Sie kam nackt nach Darenwede und brachte Bier mit Zweiter Teil

Hagen

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Leider waren seine Kumpels da, als Fräulein Liebeneiner doch noch in einem taktisch günstigen Moment tatsächlich entlang kam; - nein, sie erschien!
So schien es Rolf jedenfalls, und er nahm sie mit runter in den Partykeller und stellte sie seinen Kumpels vor, weil er sich zunächst etwas überfahren fühlte.
Fräulein Liebeneiner war so ganz anders als die Frauen, die seine Kumpels angeschleppt hatten. Sie trank ein Bier mit – Porter – und in Laufe des weiteren abends noch eins – Stout – und war eifrig mit am Darten und Flippern.
Schön war’s, richtig schön, zumal Fräulein Liebeneiner sich am Flipper nicht ungeschickt anstellte, manches Freispiel erflipperte und Rolf und seinen Kumpels mal so richtig zeigte, wer denn nun die Meisterin an den Knöpfen des Flippers war.
Nun, es war nur ein Spiel, man war sich einig, dass es ein schöner Abend war, verkostete noch ein Schwarzbier, Rolfs Kumpels verabschiedeten sich, und für Fräulein Liebeneiner bestellte er ein Taxi.
Diesmal war es Rolf Röhricht, der dem Taxi lange nachschaute und winkte, und Sieglinde Liebeneiner winkte zurück bis das Taxi um die Ecke bog …

Es dauerte ungefähr zwei Wochen, bis Fräulein Sieglinde Liebeneiner wieder erschien, zwei Wochen in denen Rolf Röhricht innig gehofft und gewartet hatte.
Klar, dass er mit seinen Kumpels das eine oder andere Bier getrunken, gedartet und geflippert hatte, man hatte ‘Rockhause‘ eingeübt und ‘my girl is redhead‘ aber das geschah alles ein wenig halbherzig, jedenfalls von Rolfs Seite.
Und nun war Fräulein Liebeneiner wieder da, gewandet in einem langen Mantel aus Kohinoor Nerz und mit blitzenden Augen. Als sie ihn zur Begrüßung umarmte, sah er, dass sie Bier mitgebracht hatte, einen Sechserträger Bier!
Rolf ließ es sich nicht nehmen, das Taxi zu bezahlen, und Fräulein Liebeneiner aus dem Mantel zu helfen.
Unter dem Mantel war sie nackt.
Total nackt, bis auf die High Heels natürlich, aber dafür hatte Rolf Röhricht keinen Blick.
Sie warf Rolf einen lodernden Blick zu und reichte ihm das Bier wie Eva dereinst Adam den Apfel.
Rolf war hingerissen, aber nicht so sehr, dass er nicht erkannte, dass dies eine Prüfung war, die er auf gar keinen Fall vermasseln wollte.
Er geleitete Fräulein Sieglinde Liebeneiner ins Wohnzimmer, machte dezente Musik, entzündete Kerzen und öffnete zwei Flaschen des Bieres, welches Fräulein Liebeneiner mitgebracht hatte.
Das Bier leuchtete frisch, hellgelb und glanzfein. Darauf saß eine feste cremige Schaumkrone als er einschenkte. Der Geruch war angenehm und kräftig hopfenaromatisch betont, mit leicht blumigen Ausprägungen.
Sie hoben die Gläser und tranken, genossen den Geschmack der herrlichen Hopfenbittere.
Rolf Röhricht hatte schon viele Biere verkostet, aber dieses Bier erschien ihm leicht und schlank im Antrunk, ein spritzig-prickelndes, nie gekanntes Erlebnis.
Oder war es, weil Fräulein Sieglinde Liebeneiner auch ihr Glas hob und ihm zuprostete?
Aber das war nebensächlich.
Sie tranken das Bier wie andere edlen Wein, nur dass es gediegener schmeckte.
Der Nachtrunk war trocken und feinherb, herrlich die zurückbleibende Trockenheit, die sofort Lust auf den nächsten Schluck machte.
