laufbahn lege ich
den vorsitz nieder doch nicht ohne zuvor
eine revolution der denkungsart
verfügt zu haben


für die folgen erkläre ich mich
für nicht schuldig
im sinne der anklage
Hallo, die von mir gekennzeichnete Stelle würde ich an Deiner Stelle noch einmal überarbeiten, weil sie im Gegensatz zu der doch recht geraden und zackigen Sprache der übrigen Zeilen zu umständlich ist und sich auch nicht sehr schön liest … Das ist aber wirklich nur Meckern auf hohem Niveau … Bis bald an Deinem Küchentisch … Herzliche Grüße
 

Johnson

Mitglied
die eisenkrähen hatten mich zur vorsitzenden
ihrer nachtschatten bestimmt und nun sitze ich
im gemachten nest

befehle den zahlen
gerade zu stehen
zwinge die sonne
in den kreis ___________sie gibt sich mir sowieso
________________________viel zu männlich

am ende der laufbahn lege ich
den vorsitz nieder doch nicht ohne zuvor
eine revolution der denkungsart
verfügt zu haben

für die folgen erkläre ich mich
für nicht schuldig
im sinne der anklage
Ein unterhaltsames und gutes Gedicht
 



 
Oben Unten