Sexhebiges Sonett eines Entliebten

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Walther

Mitglied
Sexhebiges Sonett eines Entliebten


Ich ging dir viel zu gerne um den Damenbart
Und lächelte uns beide auf die Wolke Sieben:
Ach, wären wir doch nur dort oben ganz geblieben.
Das hätte uns das Chaos jetzt und hier erspart.

Jetzt sitz ich einsam da. Die Verse sind geschrieben.
Es wurden vierzehn an der Zahl, und das war hart.
Was Unglück so an Dreckzeugs vor die Türe karrt:
Wir haben es mit Streit und Rache arg getrieben,

Viel ärger noch als in den besten heißen Zeiten,
Als wir von vorn wie hinten und beim Reiten
Nichts andres kannten als Sich-dauernd-Verlustieren:

Nun träume ich von wilden Nächten Tag für Tag,
Weil ich nicht dein Bild zu löschen nicht vermag.
Warum muss dieser Trennungscheiß mich so frustrieren!
 

Mondnein

Mitglied
Viel ärger noch als in den besten heißen Zeiten,
Als wir von vorn wie hinten und beim Reiten [blue]- nur 5 Versfüße [/blue]
Nichts andres kannten als Sich-dauernd-Verlustieren:

Nun träume ich von wilden Nächten Tag für Tag,
Weil ich [red]nicht [/red]dein Bild zu löschen nicht vermag.
Warum muss dieser Trennungscheiß mich so frustrieren!
Wenn Du schon auf 5 reduzierst, könntest Du auch beim ersten Vers des ersten Terzetts ein Attribut streichen (z.B. das "heißen").
Die letzte Verszeile ist nicht sehr pointiert, obwohl sie ein rhetorisch fragendes Fazit bildet: zu üblich, zu unoriginell.

Die erste Verszeile ist schon so ironisch ("Damenbart"), daß der Trennungsschmerz schon bewältigt erscheint. Und mitten im Lied gilt das Lied schon als geschrieben, auch das nimmt dem narrativen Spannungsbogen die "Neuigkeit". Soll vielleicht so sein, da ein Sonett nun mal eher statisch als dramatisch erscheinen soll, eher zustandsstill denn witzig.
 

Walther

Mitglied
Sexhebiges Sonett eines Entliebten


Ich ging dir viel zu gerne um den Damenbart
Und lächelte uns beide auf die Wolke Sieben:
Ach, wären wir doch nur dort oben ganz geblieben.
Das hätte uns das Chaos jetzt und hier erspart.

Jetzt sitz ich einsam da. Die Verse sind geschrieben.
Es wurden vierzehn an der Zahl, und das war hart.
Was Unglück so an Dreckzeugs vor die Türe karrt:
Wir haben es mit Streit und Rache arg getrieben,

Viel ärger noch als in den besten heißen Zeiten,
Als wir von vorn wie hinten, drunter und beim Reiten,
Nichts andres kannten als Sich-dauernd-Verlustieren:

Nun träume ich von wilden Nächten Tag für Tag,
Weil ich dein süßes Bild zu löschen nicht vermag.
Jetzt bleibt mir nur noch Trennungstränen degustieren!
 

Walther

Mitglied
Hi Mondnein,

oben die bearbeitete fassung. ich habe die zweite fassung des abschlußverses eingebaut, die mir durch den kopf schoß.

danke für die hinweise.

lieber gruß W.


Hi JoteS,

in der tat. der schweinepriester, unser liebes mäxchen, hat der fliege das hintere linke bein rausgerissen.

sauhond, dräggetr. :D

lieber gruß W.
 

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