sibylle

Mondnein

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[ 4]sibylle


das maedchen schrieb kolonnen von zahlen in ihren brief
ein fischer der fand ihre flasche er las deren folge verstand
verstand und sinn dieser zahl hat erkannt was die botin erkannt
was beugt ihre strahlen wo wochen septim auf sekunden gespannt

er warf das netz dieser gitter von goettern so weit so tief
die erde umspannten die laengen und breiten grade genau
der ur uranometrie parallelen linien – schlau:
wie loewe den widder vor schuetzt im raeder faecher pfau

ich hab sie gesehn die kadoschen die bruckner seraphen zu rief
die benns kokabim mit geist gespeist – cherubino verschied
und mahler malte den turner und toernte das ferner horn glied
dem himmlischen stier den enkidu schlug im gilgamesch lied

ich selbst hab furcht die riefen des zugs der den himmel durchlief
trompeten geschmettert zum sturz da phaeton im sonnen wind schlief
im apokalyptisch zu blinden metaphern zerrissenen brief
am rand eines fetzens da fand ich nen lippenstift kussmund schief
 

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