Dem gaben sie nach, tranken und Rolf öffnete sein Piano und spielte, leicht beschwingt die Melodien von Scott Joplin, setzte noch den einen oder anderen dreckigen Boogie drauf und dann war sein Repertoire erschöpft.
Fräulein Liebeneiner war indessen auf das Klavier gepanthert, hatte voller Inbrunst zugehört und ab und zu einen Schluck Bier genossen.
Als das Bier getrunken und die Kerzen heruntergebrannt waren, stellten sie fest, dass es schon spät war. Rolf Röhricht klappte sein Klavier zu, bestellte ein Taxi und half Fräulein Liebeneiner in den Mantel wie es sich gehört.
Als der Taxifahrer vor der Tür hupte, ging er mit und achtete darauf, dass Fräulein Liebeneiner hinten einstieg, damit der Taxifahrer nichts von ihrer Nacktheit unter dem Mantel mitbekam.
Er winkte dem Taxi lange nach, Fräulein Liebeneiner winkte zurück und als das Taxi um die Ecke bog, hielt ein Dodge Ram Van vor dem Haus seines Nachbarn.

Rolf Röhrichts Nachbar, er hatte den Ram Van gerade gekauft, natürlich gebraucht, und der musste nun unter der Laterne ausgiebig begutachtet werden!
Rolf lobte den V8- Motor, das Dreigang-Automatikgetriebe, was superweich schaltet, die Servolenkung, die man mit dem kleinen Finger lenken konnte, das Solarpannell auf der Dachreling, den Tempomat, die umfangreiche Holzausstattung, die TV/Video/ Dachantenne, die weichen Sitze und das breite, kuschelige Bett im Inneren des Vans, von dem aus man sogar den Sternenhimmel sehen konnte.
Natürlich tranken die Beiden noch ein Bier während der Begutachtung, aber dass schmeckte nicht annähernd so gut wie das von Fräulein Liebeneiner.
Rolf stellte auch nicht die Kardinalfrage, die jedes Gespräch über Oldtimer gnadenlos abwürgt, nämlich die nach dem Verbrauch, lobte den V8 nochmal und ging mit dem Nachbarn eine Runde flippern.
Es wurden natürlich mehr draus, man verkostete noch einige Biere und als Rolf Röhricht am nächsten Morgen zur falschen Baustelle fuhr, schrieb er es diesem Umstand zu.
Das war ihm noch nie passiert, auch nicht nach intensiveren Nächten.
In Wirklichkeit war er verliebt, bis über beide Ohren und hatte gar nicht gemerkt, dass er unterschiedliche Socken angezogen hatte - eine Schwarz und eine Blau - aber das fiel nur einen seiner Gesellen auf, und der grinste sich eins.

Es dauerte nur drei Tage, drei ganze Tage, bis Fräulein Liebeneiner wieder kam. Sie trug wieder den Mantel aus Kohinoor Nerz, unter dem sie nackt war, und sie hatte wieder Bier mit.
Und diesmal kam es zu den ersten, zarten Küssen, mit beherrschtem Zungeneinsatz. Doch kaum das Rolf Fräulein Sieglinde aus dem Mantel geholfen hatte, wurden die Küsse heißer und wilder, der Zungeneinsatz unbeherrschter und Rolfs Hände griffen nach Sieglindes Weiblichkeit und sie ließ es geschehen.
Rolfs Klavierspiel war anschließend wie von selbst anmutiger und das Bier schmeckte sinnlicher, selbst als sie vom Nudeldiest Pizza Calzone Gyros kommen ließen.
Sie speisten mit Kerzen auf dem Tisch, dezenter Musik, dem perlendem Bier, welches Fräulein Sieglinde mitgebracht hatte und erlesenem Geschirr. Geschirr, das Frau Luise zurückgelassen hatte, weil von einem Sechserset nur noch fünf Teller da waren. Irgendwann war er während eines Streites zu Bruch gegangen, Rolf wusste nicht mehr um was es ging, aber er wusste noch, das er nachgegeben hatte, weil sonst noch mehr Geschirr zerdeppert worden wäre. Er hatte es eingelagert, und es wäre fast in Vergessenheit geraten; - fast.
