September

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blaustrumpf

Mitglied
Hallo, Kinghorst

Was mir besonders gut an deinem September-Gedicht gefällt, ist sein Tempo. Der schnelle Sprachrhythmus, den du anschlägst, hat mich zuerst überrascht. Es war mir kaum möglich, die Zeilen langsam zu lesen - und doch durchzieht dein Gedicht eine eher beschauliche Grundstimmung.

Wie kann diese Stimmung so kontemplativ sein, wo du doch von brennenden Bäumen und Sturm sprichst? Da muss natürlich auch so ein brausendes Tempo her. Für die Beschaulichkeit sind wohl die so sorgfältig verschränkten Reime zuständig.

Vorwärtsstürmend und doch immer wieder ein Blick zurück: So spiegelst du für mich das ganz Spezielle am September wider: Jene "goldenen Momente", die den Sommer noch beschwören und für einen endlos scheinenden Augenblick gegen allen Herbst festhalten.

Vielleicht liegt der Reiz auch darin, dass man weiß, wie schnell all das vorbei sein wird. Dass du deinen September nicht durch eine vierte Strophe künstlich verlängerst, gehört für mich ebenfalls zu seinen Stärken. Auf weitere Beiträge von dir bin ich gespannt.

Schöne Grüße von blaustrumpf
 



 
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