sepia farben

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Mimi

Mitglied
einst küsste ich deine lippen wund
und träumte, dass ein gott
uns die hände leckte

in deinem schwarzen chiffonkleid
das unsichtbare mitten im licht
formte sich deine silhouette
zu einem nachtfalter -
der sich tanzend erhob

ins braune ins gelbe zu sepia farben
erschöpftest dich nicht
in der agonie deiner sehnsüchte
rangst nach atem
nach fluoreszierenden substanzen

der morgentau durchflutete
deine lungenflügel
und einst küsste ich deine lippen wund
 
Zuletzt bearbeitet:

Mimi

Mitglied
du meinst Francois Villons " verliebte Ballade für ein Mädchen namens Yssabeau" ?
… wohl eher die freie Nachdichtung von Paul Zech..." ich bin so wild nach deinem Erdbeermund", oder ?!
ist übrigens keine Original-Vorlage , sondern von Zech im Stil Villons zu verstehen...

"… im dunklen Tal, im Muschelgrund...
ich bin so wild nach deinem Erdbeermund..."

Klaus Kinskis Villon-Rezitation ist … legendär...

… aber nö,... ich hatte weder den guten Villon noch Zechs Erdbeermund im Kopf gehabt beim Schreiben...

liebe Grüße
Mimi
 

MarieA.

Mitglied
Hallo Mimi, deine originelle Bildsprache mag ich sehr!
Dennoch ein Einwand: ich meine, es heißt nicht sepia farbend, sondern sepiafarben, zusammengeschrieben und ohne 'd'.

LG
Marie
 

Mimi

Mitglied
Hallo Marie...
...Dankeschön für deinen Kommentar...
ich spiele häufig mit Sprachen... deswegen steht das Wort auch nicht zusammen geschrieben... aber korrekt wäre natürlich zusammen und ohne das "d" am Ende ...
ich habe lapismont gebeten, das " d" zu entfernen... obwohl ich ehrlich gesagt finde, dass es mit dem "d" am Ende schöner klingt...

Liebe Grüße
Mimi
 

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo Mimi,

ich muss zugeben, dass mir auch gleich Villon in den Kopf kam beim Anfang deines Gedichtes.
Aber dann schwenkst du sehr schnell in deine eigene bildhafte Sprache. Sehr schön!

Liebe Grüße
Manfred
 

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
ich habe lapismont gebeten, das " d" zu entfernen... obwohl ich ehrlich gesagt finde, dass es mit dem "d" am Ende schöner klingt...
Das kannst du selbst auch entfernen, wenn du auf "Bearbeiten" gehst.
Wie wäre es mit "färbend", dann bleibt das "d".

Liebe Grüße
Manfred
 

Mimi

Mitglied
Hallo Manfred,
ja, im Gedicht habe ich es angepasst...ich meine aber für den Titel kann ich das nicht selbst ändern...
?
 


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