Nun, es wurde nochmals spät den Abend und Rolf fuhr am nächsten Morgen wieder zur falschen Baustelle, und er hatte abermals falsche Socken an.
Als er beim Anschließen eines Wasserhahns das warme und das kalte Wasser vertauschte, was glücklicherweise noch von einem Lehrling bemerkt wurde, musste er sich doch endlich eingestehen, dass er verliebt war.
Und er fieberte dem nächsten Besuch Fräulein Sieglindes entgegen wie Menelaos dereinst der Schönen Helena, aber Sieglinde lies auf sich warten.
Als sie doch erschien, ungefähr eine Woche später, waren seine Kumpels da, und man versuchte die Rockabillyversion von ‘One Bourbon, One Scotch, One Beer‘ einzuüben.
Rolf war irritiert, er wusste nicht, was er machen sollte, seine Kumpels wegschicken oder Fräulein Sieglinde einfach mit runternehmen in den Partykeller, aber dann hatte er doch Angst, dass die etwas merken würden, weil es ja etwas ungewöhnlich ist, wenn dort eine Frau im Kohinoor Nerzmantel sitzt.
Nun, man tauschte ein paar Küsse – heiß wie die Hölle – und dann fanden sich Hemd und Hose von Rolf, und er nahm sie mit runter zu seinen Kumpels, und sie übten weiter, als wäre nichts besonderes vorgefallen. Fräulein Sieglinde saß an der Bar, trank ein Bier – Stout – und schnipste mit den Fingern.
Das Bier, das sie mitgebracht hatte, hielt Rolf sorgsam in Ehren. Er öffnete keine der Flaschen, er stellte sie in den Kühlschrank in der Küche und wartete auf einen erneuten Besuch Fräulein Liebeneiners.

Aber es dauerte vierzehn Tage, bis Fräulein Liebeneiner wieder kam. Vierzehn Tage, die sie nutzte, um erst mal mit ihren Freund Schluss zu machen. Gewiss, ihr Freund war auch ein anständiger Kerl und hatte es im Grunde nicht verdient, aber er war Koch. Er kam erst gegen zwölf, halb eins nach Hause und war mürbe. Einfach kaputt nach hundertfünfzig Menüs, er wollte nur noch schnellen Sex und dann schlafen.
Sieglinde öffnete ihre Schenkel, ließ es seufzend über sich ergehen, und das war’s denn auch.
Bis sie Rolf Röhricht kennenlernte.
Es war so anders, sie kannte es gar nicht, da war einer, der nicht nur ihren Körper wollte, der Klavier spielen konnte und der es verstand zu leben. Zu arbeiten, eine echte, ehrliche Arbeit ausführte, der Kumpels hatte und mit denen er Bier trank, sogar Musik machte. Sie wollte einfach dazu gehören, und sie kündigte ihren Job als Podologin, weil sie keine diabetischen Füße mehr sehen konnte, Füße von permanent schlecht gelaunten, übergewichtigen Diabetikern, die stets davon ausgingen, dass Sieglinde von nichts anderem träumte, als von Sex mit dicken Patienten.
Als in Darenwede ein Nagelstudio eröffnete, bewarb sie sich und wurde auch tatsächlich genommen.
Überhaupt war es ein Phänomen, ein Nagelstudio in Darenwede!
Zuerst dümpelte der Laden so vor sich hin, aber als die High Society Darenwedes das Geschäft entdeckte, begann es ganz langsam aufwärts zu gehen; - nicht zuletzt dank Sieglindes liebenswürdiger Art.
Von den Fußnägeln zu den Fingernägeln war es nur ein kleiner Schritt, was das Gehalt betraf, allerdings einer nach unten, aber das war’s ihr wert. Sie hatte nur noch mit Frauen zu tun, und die dicken Diabetiker sollten sonst wen anbaggern.

Doch ich greife vor, Fräulein Sieglinde erschien in unregelmäßigen Abständen bei Rolf Röhricht, mal von einem auf den anderen Tag, mal vergingen zehn Tage, dass sie sich blicken ließ. Es machte die Sache reizvoll und brachte Rolf völlig um den Verstand, denn jedes Mal kam sie nackt und brachte Bier mit.
Nicht so ein Bier, welches man im Supermarkt kaufen kann, und von irgendwelchen Proleten, nachdem sie „Hau wech, den Scheiß!“ gemurmelt hatten und nicht eher aufhörten zu saufen, bis sie bewegungslos irgendwo rumlagen, sondern ausgesuchte, gediegene Biere, wie sie es von Rolf Röhricht kannte.
Irgendwann kam es auch zum Sex. Schönem, guten, ehrlichen Sex, den beide wollten und genossen. Doch nun legte sich der erste Schatten auf diese ansonsten überaus harmonische Beziehung.
Fräulein Sieglinde konnte sich nicht so recht fallen lassen.
Das war wegen der Nachbarn, die könnten ja was mitkriegen, und Fräulein Sieglinde war noch ein wenig konventionell. Das war einfach nicht rauszukriegen.
Sie grübelten lange über diesem Problem, aber sie fanden keine Lösung, und der Alltag holte sie ein. Überhaupt war es kein Dauerzustand, alle paar Tage per Taxi anzureisen, und so überlies sie ihre Wohnung kurz entschlossen ihrem Exfreund und zog mit Sack und Pack bei Rolf Röhricht ein. Eigentlich nur mit Pack, denn ihre Möbel hatte sie auch zurückgelassen, bis auf ihren Schaukelstuhl, auf dem sie nun saß und Rolfs Klavierspiel lauschte. Auf dem Schaukelstuhl, und nur auf dem Schaukelstuhl, saß sie unbekleidet und genoss hin und wieder einen Schluck Bier.
Es hätte ewig so weiter gehen können, wenn nur das leidige Problem nicht wäre, dass sie sich nicht fallen lassen konnte, so richtig fallenlassen, orgastisch stöhnen, jubilieren und jauchzen.
Es ging einfach nicht, obwohl Sätze fielen wie: „Ach Liebling, warum müssen wir immer alles ausdiskutieren?“ „Heute gibt’s Currywurst.“ „Ist dein Steak auch groß genug?“ „Ist es Okay wenn wir statt Joghurt nur noch Bier im Kühlschrank haben?“ „Nein Danke, ich habe schon genug Schuhe.“ „Ich werde nicht mehr so oft zum Friseur gehen.“ „Du sollst mir doch nicht immer Blumen mitbringen!“ Und: „Ich habe Dir ein paar gute Zigarren mitgebracht. Möchtest Du einen Cognac dazu? Du kannst ruhig im Wohnzimmer rauchen.“
Wenn Rolf Überstunden machte, fuhr sie sogar seinen Wagen durch die Waschanlage.
Wie gesagt, die Beziehung strotzte vor Harmonie, die nicht auszuhalten war; - wenn nur die Sache mit dem sich fallen lassen nicht wäre!
Sie fügten sich in das – scheinbar – unvermeidliche, bis der Nachbar sein Auto in Allgäu während des Urlaubs schrottete. Es war nicht der Ram Van, den hatte er zuhause gelassen, sorgsam in der Garage eingeschlossen, sondern seinen Opel. Überhaupt war des Nachbarn Frau gegen den Ram Van weil zu schwer, zu unhandlich und überhaupt soff der Van wie ein Loch. Was sollte man auch mit dem rollenden Bett, wenn man in einer Pension wohnt, und von da aus nette, kleine Ausflüge in das Umland, den Starnberger See zum Beispiel, unternehmen konnte. Wenn nur nicht die Sache mit der Vorfahrt passiert wäre, aber der Nachbar musste eine Halskrause tragen und der Opel war platt. Weil sie sich nicht an Ort und Stelle ein neues Auto kaufen mochten, aber auf einen fahrbaren Untersatz nicht verzichten wollten, bat der Nachbar Rolf Röhricht telefonisch, ihm doch mal eben den Ram Van zubringen, er wollte auch für alle Kosten aufkommen, und Schlüssel und Papiere schicken.
Ehrensache unter Nachbarn, und weil Fräulein Sieglinde noch ein paar Tage Resturlab hatte, machte man sich auf den Weg.
Sieglinde und Rolf hatten noch nie solch ein Auto bewegt, und sie genossen während der ersten hundert Kilometer die Fahrt.
Das Fahrwerk und die Lenkung des Ram Van waren typisch amerikanisch, also sehr weich und etwas schwammig. Sie haben nicht gemerkt, dass sie ein 2 Tonnen-Fahrzeug bewegten; - sie spürten kein Schlagloch, weil der Wagen extrem weich gefedert ist. Die Sitze empfand Fräulein Sieglinde auch genial-weich und sehr angenehm.
Den Sound empfand Rolf wiederum, besonders bei niedrigen Drehzahlen, als herrlich; - eben das typische dumpfe ‘Brabbeln‘ des V8. Bei 140 Km/h ging der Tacho nicht weiter, aber sie merkten doch, dass der Van an Geschwindigkeit noch zunahm. Aber der 250iger ist kein Rase-, sondern ein komfortables Reisemobil.
Sei es nun das unsere beiden Freunde im warmen Sonnenschein durch eine dünn besiedelte Landschaft fuhren, sei es, das in beiden Urlaubsstimmung ausgebrochen war, oder sei es durch die leichten Vibrationen des V8-Motors bei ungefähr 2400 Umdrehungen, jedenfalls bat Sieglinde ihnen Rolf doch mal rechts raus zu fahren, auf ein lauschiges Plätzchen.
Rolf hatte auch schon mit diesem Gedanken gespielt, sich aber nicht getraut ihn auszusprechen, jedenfalls tat er wie geheißen und fand ein trauliches, ja sogar intimes Plätzchen.
Kein Mensch weit und breit.
Sie sahen sich kurz an, rissen sich die Kleider vom Leib, und weil das Bett nicht nur zu schlafen da ist, erlebte die brave Sieglinde während der folgenden Innigkeit eine nie erlebte Ausgelassenheit. Sie jubilierte und jauchzte, stöhnte und lachte.
Sie war selber erstaunt und wischte sich den Schweiß von der Stirn und sie brauchten ungefähr eine halbe Stunde, bis sie das Bett wieder in den ursprünglichen Zustand versetzen, sich anziehen und weiterfahren konnten.
Sie kamen etwas verspätet aber glücklich im Allgäu an, und als der Nachbar den Ram Van auf Schäden untersuchte und das Bett sah, schlich ein leichtes aber verständnisvolles Lächeln über sein Gesicht.
Zurück fuhren unsere beiden Freunde mit dem Zug, der Nachbar hatte ihnen augenzwinkernd eine Schlafwagenkabine spendiert, die sie aber im erotischen Sinne nicht nutzten, weil die Wände im Schlafwagen allzu dünn sind.
Nun, es verging eine Woche, der Alltag nahm Rolf Röhricht wieder zu sich, seine Kumpels kamen, man übte ‘Blue Moon‘ ein und Sieglinde trat ihren Job im Nagelstudio an.
Alles schien wieder in seinen geordneten Bahnen zu laufen, bis der Nachbar entlang kam und sein Herz ausschüttete.
Die Versicherung hatte nicht das bezahlt, was er sich vorgestellt hatte, und seine Frau hatte mit dem Ram Van sowieso nichts am Hut, weil der soff ja wie ein Loch, und überhaupt wollte sie einen Mercedes, und ob Rolf vielleicht Interesse an dem Ram Van hätte. Seitliche Trittstufen, Chrom Heckleiter, Innenausstattung in beige und die Sitze sind drehbar auch Fahrer und Beifahrersitze, Servolenkung, Zentralverriegelung, Schiebefenster, Jalousien, Gardinen, getönte Scheiben, Panoramafenster seitlich, Sternenhimmel und Lesespots, diverse indirekte Beleuchtung – ansonsten biete ich den bei e-bay. an, ich meine, weil wir gute Nachbarn sind …
Klar, dass Rolf Interesse hatte, und in Sieglindes Augen glomm Vorfreude auf.
Da hatte die original Wurlitzer Juke-Box für den Partykeller eben noch etwas zu warten …
 

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